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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 9. Januar 2012

Der Ford Mondeo will seinem Namen gerecht werden und startet einen erneuten Versuch, als Weltauto die internationalen Märkte zu erobern. Nach der Premiere auf der Detroit Auto Show (9. bis 22. Januar) kommt das Mittelklassemodell Mitte 2012 in den USA unter dem Namen Fusion auf den Markt, 2013 rollt es nahezu unverändert als Mondeo auch nach Europa. Im Wettbewerb gegen VW Passat und Opel Insignia will die Neuauflage mit geschärftem Design und alternativen Antrieben punkten.

Der aktuelle Mondeo, entwickelt in Deutschland und in Belgien gebaut, wurde in den USA nie angeboten. Stattdessen setzte die Amerikaner auf den technisch eigenständigen und etwas größeren Fusion, der wiederum mit dem gleichnamigen Mini-Van aus Deutschland keine Gemeinsamkeiten aufweist. So weit, so verwirrend. In Zukunft soll die neu ausgerufene Konzernstrategie „One Ford“ alles einfacher machen und die globalen Unterschiede in der Modellpalette einebnen. Schon der aktuelle Fiesta und der neue Focus wurden als Weltauto konzipiert, um Kosten zu sparen und die Produktionsabläufe zu vereinfachen. Der Fusion/Mondeo markiert nun den nächsten Schritt. Ganz unvorbelastet tut er das nicht: Bereits die erste Generation des Mondeo wagte 1995 als Ford Contour den Sprung über den großen Teich – und scheiterte nach nur fünf Jahren Bauzeit kläglich.

Vor allem die für amerikanische Geschmäcker zu geringe Größe wurde zum Erfolgshindernis. Bei der Neuauflage der Weltautostrategie soll sich dieser Fehler nicht wiederholen. Der Fusion und später auch der Mondeo setzen sich mit rund 4,86 Metern Länge an die Spitze ihrer Klasse. Gegenüber dem alten Mondeo bedeutet das ein Wachstum um rund 8 Zentimeter, der Klassenprimus VW Passat wird um knapp zehn Zentimeter geschlagen. Verpackt werden die gewachsenen Abmessungen aber in eine deutlich dynamischer gestaltete Karosserie. Vor allem der große, aggressive Kühlergrill und die schmalen Leuchten sorgen für einen markanten Auftritt. Das kurze Heck hinter der coupéhaften Dachlinie hingegen orientiert sich eng am alten Mondeo.

Punkten will der Fusion vor allem mit seinem Antriebsprogramm. Neben konventionellen Vierzylinder-Benzinern mit und ohne Aufladung, die ein Leistungsspektrum von rund 170 PS bis rund 237 PS abdecken und teilweise mit Allradantrieb kombinierbar sind, wird es erstmals auch zwei Hybridversionen geben: eine konventionelle und eine mit Plug-In-Technik. Bei beiden Varianten wird jeweils ein rund 185 PS starker 2,0-Liter-Vierzylinderbenziner mit einem Elektromotor kombiniert, der auch rein elektrisches Fahren möglich machen soll. Angaben zur Reichweite macht Ford noch nicht. Doch zumindest für die an der Steckdose aufladbare Plug-In-Variante ist ein deutlich zweistelliger Kilometerwert zu erwarten. Wann die Hybridantriebe auch für den Mondeo verfügbar sein werden, ist noch nicht bekannt. Das Europamodell wird aber in jedem Fall auch wieder mit Dieselmotoren zu haben sein.

Aufgerüstet hat Ford auch beim Ausstattungsprogramm. So ziehen im Fusion und im Mondeo zahlreiche Assistenten ein, die kürzlich im Focus Premiere gefeiert haben. Darunter finden sich unter anderem ein Spurhalte-Assistent, ein Totwinkelwarner und ein selbstständig lenkender Einpark-Helfer. Die Preise sind noch nicht bekannt. Der aktuelle Mondeo kostet in Deutschland als Limousine ab 23.200 Euro, als Kombi ab 24.200 Euro.

Ford zeigt auf der Detroit Auto Show, wie der neue Mondeo aussieht. Anders als amerikanische Autokäufer müssen sich deutsche Kunden aber noch eine ganze Weile gedulden, bevor der Neue mit aggressivem Design und sparsamem Hybridantrieb zum Händler rollt.

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Fazit
Ford zeigt auf der Detroit Auto Show, wie der neue Mondeo aussieht. Anders als amerikanische Autokäufer müssen sich deutsche Kunden aber noch eine ganze Weile gedulden, bevor der Neue mit aggressivem Design und sparsamem Hybridantrieb zum Händler rollt.

Quelle: Autoplenum, 2012-01-09

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