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Testbericht

Stefan Grundhoff, 17. Februar 2009

Fiat bleibt seiner Tradition treu. Wie angekündigt präsentieren die Italiener auf dem Genfer Salon erstmals die Cabrioversion des erfolgreichen Frauenverstehers Fiat 500. Der 500C ist dabei eine hübsche Modelpackung. Ähnlich wie beim Vorbild aus den 50er Jahren ist er mehr Targa denn Cabriolet.

Ähnlich wie Mini versucht Fiat sein Kultmobil breit und kundenfreundlich aufzufächern. Zunächst kamen die Sportversionen Abarth und Abarth „esseesse“; jetzt folgt der von der Damenwelt bereits sehnlichst erwartete 500C. Wer jedoch auch grenzenlosen Sonnenspaß gehofft hatte, schaut in die Röhre. Das komplette Open-Air-Feeling kommt in dem 500er C nicht auf. Tür- und Fensterrahmen sowie C-Säule bleiben aus Gründen der Karosseriestabilität komplett stehen. Einzig das Stoffdach rollt auf Knopfdruck elektrisch nach hinten und lässt die Sonne ins Herz. Dabei verschwindet zumindest auch die Heckscheibe aus Glas. Die Rücksicht nach hinten wird bei herunter gelassenem Dach jedoch stark erschwert. Während man beim Auto aus dem polnischen Werk in Tichy selbst in den gewohnt tiefen Individualisierungs-Farbtopf greifen kann, stehen beim Dach zunächst drei Farbvariationen zur Wahl: schwarz, rot und elfenbein.

Technisch ist der 3,55 Meter lange 500C mit der geschlossen Version weitgehend identisch. Davon profitieren auch die Insassen. Ideal ist der Fiat für ein bis zwei Personen. Wer es drauf angelegt, kann im eng geschnittenen Fond auf einer Kurzstrecke zur Not auch einmal die Schwiegereltern seiner Wahl transportieren. Eine geänderte Schließkinematik sorgt dafür, dass sich der kleine Kofferraum auch bei zurückgefahrenem Dach komplett öffnen lässt. Für den Sonnenanbeter aus Turin stehen die von der Limousine bekannten Motorvarianten 1.2 8V (51 kW / 69 PS), 1.4 16V (73 kW / 100 PS) und 1.3 Multijet 16V (55 kW / 75 PS) zur Auswahl. Optional gibt es für die Benziner das automatisierte Schaltgetriebe Dualogic. Obligatorisch ist die Start-Stopp-Automatik. Der Basispreis für den Fiat 500C mit 69 PS dürfte bei unter 15.000 Euro liegen. Verkaufsstart sollte in diesem Sommer sein.

Quelle: Autoplenum, 2009-02-17

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