Predictive Powertrain Control: Bis zu vier Prozent weniger Kraftstoffverbrauch

Testbericht
Mit der Einführung von Predictive Powertrain Control geht Daimler Buses 2014 einen weiteren Schritt in Richtung noch mehr Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitiger Fahrerentlastung. Der „vorausschauende" Tempomat kennt die vor ihm liegende Topo¬grafie und vermeidet so die bislang systembedingten Schwächen eines automatischen Geschwindigkeitsreglers. Vor allem Steigungen, die natürlichen Gegner einer flotten und zugleich sparsamen Fahrt, kann der herkömmliche Geschwindigkeitsregler nicht vom Flachland unterscheiden. Doch Predictive Powertrain Control kann genau das.
Mit der Markteinführung des Fahrer-Assistenzsystems Predictive Powertrain Control bringt Daimler Buses die weltweit erste automatische Geschwindigkeitsregelung mit integriertem Getriebeeingriff für Reisebusse auf den Markt.
Predictive Powertrain Control greift in erster Linie bei der Berg- und Talfahrt ein. Damit kehrt das System den klassischen, systembedingten Nachteil eines herkömmlichen Tempomat-Systems nun in deutlich messbare Vorteile um: Voll beladene Reisebusse wie zum Beispiel die neue TopClass 500 fahren im Langstreckeneinsatz um bis zu vier Prozent sparsamer als Fahrzeuge mit einem klassischen Tempomaten.
Lediglich ein kompetentes Briefing für den Fahrer auf die „vorausschauenden" Fähigkeiten der „intelligenten" Geschwindigkeitsregelanlage muss stattfinden. Ob Busfahrer-Profis oder Gelegenheitsfahrer am Steuer, stets kommen die Predictive Powertrain Control-Testfahrzeuge mit weniger Dieseldurst über die Runden als die konventionell gefahrenen Vergleichsfahrzeuge.
Bei den Vergleichsfahrten auf typischen Fernverkehrsstrecken wie der Strecke Stuttgart - Hamburg - Stuttgart überzeugt das System zudem durch seine Fahrerfreundlichkeit. Die Tempomat-Bedienung unterscheidet sich nur minimal in einer TopClass ohne Predictive Powertrain Control.
Predictive Powertrain Control steht für eine neue Technik, die bereits im Fahrzeug vorhandene Technik mit externen Daten aus der Umgebung zusammenführt. Konkret geht es um die weitere Vernetzung intelligenter Fahrzeugrechner aus dem ohnehin schon umfassenden Steuerungssektor für Motor und Getriebe mit Steuerungsgrößen, die bislang nur der gut ausgebildete Fahrer in den Prozess einbringen konnte: das vorausschauende Fahren. Denn Profis wissen: Vor der Kuppe Fuß vom Gas. Das spart viel Sprit und kostet wenig Zeit. Der normale Tempomat weiß das nicht. Gute Fahrer wissen auch: Rechtzeitig vor der Steigung Tempo aufbauen. Das spart in der Steigung die eine oder andere Schaltung, senkt somit unter dem Strich den Dieselkonsum - und zugleich die Fahrzeit. Auch hier muss der Standard-Tempomat passen. (dpp-AutoReporter)




























