Audi R8 LMS ultra: GT3-Sportwagen bekommt einen Nachfolger
Testbericht
Auch wenn er seine Sache gut gemacht hat, bekommt Audis GT3-Sportler R8 LMS einen Nachfolger. Im März tritt der Audi R8 LMS ultra an. Und die Spuren, die sein Vorgänger hinterlassen hat, sind bemerkenswert: In nur drei Jahren haben die Kunden eines R8 LMS 115 Rennen und zwölf nationale und internationale Titel gewonnen. Entsprechend groß die Herausforderung der Spezialisten bei der quattro GmbH, die seit dieser Saison das Kundensport-Programm in ihrer Regie hat, diesen Erfolgstypen zu toppen.Verbesserungen im DetailAnregungen und Wünsche für den R8 LMS ultra kamen auch von den Kundenteams. Entsprechend weiterentwickelt wurde der R8 LMS in vielen Details. So bestehen die neuen Türen beispielsweise aus dem Werkstoff CFK (carbonfaserverstärkter Kunststoff); in Verbindung mit hoch energieabsorbierenden neuen Crashschäumen reduzieren sie das Gewicht des Rennwagens weiter und erhöhen zudem noch einmal die passive Sicherheit. Anteil daran hat auch der von Audi entwickelte und sofort zur Serienausstattung gehörende PS1-Sicherheitssitz, der die vorgeschriebenen Mindestanforderungen bei Extrembelastungen deutlich erfüllt.Überarbeitet wurde auch das Getriebe, es erhöht die Reserven auf langen Distanzen. Eine neue Abgasanlage mit Rennkatalysatoren soll die Motorcharakteristik verbessern, sodass der V10-Mittelmotor bei niedrigeren Drehzahlen nun noch mehr Drehmoment zur Verfügung hat. Das 5,2-Liter-Aggregat leistet bis zu 419 kW (570 PS). Basis ist das in Ungarn gebaute Serientriebwerk. Die bislang üblichen Laufleistungen des Rennmotors im Kundenbetrieb von bis zu 20.000 Kilometern sollen auch weiterhin problemlos erreichbar sein.Optimierte LuftzufuhrFür eine optimierte Kühlung haben die quattro-Techniker den Motorölkühler vergrößert, und neben dem Getriebeölkühler ist in der Fahrzeugmitte nun auch ein Ölkühler für die Lenkhydraulik untergebracht, der zuvor im Bug saß. Die für den Audi R8 so charakteristischen Sideblades ermöglichen im neuen R8 LMS ultra größere Luftöffnungen für die Kühlsysteme und verbessern den thermischen Haushalt. Gleichzeitig ist die Luftzufuhr zum Wasserkühler in der Fahrzeugfront verbessert worden. Auch die Innenraumbelüftung wurde weiter optimiert.FahrwerksmodifikationenAuch das Fahrwerk des R8 LMS ultra ist in mehreren Schritten weiterentwickelt worden. An der Vorderachse kommen nun zwölf statt elf Zoll breite Felgen zum Einsatz. Entwicklungspartner Michelin bietet ab der nächsten Saison breitere Vorderreifen im Format 30-65/18 an, die konstantere Rundenzeiten ermöglichen. Eine optimierte Bremsenkühlung an der Vorderachse verbessert die Standfestigkeit der Bremsanlage. Gute Figur im WindkanalAerodynamische Verbesserungen runden die Neuerungen für 2012 ab. Die breitere Fronthaube wurde über den Vorderrädern optional mit Entlüftungsgittern (Louvres) versehen, sofern dies die Homologationsvorschriften der jeweiligen Rennserien zulassen. Der neue Heckflügel ist verbreitert und besitzt größere Endplatten. Im Audi-Windkanal ist er nochmals effizienter positioniert worden und bietet maximalen Abtrieb bei gleichzeitig minimalem Luftwiderstand. Nachrüstung vorgesehenAb 2012 sind alle Neufahrzeuge mit der oben genannten Evolutionsstufe ausgerüstet. Für die bestehenden Fahrzeuge bietet die quattro GmbH einen Umbau auf den Evolutionsstand 2012 an. Einzelne aerodynamische Verbesserungen will man für die 2011er-Fahrzeuge auch nachhomologieren, damit das aktuelle Modell mit leichten Anpassungen weiterhin wettbewerbsfähig bleibt. Ab März wird der Audi R8 LMS ultra ausgeliefert. Sein Preis: 329.900 (zzgl. Mwst.). (Auto-Reporter.NET/arie)






























