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Testbericht

Benjamin Bessinger/SP-X, 27. November 2013

Mit der neuen Langversion des Range Rovers dringen die Briten noch ein bisschen weiter vor in die Welt der Schönen und Reichen und wollen damit auch ihren Führungsanspruch in der Komfortwertung untermauern. Das Dickschiff misst jetzt volle 5,20 Meter und wirkt trotzdem noch überraschend zierlich. US-Modelle wie der Cadillac Escalade oder der Chevrolet Suburban sind noch einmal eine Nummer größer. Zudem hat das Designteam die Stretchkur so geschickt kaschiert, dass man schon sehr genau hinschauen muss, um die Langversion zu outen. Sicherheitshalber prangt deshalb eine dezente Plakette mit einem großen „L“ unter den Kiemen am vorderen Kotflügel.

Genügend Beinfreiheit für einen Walzer, Liegesessel wie in der Business-Class, Schreibtische zum Ausklappen, ein Kühlfach in der Mittelkonsole und ein Infotainment-System, von dem sich so manche Airline noch eine Scheibe abschneiden könnte – da kann der Stau auf dem Sunset Boulevard auch mal ein Stündchen länger dauern. Und wenn man dann endlich am Ziel ist, steigt man vom Hochsitz so vornehm herunter wie von einem Thron und muss sich nicht mühsam unter einem Limousinendach hervorschälen.

Wie sich der große Range Rover tatsächlich fährt, das fragt man am besten den Chauffeur. Der wird es wissen. Und der kann einem sicher auch ein Lied davon singen, wie man mit so einem riesigen Auto durchs Parkhaus kurvt oder ohne Schrammen in die Hotelvorfahrt rangiert. Von hinten betrachtet wirkt das jedenfalls ungeheuer mühelos. Der sonst bei Vollgas durchaus präsente 5,0-Liter-V8 wirkt wie in Watte gepackt und ist selbst beim Kickdown kaum zu hören. Die Luftfederung bettet einen wie auf Wolken und bügelt selbst die übelsten Scharten in den amerikanischen Straßen glatt. Und mit den 83 Kilo Mehrgewicht hat der Motor keine Mühe. Denn erstens kommt es darauf bei über 2,3 Tonnen nun auch nicht mehr an, und zweitens bleiben bei 510 PS und 625 Nm mehr als genügend Reserven. Nicht umsonst schafft auch der Range Rover LWB den Sprint in 5,4 Sekunden und stürmt im richtigen Setup mit bis zu 250 km/h über die Autobahn.

Land Rover sieht die größten Märkte für die vielleicht geräumigste Luxuslimousine der Welt natürlich in China, in Amerika und im Orient. Aber auch die deutschen Händler räumen dem Koloss im Smoking ein paar Chancen ein und führen das neue Top-Modell in ihrer Preisliste. Lieferbar mit dem V8-Benziner, einem Achtzylinder-Diesel oder als Diesel-Hybrid, gibt es ihn im Frühjahr für etwa 10.000 Euro Aufschlag zu Preisen zwischen 130.000 und 137.000 Euro in der vornehmen „Autobiography“-Ausstattung.

Wer sich gerne chauffieren lässt und Geländewagen schöner findet als Oberklasselimousinen, für den hält Land Rover eine Alternative bereit. Und bei dieser ist nicht nur Längenwachstum interessant.

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Fazit
Wer sich gerne chauffieren lässt und Geländewagen schöner findet als Oberklasselimousinen, für den hält Land Rover eine Alternative bereit. Und bei dieser ist nicht nur Längenwachstum interessant.

Quelle: Autoplenum, 2013-11-27

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