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Testbericht

5. Januar 2007
Königswinter, 5. Januar 2007 – Pablo Picasso gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Bereits in jungen Jahren zeigten seine Werke stilbildende Wirkung auf die moderne Kunst. Nicht ganz ohne Grund gibt Citroën dem neuen C4 den Beinamen Picasso. Wie auch sein Namensvetter bietet der C4 Picasso einige innovative Neuerungen. Lesen Sie in unserem Test, was den Franzosen-Van so besonders macht. Neuartige Panorama-Frontscheibe Der C4 Picasso überrascht mit einigen praktischen Neuerungen. So besitzt der Siebensitzer zum Beispiel als erstes Großserienmodell eine Weitwinkel-Panorama-Frontscheibe, die das Sichtfeld nach vorne vergrößert. Zudem erhöhen die geteilte A-Säule, die großen Seitenscheiben und das außerordentlich große Panorama-Glasdach nicht nur die Rundumsicht, sondern verstärken auch den luftigen und hellen Gesamteindruck des Innenraums. Der normale Blickwinkel vom unteren bis zum oberen Rand der Windschutzscheibe ist von etwa 35 Grad auf 70 Grad erweitert worden. Um das Blickfeld zu erweitern, lassen sich die beiden Sonnenblenden um zirka 30 Zentimeter nach hinten verschieben. Diese neuartige Konstruktion gibt Fahrer und Beifahrer einen völlig ungewohnten Ausblick. Vorbei sind die Zeiten, an denen man sich an der roten Ampel den Hals verrenkt hat, nur um die Grünphase nicht zu übersehen. Fährt man gerne ohne Blendschutz, sollte allerdings immer eine Sonnenbrille an Board sein. Sonst gerät man bei tief stehender Sonne ganz schnell in den Blindflug. 32 Lichtquellen im C4 Picasso Doch selbst nachts ist es nicht dunkel im C4 Picasso. 32 mögliche Lichtquellen schaffen ein warmes Ambiente und jeder noch so entlegene Winkel kann ausgeleuchtet werden. Um nur Einige aufzuführen, seien eine als Taschenlampe verwendbare Kofferraumbeleuchtung, automatische Seitenleuchten unter den Rückspiegeln zum Ein- und Aussteigen und eine automatische Beleuchtung in den Ablagefächern der Türen, sobald man sich mit der Hand nähert, genannt.

Fixe Nabe am Lenkrad Im Cockpit fällt besonders das Lenkrad mit feststehender Nabe auf. Dort sind die Bedienelemente für die wichtigsten Komfortfunktionen und Fahrhilfen in unmittelbarer Nähe. Die fixe Position der Nabe hat den Vorteil, dass der Fahrer auch ohne Blickkontakt immer weiß, wo sich der entsprechende Knopf befindet. Hinter dem Lenkrad befinden sich der Getriebewahlhebel und die Schaltwippen. Anstelle des sonst üblichen Schalthebel ist in der Mittelkonsole ein großzügig bemessenes Kühlfach für Getränke untergebracht. Da Citroëns neue automatische Parkbremse sich selbstständig löst und schließt, fällt auch der Handbremshebel zwischen den Vordersitzen weg. Sechsganggetriebe denkt mit Das elektronisch gesteuerte Sechsganggetriebe bietet dem Fahrer die Wahl zwischen zwei Betriebsarten. Um den Fahrkomfort und den Verbrauch zu optimieren, werden im Automatikbetrieb die Gangwechsel elektronisch gesteuert. Je nach Fahrstil des Fahrers, Streckentyp, Zuladung des Wagens und Bodenhaftung definiert der Getrieberechner anhand der sich anpassenden Schaltkennlinie den am besten geeigneten Gang. Im manuellen Betrieb dagegen wählt der Fahrer den Zeitpunkt des Gangwechsels mithilfe der Schaltwippen am Lenkrad selbst. Um ein authentisches Handschaltgefühl zu generieren, leistet das Getriebe beim Hochschalten keine Unterstützung und der Motor kann theoretisch bis in den Grenzbereich gedreht werden. Von fünf auf sieben Sitze in zwei Sekunden Die drei Sitzreihen im Citroën bieten ohne Probleme Platz für bis zu sieben Personen. Dennoch herrscht bei ausverkauftem Haus im Innenraum kein Gedränge. Die Breite der Fahrgastzelle in der ersten Reihe ist die größte ihrer Klasse. Die zweite Reihe glänzt durch drei gleich breite Sitze und nicht wie sonst üblich durch einen schmaleren mittleren Sitz. Die dritte Sitzreihe ist bei Nichtgebrauch komplett im Boden versenkt und stört somit beim Beladen des Kofferraums nicht. Im Bedarfsfall lassen sich die Plätze fünf und sechs in Sekundenschnelle aus ihren Fächern klappen, die dann immerhin 80 Liter Stauraum bieten. Einzige Bedingung dafür ist, dass die Passagiere in Reihe zwei ihre Sitze ein Stück nach vorne schieben. Sonst wird es auf den Notsitzen sehr eng.

