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auto-news, 2013-04-28

Mazda 3 MPS im Test: 260 PS starker Nippon-Sportler

4.0 von 5

Testbericht

Haar, 29. April 2013 - Der aktuelle Mazda 3 rollt nach gerade einmal vier Jahren schon wieder auf die Zielgerade zu: Noch 2013 will der japanische Hersteller die nächste Generation des Kompaktwagens vorstellen. Für die Abschiedstour hat sich zumindest das 260 PS starke Topmodell noch einmal herausgeputzt. Zahlreiche Karosserieteile in Grau Die sportliche MPS-Variante (Mazda Performance Series) geht nun mit diversen dunkel abgesetzten Karosserieteilen an den Start. War bislang nur der Kühlergrill grau ausgeführt, so sind ab sofort auch der untere Teil der Heckschürze und die serienmäßigen 18-Zoll-Leichtmetallräder in Anthrazit Metallic lackiert. Die Gehäuse der Außenspiegel sowie die Dachabschlussleiste unter dem Heckflügel sind jetzt schwarz gehalten. Diese wenigen, aber doch offensichtlichen Änderungen lassen den Mazda 3 MPS noch etwas aggressiver erscheinen. Dabei ist der 4,51 Meter lange Sportler ja ohnehin kein Vertreter des dezenten Auftritts. Muskulöse Schürzen, kräftige Schweller, ein großer Lufteinlass in der Motorhaube sowie der mächtige Dachspoiler sind weitere Beweise, dass der MPS keineswegs auf Understatement pocht. An Kraft mangelt es nicht Mit satten 260 PS unter der Haube kann der Nippon-Renner sich dieses Selbstbewusstsein auch leisten. Denn der zusammen mit dem CX-7 stärkste Serien-Mazda spielt in einer Liga mit Ford Focus ST (250 PS) und VW Scirocco R (265 PS). Beim Antrieb des Mazda 3 MPS setzt der Hersteller auf den bekannten Motor - einen nicht mehr ganz taufrischen Turbobenziner mit 2,3 Liter Hubraum und 380 Newtonmeter Drehmoment. Geschaltet wird über eine hin und wieder hakelige Sechsgangbox. An Kraft mangelt es dem Vierzylinder nicht. In zügigen 6,1 Sekunden geht‘s von null auf 100 km/h. Selbst auf der Autobahn bei Tempo 200 kann man stets noch eine Schippe draufpacken. Maximal sind 250 Sachen drin, dann wird der Vortrieb elektronisch abgeregelt. Nur knapp über dem Normverbrauch Bei Vollgas zerrt der Fronttriebler allerdings gewaltig an der Vorderachse, an der Lenkung machen sich Antriebseinflüsse bemerkbar. Gewünscht hätten wir uns zudem einen markanteren Sound, denn das Triebwerk heult bei höheren Drehzahlen nur zunehmend laut auf. Eine kleine Überraschung haben wir beim Verbrauch erlebt: Der Hersteller gibt nicht gerade sparsame 9,4 Liter pro 100 Kilometer an. In der Praxis war es dann tatsächlich nur ein halber Liter mehr. Dank Sportfahrwerk liegt der MPS beinahe wie ein Brett auf der Straße, alle Vor- und Nachteile inklusive. Kurven nimmt das Auto selbst bei hohem Tempo exakt. Der Alltagskomfort leidet hingegen unter der harten Federung. Die Insassen bekommen jede Bodenwelle und jede Querfuge zu spüren.

Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Schaltgetriebe
Motor Bauart:Reihen-Ottomotor mit Benzindirekteinspritzung und Turboaufladung
Hubraum:2.261
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:191 kW (260 PS) bei 5.500 UPM
Drehmoment:380 Nm bei 3.000 UPM
Preis
Neupreis: 28.390 € (Stand: April 2013)
Fazit

Wer einen umfangreich ausgestatteten Kompaktsportler mit viel Leistung für vergleichsweise günstiges Geld sucht, der kommt am Mazda 3 MPS kaum vorbei. Der 260-PS-Japaner geht richtig gut ab, allerdings wird die Leistung nicht ganz sauber auf die Vorderräder gebracht. Das Fahrwerk ist für den Alltag und lange Strecken etwas zu straff.

Testwertung
Quelle: auto-news, 2013-04-28