Seat Leon FR 2.0 TFSI im Test
Testbericht
Starnberg, 12. Januar 2012 - Zahlreiche Landstraßen und eine Autobahn ohne Tempolimit laden geradezu zum sportlichen Fahren ein. Die Teststrecke rund um den Starnberger See ist wie geschaffen für unseren Seat Leon, genauer gesagt für den 2.0 TFSI in der FR-Version mit 211 PS - dem spanischen Golf GTI. Das Kürzel "FR" steht dabei für Formula Racing - Rennsport für die Straße also. Und genau so fühlt sich der Kraftprotz aus Katalonien auch an. Was uns das Seat-Team zuvor verschwiegen hat: Der Leon FR ist ein richtiger Spaßmacher und es besteht Suchtgefahr. Jagdrevier Landstraße Los geht es aber zunächst einmal im Stadtverkehr und da verhält sich der 2.0 TFSI ruhig. Von seinem Temperament spüren wir noch nichts. Sobald aber das durchgestrichene Ortschild kommt, zeigt der Leon FR seine ganze Stärke. Das Vierzylinder-Triebwerk vom Mutterkonzern VW bugsiert den fünftürigen Kompaktwagen in 6,9 Sekunden auf Tempo 100. Das maximale Drehmoment von 280 Newtonmeter liegt zwischen 1.700 und 5.200 Touren an. Die Kraft wird auf die vorderen Räder übertragen, die den Seat wie auf Schienen über den kurvigen Asphalt ziehen, ohne dass dieser selbst auf unebenem Boden die Haftung verliert. Das straff abgestimmte Fahrwerk lässt den Leon FR förmlich am Boden kleben, die Federung ist dabei aber nicht zu hart. Wahlweise mit Schaltung oder DoppelkupplungsgetriebeSeat bedient sich bei den Getriebevarianten ebenfalls aus dem VW-Regal. Die Sechsgang-Schaltung verfügt über kurze und leichtgängige Schaltwege. Beim Doppelkupplungsgetriebe DSG - ebenfalls mit sechs Gängen - sind die Schaltvorgänge kaum zu spüren. Im Sportmodus der Automatikvariante hängt der kompakte Spanier gut am Gas und reagiert spontan auf neue Befehle. Lediglich im normalen Modus fährt der Leon mit DSG etwas zu untertourig - ein leises, tiefes Brummen begleitet die Passagiere durch den Stadtverkehr. Trotz niedriger Drehzahlen mit DSG-Getriebe ist der Leon FR mit Handschaltung sparsamer. Auf 100 Kilometer benötigt der Kompakte laut Seat 7,5 Liter in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe und 7,3 mit manueller Schaltung. Wir sind bei sehr sportlicher Fahrweise - dem Fahrspaß geschuldet - mit beiden Getriebevarianten auf über zwölf Liter gekommen. Bei gezügelter Fahrweise sind die angegebenen Verbrauchswerte von Seat aber durchaus realisierbar.
| Antrieb: | Frontantrieb |
|---|---|
| Anzahl Gänge: | 6 |
| Getriebe: | Schaltung |
| Motor Bauart: | Ottomotor |
| Hubraum: | 1.984 |
| Anzahl Ventile: | 4 |
| Anzahl Zylinder: | 4 |
| Leistung: | 155 kW (211 PS) bei 5.300 UPM |
| Drehmoment: | 280 Nm bei 1.700 bis 5.200 UPM |
Auf der Landstraße ist der Spaßfaktor mit dem Seat Leon FR hoch. Der Spanier klebt auf dem Asphalt und der 211 PS starke Vierzylinder reagiert spontan auf jeden Gasbefehl. Lenkung und Fahrwerk sind perfekt auf sportliches Fahren abgestimmt. Die Dämpfung ist dabei aber nicht zu hart und so macht der Seat auch in der Stadt eine gute Figur. Bei moderatem Fahrstil sind weniger als acht Liter durchaus realistisch. Sowohl das Doppelkupplungsgetriebe (DSG), als auch die Sechsgang-Schaltung haben uns sehr gut gefallen. Aufgrund des Sportmodus mit Zwischengas würden wir uns aber für das DSG entscheiden. Der geringe Einstiegspreis und eine umfangreiche Serienausstattung machen den Seat zu einem wahren Volkssportler.





























