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Testbericht

Elfriede Munsch/SP-X, 20. Mai 2020
SP-X/Köln. Der Ford Fiesta gehört mittlerweile zu den Urgesteinen im Kleinwagen-Segment. Seit 1976 prägt der Kleine bereits über acht Generationen hinweg das deutsche Straßenbild. Wie andere Kleinwagen auch gelang dem Kleinen die Metamorphose vom spartanisch ausgestatteten Basisauto hin zu einem Mini-Me der größeren Modellgeschwister. Die siebte Generation (Typ JA8, 2008 bis 2017) gibt sich in letzterer Hinsicht schon ziemlich erwachsen. Karosserie und Innenraum: Der Fiesta der siebten Generation ist als Drei- oder Fünftürer erhältlich. Auch die sportliche Variante ST gibt es seit 2016 nicht ausschließlich mit drei Türen, sondern auch in der praktischen Variante mit fünf Türen. Beim Design orientiert sich der Kleinwagen an Focus und Mondeo, ein Mauerblümchen ist er auf jeden Fall nicht. Innen geht es halbwegs geräumig zu, das Platzangebot des knapp vier Meter langen Fahrzeugs ist zumindest für Fahrer und Beifahrer gut. Der Fiesta punktet mit bequemen Sitzen. Die Rundumsicht gestaltet sich dank der kleinen Seitenfenster und der flachen Heckscheibe eher schwierig. Nicht immer einfach ist es, die vielen Schalter und Knöpfen in der Mittelkonsole die richtige Anwendung zuzuordnen. Hier muss man einfach ausprobieren und ein Gefühl für die wichtigen Bedieneinheiten entwickeln. Die Rücksitzbank lässt sich bei allen Modellvarianten im Verhältnis 60:40 geteilt umklappen, das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 281 und 979 Liter. Für Lieferdienste und Handwerker gab es seit 2012 auch eine Kastenversion, der bis zu 1.000 Liter Ladevolumen bot. Anfang 2013 erhielt der Fiesta ein Facelift. Unter anderem wurden die Materialauswahl im Innenraum verbessert und die Bedienelemente überarbeitet.Motoren und Antrieb:Bei den Motoren muss man die Zeit vor und nach dem Facelift in Betracht ziehen. Vor 2013 sind Benziner mit 1,4- und 1,6-Liter-Hubraum im Angebot, die ein Leistungsangebot von 71 kW/96 PS bis zu 99 kW/134 PS abdecken. Die Selbstzünder kommen auf 51 kW/70 PS (1.4 TDCI) sowie je nach Baujahr auf 55 kW/75 PS, 66 kW/90 PS oder 70 kW/95 PS (1.6 TDCI). Für die Kraftübertragung sorgt jeweils ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Nur für den 1,4-Liter-Benziner mit 96 PS gibt es alternativ eine Viergang-Automatik. Mit dem Facelift haltenneben einem Einliter-Dreizylinder mit 48 kW/65 PS und 59 kW/80 PS auch die Drei- und Vierzylinder-Ecoboost-Motoren mit 1,0 und 1,6 Liter Einzug in den Fiesta. Die kleinen Turbos kommen auf 74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS und 103 kW/140 PS. Wer es richtig krachen lassen möchte, ist bei den ST-Varianten richtig. Der 1,6-Liter-Vierzylinder Turbo leistet als „ST“ 134 kW/182 PS und als „ST200“ 147 kW/200 PS. Bei den „GTI“-Alternativen ist ein manuelles Sechsgang-Getriebe für knackige Schaltvorgänge zuständig, bei den anderen Aggregaten kommt standardmäßig ein manuelles Fünfgang-Getriebe zum Einsatz, für den 1.4er mit 100 PS optional auch ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Über die ganze Produktionszeit des Fiesta stand der 1,25-Liter-Vierzylinder-Basis-Benziner zur Wahl, der in den zwei Ausbaustufen mit 44 kW/60 PS und 60 kW/82 PS angeboten wurde. Dito ist eine 68 kW/92 PS starke Version mit Flüssiggas im Angebot gewesen. Ausstattung und Sicherheit: Auch beim Fiesta hängt das Wohlfühleffekt von der gewählten Ausstattungslinie ab. Von einfach bis komfortabel ist alles dabei; wer es sportlich mag, kann auch nach der „ST-Line“ Ausschau halten. Eine Klimaanlage gehört standardmäßig erst ab dem Komfortniveau Ghia zum Serienumfang. Bei seinem Debüt erreichte der Fiesta beim Euro-NCAP-Crashtest fünf Sterne. Natürlich waren die Anforderungen damals anders als bei heutigen Kleinwagen. Frühe Modelle sind lediglich mit vier Airbags ausgerüstet, nach dem Facelift kommt der vorher optionale Kopf-Schulter-Airbag zum Serienumfang hinzu. Auch ein Notbremsassistent gehört seit der Frischzellenkur zur Standardausstattung. Für diese Klasse ungewöhnlich: Ford bietet für die Modelle ab 2013 einen programmierbaren Schlüssel an. Damit können etwa Eltern Funktionen wie Höchstgeschwindigkeit und Radiolautstärke limitieren und zudem verhindern, dass Assistenzsysteme deaktiviert werden.Qualität: Der Fiesta der siebten Generation macht beim TÜV einen guten Eindruck. Allerdings hat er auch Schwachpunkte. Dazu zählen die Lenkgelenke beim Fahrwerk und auch Probleme bei der Beleuchtungsanlage (falsche Einstellungen und defekte Leuchtmittel). Bei älteren Fahrzeugen sollten Interessenten auf die Auspuffanlage achten. 2011 rief Ford den Kleinen wegen undichten Bremsleitungen, schadhaften Hinterachsen sowie zerbröselnden Auspuff-Anlagen bei Diesel-Motoren in die Werkstätten. Fazit: Das Gebrauchtwagen-Angebot ist groß. Mit ein wenig Umsicht und Nachschauen findet man sicherlich ein gut erhaltendes Fahrzeug. Modelle aus der Anfangszeit stehen in den Online-Gebrauchten-Portalen für rund 1.500 Euro. Wenn es etwas weniger alt sein darf: Fahrzeuge nach 2013 kosten ab rund 3.000 Euro. Die seit 2013 beziehungsweise 2016 erhältlichen ST und ST200-Krawallos muss man mindestens 8.000 und 14.000 Euro anlegen. Kleinwagen sind bei Fahranfängern beliebt. Ist das Budget knapp, kommen gebrauchte ins Spiel. Beim Ford Fiesta der siebten Generation ist die Auswahl recht groß. 
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Fazit
Kleinwagen sind bei Fahranfängern beliebt. Ist das Budget knapp, kommen gebrauchte ins Spiel. Beim Ford Fiesta der siebten Generation ist die Auswahl recht groß. 

Quelle: Autoplenum, 2020-05-20

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