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Testbericht

Stefan Grundhoff, 9. Juli 2019
Mini wird elektrisch. Zumindest in einem ersten Schritt. Denn während die Entwicklungen für die neue elektrische Mini-Generation laufen, die mit Great Wall ab 2021 Realität werden soll, gibt es den ganz normalen Mini Cooper als SE nunmehr auch mit Elektroantrieb.

Er sieht aus wie ein ganz normaler Mini und fährt sich beinahe auch so. Mini erweitert sein Portfolio nach dem PHEV im Countryman um eine weitere elektrifizierte Variante. Der Mini Cooper SE wird dabei von einem reinen Elektroantrieb angetrieben, der über einen Hilfsrahmen unter der Motorhaube verbaut ist. Ganz neu ist die Idee nicht, denn bereits 2009 legte die BMW Group eine Kleinserie von 500 elektrischen Mini auf, die sich im Leasinggeschäft gerade in den USA großer Beliebtheit erfreuten. Zehn Jahre später hat es bis zum ersten Serienmodell gedauert, das Ende des Jahre seine Publikumspremiere feiert.

Große optische Unterschiede gibt es weder innen noch außen und die Produktion findet auf der Linie des normalen Mini in Oxford statt. Nur wer ganz genau hinschaut, kann neben dem fehlenden Auspuff und dem leicht geänderten Kühlergrill einen Unterschied erkennen. Durch die Hochvoltbatterie im Unterboden liegt die Karosserie des Mini Cooper SE um 1,8 Zentimeter höher als bisher. Die Technik stammt weitgehend vom BMW i3S, wobei der Mini im Gegensatz zu dem i3 jedoch über die Vorderachse angetrieben wird. Für allemal dynamische Fahrleistungen sorgt ein Elektromotor, der 135 kW / 184 PS und ein maximales Drehmoment von 270 Nm leistet, das ab dem Start zur Verfügung steht. 0 auf Tempo 100 schafft der elektrische Fronttriebler in 7,9 Sekunden. Bitter: während der Verbrenner mehr als 220 km/h schnell ist, wird der elektrische Cooper SE bei mageren 150 km/h abgeriegelt. In Sachen Fahrverhalten schlägt sich der Mini Cooper SE jedoch nicht nur durch seinen um drei Zentimeter niedrigeren Schwerpunkt besser als die Verbrenner. \"Dadurch, dass die Akkus im Kardantunnel und unter der Rückbank untergebracht sind, haben wie eine bessere Gewichtsverteilung von 54 Prozent vorn und 46 Prozent hinten\", erläutert Hermann Spranger, verantwortlich für die Fahrwerksentwicklung des elektrischen Mini.

Das Lithium-Ionen-Akkupaket - aufgeteilt in zwölf Pakete - mit einer Gesamtkapazität von 32,6 kWh ist im Unterboden des Minis verbaut und sorgt für eine maximale Reichweite von 235 bis 270 Kilometern. Wenig im Vergleich zu der nahezu identisch starken Benzinerversion des Mini Cooper S, mit dem locker 500 Kilometer und mehr zurückzulegen sind. Durch die Lage der Batterie im Fahrzeugboden wird der Innenraum des Cooper SE ebenso wenig eingeschränkt wie der Laderaum, dessen Volumen zwischen 211 und 731 Litern beträgt. Das Mehrgewicht hält sich ebenfalls in Grenzen, denn der elektrische Mini wiegt mit 1.365 Kilogramm nur um 145 Kilogramm mehr als das vergleichbare Modell des Cooper S mit Getriebeautomatik.

Aufgeladen wird der elektrische Mini am heimischen Stromnetz, an einer Wallbox oder öffentlichen Ladesäulen sowie per Gleichstrom-Schnellladung bis 50 kW. Sein Ladeanschluss ist für das Wechselstrom- und das Gleichstrom-Laden mit Steckern vom Typ 2 und CCS Combo 2 konzipiert. Oberhalb des Steckers weist eine Ladezustandsanzeige mit orangenen Signalen auf die Initialisierung, mit pulsierendem gelbem Licht auf den laufenden Ladevorgang und mit grünem Licht auf eine geladene Batterie hin. 80 Prozent des Akkupakets sollen per Schnellladung in 35 Minuten wieder erstarken.

Nicht schön, aber ohnehin bald Pflicht: aufgrund des nahezu lautlosen Elektroantriebs ist der Mini Cooper SE mit einem akustischen Fußgängerschutz ausgestattet. Über ein Lautsprechersystem wird ein speziell für den Mini Cooper SE kreierter Sound generiert, der die Umgebung vor Schleichfahrten warnt. Im Vergleich zu den anderen Mini-Modellen bekommt das mindestens 32.500 Euro Elektromodell eine erweitere Serienausstattung, die unter anderem LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, animierte Instrumente, Klimaautomatik, Standheizung und elektrische Parkbremse. Der Fahrer kann zwischen den vier Fahrmodi Sport, Mid, Green und Green+ wählen, während sich die Bremsenergie-Rückgewinnung in zwei Stufen variieren lässt. Der Verkauf des neuen Mini Cooper SE soll Ende des Jahres starten, wo er auf Konkurrenten wie den Opel Corsa e, den Peugeot e-208 oder einen VW ID.3 trifft.
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Quelle: Autoplenum, 2019-07-09

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