12Gebrauchtwagen.de12Neuwagen.de

Unsere Partnerseiten:

auto-reporter.net, 2013-12-13

Scania treibt EU-Forschungsprojekt zum automatisierten Kolonnenfahren voran

Testbericht

Scania - und damit der Mehrheitseigner Volkswagen - positioniert sich in der Führungsrolle beim mit 5,4 Millionen geförderten europäischen Companion-Projekt zur Realisierung des sogenannten „Platooning". Mit der englischen Bezeichnung  - aus der Welt des Militärs für eine kleine taktische Kampfeinheit, also einen Zug - ist eine Variante des automatisierten Fahrens gemeint,  die man auch als Lkw-Fahrgemeinschaft im Gänsemarsch beschreiben kann.

In der Kolonne gibt das erste Fahrzeug mit der Wahl von Spur und Geschwindigkeit den Takt an. Die folgenden Fahrzeuge fahren jeweils im Windschatten des vorausfahrenden Fahrzeugs. Das optimiert gleichmäßig den verfügbaren Straßenraum und der verminderte Luftwiderstand sorgt für erhebliche Kraftstoffersparnis.

Feldversuche des Scania-Transportlabors haben gezeigt, dass sich bei Tempo 80 und Abständen von drei Sekunden zwischen den Fahrzeugen Einsparungen von zwei Prozent, bei Abständen von zwei Sekunden fünf Prozent erreichen lassen. Die Initialzündung zu der umweltfreundlichen Idee liefert die Vorgabe der EU, bis 2020 die Treibhausgase um 20 Prozent zu senken. Der Schwerlastverkehr stößt derzeit 17 Prozent der CO2-Emissionen aus.

In den ersten Ausbaustufen des Kolonnenmanagements müssen die Fahrer ihre Fahrzeuge selbst lenken und in der Spur halten. Die Steuerung der Geschwindigkeit und das Bremssystem übernimmt hingegen ein Assistenzsystem. Technologisch basiert dieses System auf der Scania Abstandsregelung (ACC). Die Fahrzeuge stehen beim Platooning über ein drahtloses Funknetzwerk (WLAN) miteinander in Verbindung und tauschen permanent Daten wie GPS-Position, Motordrehzahl, Geschwindigkeit, Lenkradeinschlag und die Stellungen von Brems- und Gaspedal aus. Diese Daten werden dann jeweils im eigenen Fahrzeug synchronisiert. Drückt der Fahrer vorne aufs Tempo, ziehen auch die anderen Fahrzeuge nach. Bremst das vordere Fahrzeug, bremsen auch die nachfolgenden Fahrzeuge.

Es steht allerdings noch der Segen der Gesetzgeber der EU aus. So müssen die Verordnungen zugunsten des deutlich verringerten Fahrzeugabstands zwischen Lkw neu gefasst werden. Denn je kürzer der Abstand, desto höher die Dieselersparnis - und ohne drahtlose Kommunikation zwischen den Fahrzeugen geht natürlich Nichts. Und ohne partnerschaftliches Verhalten auch nicht, wenn andere Verkehrsteilnehmer durch den verkürzten Sicherheitsabstand auf eine Autobahnabfahrt abbiegen wollen. (dpp-AutoReporter/wpr)

Quelle: auto-reporter.net, 2013-12-13
Geteste Modelle
Für diesen Testbericht sind keine passenden Modelle vorhanden.