Jaguar Allradmodelle - Schneesichere Raubkätzchen (Kurzfassung)
Testbericht
Der anspruchsvolle Jaguar-Kunde hat immer wieder freundlich und unmissverständlich nachgefragt. Der auf noch mehr Sicherheit setzende Jaguar-Kunde wollte ihn seit Jahren auch wirklich kaufen. Nun hat Jaguar endlich reagiert und spendiert den Mittelklasse- und Luxus-Limousinen namens XF und XJ den langersehnten Allradantrieb. Und einen neuen V6-Benzinmotor mit Kompressor und 250 kW/340 PS haben die Briten bei dieser Gelegenheit auch gleich noch mit dazu entwickelt. Das ist allerdings zurzeit das einzig verfügbare Triebwerk für den Allradantrieb von Jaguar - aus Platzgründen im Motorraum. Ein für Europa unbedingt notweniger Allrad-Diesel kommt erst mit den neuen Modellgenerationen von XF und XJ.
Das Zauberwort für den neuen Allradantrieb beim Businessmodell XF und dem Flaggschiff XJ heißt Lamellenkupplung. Diese ist im Verteilergetriebe verbaut, wurde zentral im Mitteltunnel platziert und sorgt jederzeit und bei jeder Witterung für eine optimale Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Mit dem Fahrprogramm „Winter-Modus“ wird das komplexe System zum permanenten Allradantrieb und bereits auf möglicherweise auftretende Traktionsverluste vorgewarnt. Es wählt das Verhältnis 30:70 zugunsten der Hinterräder und bei sehr schwierig zu befahrenen Untergründen werden bis zu 50 Prozent der Kraft auf die Vorderräder geleitet. So können sich die beiden flotten Viertürer stets sicher über Schnee und Eis bewegen.
Bei trockener Fahrbahn und bei den Fahrmodi „Normal“ und „Dynamic“ teilt das Allradsystem den Vorderrädern bis zu einer Geschwindigkeit von zehn km/h zwei Prozent Antriebsleistung zu, danach werden XF und XJ wieder zu ganz gewöhnlichen Hecktrieblern. Erst wenn die Elektronik hinten Traktionsverluste registriert, schließt sich die Lamellenkupplung und spannt die Vorderräder wieder mit ein.
Beim mindestens 55.900 Euro teuren Allrad-XF liegt der AWD-Aufschlag bei 3.000 Euro und beim XJ 3.0 AWD (ab 91.160 Euro) sind es gut 4.700 Euro. Der 3,0-Liter-Motor ist serienmäßig an die bewährte Achtgang-Automatik von ZF gekoppelt und beschleunigt die Limousinen in 6,4 Sekunden auf Tempo 100. Doch nicht nur die Traktion steigt, auch der Verbrauch legt zu. In Kombination mit dem Allradantrieb werden beim XF 9,8 Liter Super auf 100 Kilometern fällig – 0,4 Liter mehr als mit Hinterradantrieb. Der XJ benötigt für die identische Distanz 9,9 Liter.
Auch in England schneit es ab und an, im indischen Mutterland des neuen Eigners ohnehin. Höchste Zeit also, dass Jaguar seine Limousinen mit Allradantrieb anbietet.
Auch in England schneit es ab und an, im indischen Mutterland des neuen Eigners ohnehin. Höchste Zeit also, dass Jaguar seine Limousinen mit Allradantrieb anbietet.




























