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Testbericht

21. September 2011
Die S-Klasse steht für Größe, Kraft, Leistung und nicht zuletzt auch für Prestige. Wer Größe und Prestige bevorzugt, aber nicht unbedingt mit Kraft und Leistung glänzen möchte, für den bietet Mercedes-Benz eine ganz besondere S-Klasse. Klar, dass die Sechs-, Acht- und Zwölfzylinder-Motoren in die 5,09 Meter lange Limousine wie die Wurst auf das Brot gehören. Doch bieten die Stuttgarter Autobauer auch eine S-Klasse an, die sich mit weit weniger zufrieden gibt. Weniger heißt konkret: Unter der großen Motorhaube arbeiten vier Zylinder mit einer Leistung von 204 PS (150 kW) aus 2,2-Liter Hubraum. Weniger heißt aber auch, dass eine Fahrt in der S-Klasse sparsam sein kann. Was in der Vergangenheit undenkbar war, ist jetzt Wirklichkeit geworden: Der S 250 CDI BlueEfficiency. Stramm und durchaus hörbar ziehen die 204 Diesel-Pferdestärken vorwärts, erfreuen den Fahrer mit einem Drehmoment von 500 Nm ab 1600 Umdrehungen/Minute und lasse sogar das S-Klasse-typische Fahrerlebnis aufkommen – die Welt ist in Ordnung, auch mit vier Zylindern. Technisch arbeitet das 2,2-Liter-CDI-Triebwerk mit der zweistufigen Turbo-Aufladung auf hohen Niveau. Vorteil dieser aufwendigen Steuerung bei der Verbrennungsluftzufuhr mithilfe von zwei Turboladern ist die bessere Zylinderfüllung, dadurch resultierend ein hohes Drehmoment bereits bei niedrigen Drehzahlen. In der Praxis bietet der kleine Vierzylinder in der prestigeträchtigen S-Klasse ein harmonisches Fahrverhalten, das durch spontane Gasannahme ohne Turboloch durchaus für ein dynamische Fahrgefühl sorgt. Mehr Leistung braucht man eigentlich nicht. Dass diese Abmagerungskur in der S-Klasse natürlich ein strategisches Ziel verfolgt ist klar: Senkung des Kraftstoffverbrauchs durch effiziente Motorentechnologie. Dass die Werksangabe der Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h und der Spurt von 0 auf 100 km/h in 8,2 Sekunden durchaus realistische Werte sind, können wir bestätigen. Obgleich die Höchstgeschwindigkeit schon einen Anlauf benötigt. Hier spürt der Fahrer, dass man mit einem Vierzylinder unterwegs ist und nicht in der 500er S-Klasse (V8 mit 435 PS/320 kW) sitzt. Beispiel: Muss man an einer Autobahn-Steigungen von Gas geben und will dann wieder auf Spitzentempo kommen, heißt es sich in Gelassenheit zu üben. Der (seltene) Besuch an der Tankstelle verblüfft den Vierzylinder-S-Klasse-Fahrer: Ein Durchschnittsverbrauch von 6,8 Liter bis 7,2 auf 100 km sind keine Hexerei. Damit ist man nicht als lahmende S-Klasse unterwegs, sondern schwimmt zügig im Verkehrsgetümmel mit. In der Praxis heißt dies auch mal ein schneller Autobahnsprint, hektischer Stadtverkehr, zügige Überlandfahrten und konstante Autobahnfahrt zwischen 130 und 160 km/h. Mit einer Tankfüllung locker über 1.000 Kilometer ohne Tankstopp unterwegs zu sein, erfreut den Geldbeutel – auch den eines S-Klasse-Fahrers. Wer das Tempolimit auf den Autobahnen des benachbartem Ausland (Schweiz, Österreich, Belgien) einhält, der kann mit einem Dieselvorrat von 83 Liter weitaus mehr Kilometer fressen – ohne einen Tankstopp einzulegen. Fazit: Der Mercedes-Benz S 250 CDI BlueEfficiency ist eine Luxus-Limousine mit der man auf Reisen keinen Verzicht an Fahrkomfort üben muss. Wer auf sportlichorientierte Fahrdynamik verzichten mag, auf Fahrzeuggröße setzt und mit der Motorisierung Kraftstoff sparen möchte, dem sei die Vierzylinder-S-Klasse empfohlen. Mit 71.876 Euro startet das luxuriöse Vergnügen. Zum Vergleich der S 500 kostet 99.186,50 Euro. Ein Tipp: Wer Unterstatement wünscht, der kann das Typenkürzel S 250 CDI ab Werk ja abstellen – ohne Aufpreis. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)    
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Quelle: auto-reporter.net, 2011-09-21

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