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auto-reporter.net, 2011-07-23

Ungewisse Zukunft der Formel 1 auf dem Nürburgring

Testbericht

Die erste „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ mit ihren vielen Kurven und Sprunghügel, galt rund 50 Jahre in ihrer ursprünglichen 22,81 km langen Nürburgring Nordschleifen-Variante als der schwierigste Grand Prix Rennstrecke der Welt. Nach dem Feuerunfall von Niki Lauda beim GP von Deutschland 1976 kehrte die Formel 1 dem „Ring“ den Rücken. Grund: Die Autos und ihre Fahrer waren der Strecke nicht mehr gewachsen. Zusätzlich wurde dieses Rennen vom schweren Feuerunfall Niki Laudas überschattet, der aber nicht – wie immer noch erzählt wird – ursächlich für die endgültige GP-Verlegung nach Hockenheim war.

Erst nach achtjähriger Pause kehrte die Formel 1 kurzfristig zurück auf den Nürburgring – eröffnet wurde der neue Grand Prix Kurs am 12. Mai 1984. Den Grand Prix von Europa am 7. Oktober 1984 gewann der Franzose Alain Prost (McLaren). Doch ab 1986 startete die Formel 1 auf dem Hockenheimring. Trotz des vorübergehenden Verlustes der Formel 1 wurde der 60. Geburtstag des Nürburgring im Jahre 1987 mit optimistischem Blick in die Zukunft gefeiert. Und erst nach einer 10-jährigen Pause startete die Formel 1 im Jahre 1995 wieder auf dem Nürburgring: Am 1. Oktober 1995 konnte Michael Schumacher (Benetton-Renault) als erster deutscher Rennfahrer einen Formel 1-WM Lauf auf dem Nürburgring gewinnen.

Nachdem sich der Hockenheimring und der Nürburgring im Wechsel das Formel-1-Spektakel geleistet haben, droht ab 2012 das Aus für die traditionellen Eifelstrecke – die finanzielle Fordergrund scheint kaum noch tragbar zu sein. Derzeit wird mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone um einen neuen Vertrag, zu deutlich reduzierten Kosten gekämpft. Ansonsten kann sich der Nürburgring die Königsklasse nicht mehr leisten. „Wir wollen die Formel 1 am Nürburgring halten, das hat auch das Land immer klar gesagt, aber zu einem anderen Preis“, gab Jörg Lindner, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive, bekannt. Der Grand Prix von Deutschland ist 2011 das letzte F1-Rennen nach dem aktuellen Vertrag mit Ecclestone. Klar ist, dass sich in Zukunft das Land Rheinland-Pfalz als 90-prozentiger Teilhaber der Nürburgring GmbH die Verluste in Millionenhöhe nicht mehr erlauben kann.

Fakt ist, der Nürburgring gehört zu den schönsten Rennstrecken der Welt und insbesondere die Nordschleife, „die Emotionen halten sich auf den neuen Strecken meist in Grenzen“, sagt Jochen Mass, der von 1973 bis 1982 Formel-1-Rennen gefahren ist. Noch heute wurmt es den ehemaligen McLaren-Pilot Mass, dass er 1976 als erster Deutsche den letzten Grand Prix auf dem Nürburgring hätte gewinnen können. „Ich war auf dem besten Weg“, erinnert er sich. Doch wegen des schwere Unfalls von Niki Lauda wurde das Rennen unterbrochen; Mass belegte Platz drei. „Ich habe ein Liebesverhältnis mit dieser Rennstrecke. Eine Runde auf der Nürburgring-Nordschleife gab mir mehr als manche Strecken über den gesamten Rennverlauf“, erinnert sich Jochen Mass gerne zuzrück, der heute lieber in seiner Mercedes-Benz Limousine reist als schnelle Runden über Rennstrecken dreht.

Auch am Wochenende des GP von Deutschland ist Jochen Mass, der bei McLaren Teamkollegen von Emerson Fittipaldi und James Hunt war, beim Formel 1 Grand Prix am Nürburgring in der Eifel. Als Präsident des Klubs ehemaliger Grand Prix Piloten der Formel 1 informiert er Gäste des Paddock Clubs über die Formel 1 von gestern und heute. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)   

Quelle: auto-reporter.net, 2011-07-23
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