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Testbericht

15. Februar 2011
Edinburgh (Schottland), 15. Februar 2011 - Bisher fristete der Opel Antara ein etwas stiefmütterliches Dasein. Das seit 2006 erhältliche Modell basiert auf einer GM-Plattform und wird in Südkorea zusammen mit dem technisch nahezu identischen Chevrolet Captiva gefertigt. Es gab kaum Werbe- oder Marketingaktivitäten für das aktuell einzige Opel-SUV und dementsprechend ließ sich der Antara auch nicht sonderlich gut an den Mann (oder die Frau) bringen. Von 2009 auf 2010 halbierte sich die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland auf nur noch 1.226 Fahrzeuge. Jetzt bekommt der Antara ein Facelift nach dem Motto "mehr Leistung fürs gleiche Geld." Dezente Änderungen außen Die optischen Veränderungen sind nur bei genauem Hinsehen zu erkennen. Die überarbeitete Frontpartie präsentiert sich mit einem neuen Stoßfänger, einem umgestalteten Kühlergrill, anderen Nebelscheinwerfern samt Einfassungen sowie einem angepassten Unterfahrschutz. Modifizierte Rückleuchten und - auf Wunsch - erstmals Leichtmetallräder in 19 Zoll ergänzen den modernisierten Auftritt. "Aufs Wesentliche konzentriert" Eine elektrische Parkbremse schafft im Innenraum Platz für eine anders gegliederte Mittelkonsole mit zusätzlichen Ablagemöglichkeiten. Hinzu kommen überarbeitete Rundinstrumente und optimierte Sitze, die guten Komfort und Seitenhalt bieten. Geblieben sind allerdings die etwas altbacken wirkende Bedieneinheit und das Navigationssystem mit sehr pixeliger Auflösung und nicht mehr zeitgemäßer Kartengrafik. Man habe sich auf wesentlichere Änderungen konzentriert, sagt uns Christian Bielaczek. Womit der Entwicklungsingenieur zweifellos Recht hat. Denn der Fokus des Antara-Facelifts lag auf Antrieb und Fahrwerk.

Alle Motoren jetzt deutlich stärker Runderneuert präsentiert sich die Motorenpalette. Der bisherige Zweiliter-Turbodieselmotor wird durch ein 2,2-Liter-Aggregat ersetzt, das in zwei Leistungsstufen angeboten wird: mit 163 und 184 PS. Das sind 36 beziehungsweise 34 PS mehr Leistung als beim Vorgänger. Der stärkere Selbstzünder treibt den Antara souverän und kraftvoll voran. Das maximale Drehmoment von 400 Newtonmeter liegt bei 2.000 Umdrehungen an. 6,6 Liter gibt Opel als Durchschnittsverbrauch an, in der Automatikversion sind es 7,8 Liter. V6-Benziner wird gestrichen Einen ordentlichen Leistungsnachschlag bekommt auch der 2,4-Liter-Benziner: Statt 140 hat der Vierzylindermotor nunmehr 167 PS, die für passablen, aber unspektakulären Vortrieb sorgen. Der V6-Benziner mit 3,2 Liter Hubraum und 227 PS fällt künftig aus dem Programm. Alle Motorvarianten können wahlweise mit einem manuellen oder einem automatischen Sechsganggetriebe geordert werden. Bislang war der Antara nur mit fünf Gängen erhältlich. Bei der manuellen Schaltbox lassen sich die Gänge zwar exakt, aber nur etwas schwergängig einlegen. Das Automatikgetriebe arbeitet sanft und komfortabel, dafür jedoch ein wenig behäbig. Agil unterwegs Komplett neu abgestimmt wurde das Fahrwerk des Antara. Im Gegensatz zum Chevrolet Captiva ist der Opel weniger auf Komfort gebürstet, sondern spürbar agiler und dynamischer. Das insgesamt straffe Setup sorgt für souveränes Kurvenhandling. Allerdings bekommen die Fahrzeuginsassen Bodenwellen deutlich zu spüren, von denen es auf den wintergeplagten Straßen in Schottland, wo das Fahrzeug vorgestellt wurde, jede Menge gibt.

Auch für Offroad-Einsätze geeignet Auch wenn der Antara kein klassischer Geländewagenwagen ist, so schlägt sich das SUV auch abseits befestigter Wege gut. Dafür sorgen unter anderem über 17 Zentimeter Bodenfreiheit, ein Berganfahrassistent sowie eine Bergabfahrkontrolle, die bei steilem Gefälle das Fahrzeug selbsttätig und ohne Einwirken des Fahrers abbremst. Alternativ zum Fronantrieb ist der Antara zudem mit vier angetriebenen Rädern zu haben. Den großen Diesel gibt es ausschließlich als 4x4-Version. Hier werden unter normalen Bedingungen 100 Prozent der Antriebskräfte auf die Vorderachse übertragen. Bei Bedarf wird die Drehmomentverteilung dann stufenlos bis zu einem Verhältnis von 50 zu 50 zwischen Vorder- und Hinterrädern verteilt. Gutes Platzangebot Im Gegensatz zum Schwestermodell Chevrolet Captiva, das auch mit sieben Sitzen bestellt werden kann, ist der Antara ausschließlich als Fünfsitzer erhältlich. Das Platzangebot ist sowohl vorne als auch im Fond großzügig bemessen. Der gut zugängliche Gepäckraum bietet ein Fassungsvermögen von ordentlichen 420 bis maximal 1.420 Liter. Hinzu kommen übers gesamte Fahrzeug verteilt zahlreiche Ablagefächer, in denen Flaschen, Süßigkeiten, Bücher und anderes verstaut werden können. Einstieg ab 26.780 Euro Trotz Leistungsplus bleiben die Einstiegspreise für den Antara im Vergleich zu den Vorgängermodellen unverändert. Das Basismodell mit 2,4-Liter-Benziner und Frontantrieb kostet weiterhin 26.780 Euro. Die günstigste Allradvariante ist ab 30.420 Euro zu haben. Der Dieseleinstieg mit 163 PS und Frontantrieb ist ab 28.690 Euro möglich. In den Handel kommt der geliftete Antara im Mai 2011. Für das Jahr 2012 kündigt Opel ein weiteres SUV an. Dieses wird in Rüsselsheim entwickelt und soll unterhalb des Antara in der Kompaktklasse angesiedelt werden.
Technische Daten
Antrieb:permanenter Allradantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Automatikgetriebe
Motor Bauart:Reihen-Dieselmotor mit Turboaufladung und Common-Rail-Direkteinspritzung
Hubraum:2.231
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:135 kW (184 PS) bei UPM
Drehmoment:400 Nm bei 2.000 UPM
Preis
Neupreis: 37.550 € (Stand: Februar 2011)
Fazit
Opel hat sich beim Facelift des Antara vorrangig auf Motoren und Fahrwerk konzentriert. Die optischen Veränderungen sind hingegen nur bei genauem Hinsehen auszumachen. Erfreulich ist, dass das Leistungsplus nicht mit höheren Anschaffungskosten verbunden ist. Das auf Dynamik ausgelegte Fahrwerk geht etwas zulasten des Komforts.
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-news, 2011-02-15

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