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auto-reporter.net, 2012-10-10

Vorstellung Fiat 500 L: Kompakt und vielseitig

5.0 von 5

Testbericht

Sehr spät reiht sich Fiat ab 20. Oktober mit seinem neuen 500 L in den Kreis der Minivan-Anbieter ein. Umso verwunderlicher, da die Italiener für sich reklamieren, mit dem 600 Multipla im Jahr 1956 das Segment der Minivans begründet, aber später eben nicht fortgeführt zu haben. Doch ein Neustart ist schließlich besser als gar keiner. Und wenn der auch noch gelungen ausfällt wie jetzt beim größten „Cinquecento“ aller Zeiten, dürfte sich Fiat wohl einen ordentlichen Verkaufsanteil in diesem Segment sichern können.Wobei Größe bekanntlich relativ ist. Denn mit einer Länge von 4,14 Metern, einer Breite von 1,78 Metern und einer Höhe von 1,66 Metern ist der vollwertige Fünfsitzer sehr kompakt. Gleichzeitig haben die Fiat-Stilisten erfolgreich versucht, charakteristische Designelemente des dreitürigen 500 zu übernehmen, um die Zugehörigkeit zu dieser Baureihe zu unterstreichen. Dies wird besonders deutlich an der Front, die ebenfalls getrennte Leuchten für Fahr- und Standlicht, eine zentrale Chromspange mit dem Fiat-Emblem sowie einen Lufteinlass unterhalb des Stoßfängers aufweist.Sehr großzügiger InnenraumUnbestrittene Größe beweist der 500 L dann aber im Innenraum, wo fünf Erwachsene ausreichend Platz finden und selbst das Ladeabteil mit einem Volumen von 400 Litern genügend Platz für das Gepäck bietet. Möglich wurde dies, da sich die Fahrgastzelle praktisch über die gesamte Fahrzeuglänge zieht und die Sitze von Fahrer und Beifahrer weit vorn positioniert sind. Außerdem wurden die Räder weit nach außen gerückt und die Karosserie leicht angehoben, sodass eine tiefere als übliche Anordnung der Antriebstechnik möglich wurde.Der höhenverstellbare Sitz und das längs- sowie höhenverstellbare Lenkrad lassen auch größeren Fahrern schnell eine bequeme Sitzposition finden, und die leicht erhöhte Sitzposition ermöglicht zusammen mit großzügig gezeichneten Fensterflächen einen guten Rundum-Blick. Alle Schalter, Drehknöpfe und Drucktaster sind ergonomisch ohne Fehl und Tadel angeordnet, die Bedienung erfolgt intuitiv.Verschiebbare RücksitzbankDie Rücksitzbank lässt sich mit einem Handgriff längs verschieben. Nach hinten, um den Fond-Passagieren mehr Knieraum zu verschaffen. Nach vorne, um den Kofferraum zu vergrößern. Ebenfalls sehr leicht lässt sich die zweite Sitzreihe komplett falten und nach vorn klappen. Dadurch entsteht eine ebene, geräumige Ladefläche, die leicht zu befüllen ist. Optional kann zudem die Rückenlehne des Beifahrersitzes flach nach vorne geklappt werden, sodass Gegenstände mit einer Länge von bis zu 2,40 Metern transportiert werden können.Insgesamt ermöglichen nach Fiat-Angaben die Verstellmöglichkeiten der Sitze sowie die zahlreichen Ausstattungselemente rund 1.500 unterschiedliche Konfigurationen für den Innenraum, der dank der großen Fensterflächen hell und großzügig wirkt. Dieser Effekt kann noch verstärkt werden, wenn man ein 1,5 Quadratmeter großes Glasdach ordert.Sparsamer Zweizylinder-TurbobenzinerZum Verkaufsstart stehen drei Triebwerke zur Verfügung. Die beiden Benziner, der 0.9 TwinAir Turbo mit 77 kW/105 PS und der1.4 16 V mit 70 kW/95 PS, erfüllen bereits jetzt die zukünftige Emissionsnorm Euro 6, wobei der überarbeitete Zweizylinder-Turbomotor mit einem CO2-Wert von 112 g/km eine neue Bestmarke im Segment aufstellt. Die Selbstzünder-Abteilung vertritt der 1.3 16V Multijet Turbodiesel, der 63 kW/85 PS leistet. Bei ersten Fahrten erwies sich das Zweizylinder-Aggregat als drehfreudig und angenehm zu fahren. Zur Wahl stehen die vier Ausstattungsvarianten Pop, Easy, Pop-Star und Lounge zu Grundpreisen zwischen 15.900 und 20.700 Euro, wobei bereits in der Basisversion mit u.a. sechs Airbags, ESP inklusive Antriebsschlupfregelung sowie einer elektrischen Servolenkung zumindest die Sicherheitsausstattung für diese Klasse sehr ordentlich ist. Einen größeren Verkaufsanteil dürfte aber die Variante Easy (ab 17.400 Euro) erreichen, bei der u.a. zusätzlich eine Klimaanlage, das Multimediasystem Uconnect und eine Geschwindigkeitsregelanlage Serie ist. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)Weitere Fotos unter UnitedPictures.com.

Testwertung
Quelle: auto-reporter.net, 2012-10-10