Ein Auto zum Dahingleiten Die von uns getestete Version mit 2.0i-16V-Motor wurde bereits im September 2004 im C5 vorgestellt. Die Maschine leistet 140 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 200 Newtonmeter. Die Beschleunigung auf Tempo 100 dauert 12,6 Sekunden. Ein hoher Wert, der C4 Picasso ist aber auch kein Auto zum Rasen, sondern eher zum genüsslichen Dahingleiten. Deshalb geht auch die Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h völlig in Ordnung. Das Zweiliter-Triebwerk ist neben dem elektronisch gesteuerten Sechsgangautomatikgetriebe auch mit Viergang-Automatik erhältlich. Absenkbare Ladeklappe Citroën lobt seine Luftfederung in höchsten Tönen. Wir sind damit nicht ganz d’accord. Möglicherweise ist die Federung etwas zu straff abgestimmt, aber selbst kleine Fahrbahnunebenheiten sind deutlich zu spüren. Zerrt man in Kurven zu sehr an der äußerst leichtgängigen Lenkung, gerät der 1,70 Meter hohe Van spürbar, aber dennoch nicht Besorgnis erregend ins Wanken. Der Clou an der Luftfederung ist allerdings die automatische Niveauregulierung an der Hinterachse. Zum einen ist es bei stehendem Fahrzeug möglich, die Ladekante zum Be- und Entladen per Knopfdruck abzusenken und zum anderen garantiert sie die Beibehaltung einer konstanten Bodenfreiheit bei jeder Zuladung. Viele sinnvolle Innovationen Neben den bereits erwähnten Innovationen ist der Citroën C4 Picasso mit einigen kleinen, aber feinen Extras ausgestattet, die das Fahren sehr angenehm machen. Mit einem zweiten Spiegel über dem Rückspiegel lassen sich die Sitzreihen zwei und drei überblicken. Bei Streit auf dem Weg zum Kindergarten ist der Übeltäter sofort ausgemacht. Wahlweise kann der Spiegel aber auch so eingestellt werden, dass damit der tote Winkel neben dem Fahrzeug entfällt. Die schraubverschlusslose Tankdeckelöffnung öffnet sich automatisch nach Druck auf einen Knopf neben dem Fahrersitz. Damit sich der Deckel während der Fahrt nicht versehentlich öffnet, ist das Bedienelement ab einer Geschwindigkeit von 10 km/h gesperrt. Zusätzlich verfügt der C4 Picasso über einen Spurassistenten, der den Fahrer ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h bei einem unbeabsichtigten Fahrbahnwechsel ohne Blinker automatisch durch eine Rüttelvorrichtung im Sitz warnt. Des Weiteren besitzt der schicke Franzose einen Parklückendetektor. Bei langsamer Vorbeifahrt an der entsprechenden Parklücke prüft das System mittels Ultraschallsensoren, ob die Parklücke groß genug zum Einparken ist und informiert den Fahrer darüber.

Keine Langeweile durch DVD-System Vor allem für längere Reisen mit Kindern ein Segen, ist das DVD-Entertainment-Paket. Der zwischen den Vordersitzen untergebrachte DVD-Player und zwei 7-Zoll-Farbbildschirme in den Rückenlehnen der Vordersitze lassen sich über eine mitgelieferte Fernbedienung bedienen. Der Sound kommt aus zwei schnurlosen Kopfhörern, sodass die anderen Insassen mit dem NaviDrive-Hifi-Paket Musik hören können. Das aufpreispflichtige Navigations-Musik-Paket beinhaltet unter anderem ein Soundsystem mit acht Lautsprechern, 5fach CD-Wechsler, Digitalverstärker und Bassbox sowie eine geräuschdämmende Seitenverglasung. Preis ab 27.300 Euro In der getesteten Version mit Exclusive-Ausstattung und diversen Extras kostet der Citroën C4 Picasso 38.500 Euro. Die Grundausstattung mit dem Zweiliter-Motor und dem elektronisch gesteuerten Sechsganggetriebe kostet 27.300 Euro. Betrachtet man die vielen serienmäßigen Extras im Vergleich mit den Konkurrenten, wie zum Beispiel Opel Zafira 1.8 Cosmo für 26.795 Euro oder Renault Grand Scenic 2.0 16V für 26.700 Euro, geht der Preis völlig in Ordnung. So viele Innovationen in dieser Klasse bietet nur der C4 Picasso. (os)
Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Getriebe:Automatisiertes Schaltgetriebe mit 6 Gängen
Motor Bauart:Vierzylinder-Ottomotor
Hubraum:1.997
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:103 kW (141 PS) bei UPM
Drehmoment:200 Nm bei 4.000 UPM
Preis
Neupreis: 27.300 € (Stand: November 2006)
Fazit
Der Citroën C4 Picasso ist anders. Er bietet mit seiner Panorama-Windschutzscheibe und dem riesigen Glasdach ein ganz ungewohnt luftiges Fahrgefühl. Ausstattungsdetails wie etwa der Spurassistent erhöhen die Sicherheit und Extras wie das DVD-Paket tragen deutlich zum Wohlfühlklima im Citroën bei. Wem der Kaufpreis von 38.500 Euro zu hoch ist, der bestellt anstatt der Vollleder-Ausstattung für 3.950 Euro die Seriensitze. Wäre das luftgefederte Fahrwerk noch etwas komfortabler abgestimmt, hätte sich der C4 Picasso unsere Höchstwertung von fünf Punkten verdient.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-news, 2007-01-05

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