Gute Verkaufssituation im Volkswagen Konzern

Testbericht
In den ersten sechs Monaten 2011 verbesserte sich die Verkaufssituation bei allen Volumenmarken und Geschäftsfeldern des Volkswagen Konzerns. Insgesamt stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,9 Prozent auf 4,1 (3,6) Millionen Fahrzeuge. Die Marke Volkswagen Pkw setzte im ersten Halbjahr 2,2 (1,9) Millionen Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 13,7 Prozent. Das Operative Ergebnis wuchs auf 2,1 (1,0) Milliarden Euro. Besonders stark nachgefragt wurden die Modelle Polo, Tiguan, Touareg, Jetta, Passat Variant und Sharan.
Der Absatz von Audi verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,3 Prozent auf 762.000 (660.000) Fahrzeuge. Das Operative Ergebnis wuchs um 1,2 auf 2,5 Milliarden Euro. Die Modelle Audi Q5 und Audi Q7 waren dabei besonders beliebt. Auch die neuen Modelle Audi A1, Audi A7 Sportback und Audi A8 kamen gut bei den Kunden an. Die tschechische Tochtergesellschaft Škoda erhöhte ihre Verkäufe auf 362.000 (298.000; plus 21,3 Prozent) Fahrzeuge. Das Operative Ergebnis stieg auf 412 (227) Millionen Euro, ein Zuwachs von 81,5 Prozent. Seat erhöhte den Absatz zwischen Januar und Juni trotz einer deutlich geringeren Nachfrage auf dem spanischen Pkw-Markt um 1,0 Prozent auf 188.000 (186.000) Fahrzeuge. Der Operative Verlust verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum auf 48 (157) Millionen Euro.
Das Segment der Luxusfahrzeuge erholte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weiter. Entsprechend legten auch die Verkäufe von Bentley um 42,2 Prozent auf rund 3.000 Fahrzeuge zu. Der Operative Verlust lag mit 17 Millionen Euro deutlich unter dem Minus des ersten Halbjahres 2010 (109 Millionen Euro).
Volkswagen Nutzfahrzeuge profitierte im ersten Halbjahr von einem spürbaren Anziehen der Nachfrage. Der Absatz legte um 36,9 Prozent auf 218.000 (159.000) Fahrzeuge zu. Das Operative Ergebnis verdoppelte sich nahezu auf 235 (118) Millionen Euro. Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania verzeichnete einen deutlichen Verkaufsanstieg in Europa sowie in den Regionen Asien/Pazifik und Nahost – insgesamt kletterte der Absatz um 42,3 Prozent auf rund 40.000 Fahrzeuge, das Operative Ergebnis stieg auf 743 (577) Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 28,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Operative Ergebnis des Konzernbereiches Volkswagen Finanzdienstleistungen übertraf mit 553 Millionen Euro den Vergleichswert des Vorjahreszeitraums um 191 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2011 erwartet der Volkswagen Konzern, dass die weltweite Pkw-Nachfrage über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Der Vorstand bekräftigte daher das Ziel, die Auslieferungen in diesem Jahr erneut zu steigern. „Die anhaltend hohe Nachfrage in strategisch wichtigen Märkten gibt uns Rückenwind und unsere zahlreichen neuen Modelle sorgen für zusätzlichen Schub“, sagte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, bei der Vorlage des Halbjahresfinanzberichts, und fügte aber hinzu: „Die kommenden Monate werden uns fordern und uns einiges an Arbeit abverlangen, um das hohe Niveau zu halten.“
Die angespannte Schuldensituation einiger Euro-Mitgliedstaaten und das Ende der Förderprogramme werden die Nachfrage nach Neufahrzeugen in vielen Ländern Westeuropas belasten. In Zentral- und Osteuropa rechnet Volkswagen mit steigenden Fahrzeugverkäufen. Die Märkte in China und Indien werden ihre positive Entwicklung fortsetzen und auch in Nord- und Südamerika geht der Konzern von einem Wachstum der Neuzulassungen aus. „Volkswagen ist robust genug, um auf der Überholspur bleiben zu können“, zeigte sich Winterkorn zuversichtlich und ergänzte: „Dank unserer Technologie- und Designkompetenz können wir die Kundenwünsche und -anforderungen mit einer vielfältigen, attraktiven und umweltfreundlichen Produktpalette bedienen.“
Zudem werde sich das modulare Baukastensystem, das fortlaufend optimiert wird, zunehmend positiv auf die Kostenstruktur des Konzerns auswirken. Allerdings werden die weiterhin volatilen Zins- und Wechselkursverläufe sowie Rohstoffpreise den positiven Volumeneffekt abschwächen. Der Vorstand geht dennoch davon aus, dass die Umsatzerlöse und das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns im Jahr 2011 die Vorjahreswerte deutlich übertreffen werden. (Auto-Reporter.NET/pha)



























