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auto-reporter.net, 2012-10-29

15 Jahre Toyota-Vollhybridtechnik: Einst belächelt, heute anerkannt

Testbericht

Als Toyota 1997 – also vor 15 Jahren - mit dem Prius sein erstes Vollhybrid-Modell einführte, zweifelten viele Experten am Erfolg der neuen Antriebstechnik. Dieses Experiment, so die vorherrschende Meinung, würde schnell beendet sein, könne man durch den hohen Anschaffungspreis, nicht optimales Fahrvergnügen und das Weglassen so manch liebgewordener Komfort-Features doch wohl nur einige Öko-Freaks begeistern. Nun, das war ein großer Irrtum. Denn mit inzwischen über 4,4 Millionen verkauften Hybrid-Fahrzeugen und einem Angebot in praktisch jeder Fahrzeugklasse ist Toyota nicht nur unangefochten die Nummer Eins bei der Vollhybrid-Technik, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich.Beschwerlicher AnfangDazu brauchte es allerdings einen langen Atem. Denn in den ersten Jahren, 1997 wurden lediglich knapp 400 Fahrzeuge verkauft, konnte der Prius mit seiner Kombination aus Benzin- und Elektromotor weltweit lediglich in homöopathischer Dosierung abgesetzt werden und kostete Toyota viel Geld. Doch die Japaner verzagten nicht, entwickelten das Antriebskonzept kontinuierlich weiter und erweiterten das Angebot auch im Hinblick auf die Diesel-Antipathie in den USA und Japan in Lexus-Modellen. Durch deren höhere Preis-Positionierung wurde zudem der finanzielle Zuschuss deutlich verringert.Erste Million nach zehn Jahren erreichtZehn Jahre später konnte jedoch das erste Jubiläum gefeiert werden, die 1-Millionen-Grenze wurde überschritten. Nach weiteren 27 Monaten waren es bereits zwei Millionen verkaufte Hybride, und für die Erreichung der 3-Millionen-Marke benötigte man nur noch 18 Monate und für die vier Millionen noch weniger. In diesem Jahr liegt das Ziel bei knapp einer Million Verkäufen, ab 2013 sollen es dann jährlich über eine Million werden.Den größten Anteil daran hat der jetzt in der dritten Generation erheblich verbesserte Prius mit fast 2,8 Millionen Exemplaren, doch auch die Lexus-Modelle RX 450h (251.367 Einheiten), CT 200h (110.103), GS 450h (29.539) und selbst das Flaggschiff LS 600h (27.683) haben daran ihren Anteil. Dass die Verkaufskurve immer schneller nach oben zeigt, liegt aber auch daran, dass Toyota in letzter Zeit die Hybrid-Technik in den Volumenmodellen Yaris (205.000) und Auris (65.700) einführte sowie die Prius-Familie mit dem Kombi Prius (197.478) und aktuell mit dem Prius Plug-in erweiterte.Shooting-Star Yaris HSDUnd auch in Deutschland ist man längst aus dem Baby-Alter heraus. Vom Prius wurden bislang 28.155 Einheiten abgesetzt, vom Lexus RS 450h 8.759 und vom Auris HSD 8.752. Shooting-Star ist allerdings der Yaris HSD, der innerhalb von knapp vier Monaten nach Verkaufsstart bereits 6.262 Käufer fand. Das sind noch keine weltbewegenden Zahlen im Vergleich zu VW Golf oder Opel Corsa. Doch der Trend in der Klein- und Kompaktklasse nach verbrauchsärmeren Fahrzeugen mit Hybrid-Antrieb ist deutlich. Und da kann es nicht schaden, wenn man über derzeit einen Marktanteil von 84 Prozent verfügt.Damit das in etwa so bleibt, wird Toyota seine Hybridflotte weiter ausbauen. Bis Ende 2015 sollen 21 neue und überarbeitete Modelle eingeführt und auch noch die letzten Lücken im Angebot geschlossen werden. Unter anderem mit einem Mini und mit einem sportiven Mittelklasse-Coupé. Darüber hinaus ist die Errichtung einer Batterieproduktion in Europa geplant. Das ist auch notwendig, da mehr und mehr Hersteller inzwischen ebenfalls auf die Hybrid-Technik setzen und die Kapazitäten nicht unbegrenzt sind. Gleichgültig ob bei der Nickel-Metallhydrid- oder bei der kompakter bauenden Lithium-Ionen-Batterie, die Toyota für sich erstmals im Prius einsetzt. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)   

Quelle: auto-reporter.net, 2012-10-29
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