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Testbericht

Stefan Grundhoff, 19. Oktober 2019
Toyota legt seinen Yaris neu auf. Das Design der vierten Generation ist frischer denn je und zukünftig soll der Hybridantrieb etwas mehr Dynamik zeigen.

Wenn ein Fahrzeug seine Weltpremiere feiert, können sich die internationalen Autohersteller zumeist nur schwer zurückhalten, neben dem Design auch die technischen Neuerungen und den Antrieb in die Welt hinauszutragen. Anders bei Toyota. Die Japaner sind zwar stolz auf ihren neuen Kleinwagen Yaris und dessen schickes Design, doch beim Antrieb hält man sich überaus bedeckt. Zentraler Motor wird auf den meisten Märkten ein neu entwickelter 1,5 Liter großer Dreizylinder-Sauger sein, der an einen Elektromotor gekoppelt ist. Offizielle Leistungsdaten? Fehlanzeige. Immerhin gibt es die Aussage, dass das neue Antriebspaket über 15 Prozent mehr Systemleistung verfügen soll und der Verbrauch um 20 Prozent gesunken ist.

Bisher war der Toyota Yaris mit zwei Benzinmotoren auf dem Markt, die schmale 72 PS (1,0 Liter) und deutlich flottere 111 PS (1,5 Liter) in sich trugen. Besonders beliebt war jedoch der mindestens 18.590 Euro teure Toyota Yaris Hybrid, der mit einer Systemleistung von 74 kW / 100 PS zwar eigentlich ausreichend motorisiert war, jedoch durch die müde Abstimmung von Motor und stufenlosem Getriebe allzu träge wirkte. Der Normverbrauch: sparsame 3,7 Liter. Hier hat Toyota beim neuen Modell nachgelegt und legt Wert darauf, dass der Dreizylinder der neuen Generation spürbar reaktionsschneller arbeitet und so den Insassen mehr Fahrfreude bereiten soll. Im neuen Yaris feiert nun die vierte Generation der Hybridtechnologie von Toyota ihr Debüt. Der 1,5-Liter-Antriebsstrang leitet sich dabei von den 2,0- und 2,5-Liter-Systemen von Corolla, RAV4 oder Camry ab. Eine 15prozenzige Leistungssteigerung hieße 115 PS Systemleistung und rund 130 Nm maximales Drehmoment.

Im Vergleich zur internationalen Konkurrenz verzichtet Toyota scheinbar auch weiterhin beim Yaris Hybrid auf einen Turbomotor und so muss der Dreizylinder mit einer variablen Ventilsteuerung und Saugtechnik auskommen. Wie bei anderen Dreizylindern im Wettbewerbsumfeld soll eine Ausgleichswelle dabei den Geräuschkomfort und die Laufruhe verbessern. Auf einigen Märkten wird es weiterhin Versionen mit 1,0 und 1,5 Litern Hubraum ohne Hybridantrieb geben und unverändert ist der Toyota Yaris nicht mit einem Plug-In-Hybrid-Antrieb zu bekommen, was längere Fahrstrecken im rein elektrischen Modus verhindert. Immerhin wurde die bisher verwandte Nickel-Metallhydrid-Batterie gegen einen zeitgemäßen Lithium-Ionen-Akku ersetzt, die knapp 30 Prozent leichter ist und ihre Leistung schneller abgeben kann, was sich bei besseren Fahrleistungen bemerkbar machen soll.

Der neue Toyota Yaris wurde auf der neuen TNGA-Plattform (Toyota New Global Architecture) konstruiert und baut dabei auf der GA-B-Plattform auf. Während die Außenabmessungen (minus fünf Millimeter) nahezu identisch blieben, wurde der Radstand um fünf Zentimeter verlängert, was dem Innenraum zugutekommen soll. Zudem sorgt das zusammen mit einer verbreiterten Spur für ein besseres Fahrverhalten. Da die Insassen tiefer als im Vorgänger sitzen, konnte die Dachlinie um vier Zentimeter gesenkt werden. Im Innenraum gibt es nicht nur übersichtliche Instrumente und einen zentralen Touchscreen in der Mitte der Armaturentafel, sondern auch ein optionales Head-Up-Display, das die wichtigsten Informationen wie Tempo, Navigationsempfehlungen oder Verkehrszeichen ins Blickfeld des Fahrers projiziert. Marktstart für den neuen Toyota Yaris sollte im zweiten Quartal 2020 sein. Die Preise dürften für die Hybridversion bei rund 20.000 Euro beginnen.
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Quelle: Autoplenum, 2019-10-19

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