Wörthersee 2011: Das Golf Cabriolet überraschte
Testbericht
Eine Weltpremiere am Wörthersee anlässlich des 30. GTI-Treffen, das war eine echte Überraschung: Mit dem Golf GTI Cabriolet Concept präsentierte VW die erste, jemals offiziell gebaute offene Version der Ikone. Während das neue Golf Cabriolet bereits bestellbar werden kann, ist das Golf GTI Cabriolet Concept „noch“ eine Studie. „Aber was für eine und vielleicht wird der offene GTI ja auch mal gebaut?“, war am Rande des legendären GTI-Festivals zu hören. Schon optisch will der in glutrotem Metallic-Lack vorgestellte Open-Air-GTI eigene Wege gehen. Hier sind die in glänzend schwarzem Klavierlack gehaltenen Anbauteile ein Blickfang. Und auch den Front- und Heckspoiler oder die Seitenschweller im Stile der im Motorsport eingesetzten Splitter zeigen dies eindrucksvoll. Auffällig: Die Nebelscheinwerfer des GTI mussten einer Luftführung für die Beatmung der im Cabriolet eingesetzten Hochleistungsbremsanlage weichen.
Der offene GTI steht auf Reifen der Dimension 235er mit schwarz-silbernen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Sie stehen besonders satt in den Radhäusern, da dieser Golf GTI durch ein Gewindefahrwerk abgesenkt wurde. Ebenso wie die in Rot lackierten Bremssättel mit schwarzem GTI-Logo bleibt das Gewindefahrwerk vorerst nur der Studie vorbehalten. Sollte der offene Golf GTI an den Start gehen, gehören diese sportlichen Detail nicht zur Serienausstattung. Dagegen liegen die Fahrleistungen des Cabrios mit dem 210 PS (155 kW) starken GTI-Motor auf dem Niveau des geschlossenen GTI – also knapp 240 km/h schnell und in sieben Sekunden auf Tempo 100 km/h.
Als eine weitere Premiere wurde der Golf R Cabriolet Concept am Wörthersee gefeierte. Die Designer und Ingenieure der Volkswagen R GmbH, der sportlichen Konzern-Tochter aus Wolfsburg, brachten mit dem Golf R Cabriolet ihren ganz speziellen Golf nach Österreich. Wie der geschlossene Bruder arbeitet hier der 2,0-Liter Vierzylinder-Turbomotor mit 270 PS (199 kW) unter der Haube. Mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist das Golf R Cabriolet der schnellste offene Golf aller Zeiten. Aber noch beeindruckender ist die enorme Durchzugskraft des Motors: Mit 350 Newtonmeter ab 2.500 U/min macht dieses Cabriolet auch beim Cruiser Spaß, insbesondere mit dem Doppelkupplungsgetriebe (DSG).
Ebenso wie das Golf GTI Cabriolet könnte auch der offene Golf R als Serienmodell an den Start gehen. Jedenfalls dürfte der erste Auftritt am Wörthersee als Test zum Kundeninteresse gewertet werden. Zumindest könnte eine Kleinserie des Golf R Cabriolets ein interessantes Angebot werden, dass auch aus wirtschaftlicher Sicht für die Volkswagen R GmbH nicht zu verwerfen sein dürfte. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)






























