VWs Demokratisierungsstrategie für Assistenzsysteme geht auf

Testbericht
In der EU ist falsches Fahrerverhalten Ursache von über 90 Prozent aller Verkehrsunfälle. Das geht aus den am Dienstag in Brüssel vorgestellten Ergebnissen des EuroFOT (European Field Operational Test) hervor. Danach könnten durch eine stärkere Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen zahlreiche Unfälle vermieden und so jährlich bis zu 1,2 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Kosten gespart werden. Eine Ausweitung auf schwere Nutzfahrzeuge brächte weitere 180 Millionen Euro pro Jahr.Ein europäisches Forschungskonsortium aus insgesamt 28 namhaften Partnern hat bereits 2008 den breit angelegten Flottentest EuroFOT gestartet, um den Einfluss von Fahrerassistenzsystemen auf die Verkehrssicherheit und -effizienz zu belegen sowie Auswirkungen auf das Fahrerverhalten festzustellen. An dem Flottentest haben mehr als Tausend Pkws und Nutzfahrzeuge teilgenommen. Insgesamt wurden rund 35 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die Volkswagen-Konzernforschung hat das Projekt dabei mit insgesamt 38 Passat, Passat Variant und Volkswagen CC unterstützt. Alle Fahrzeuge waren u.a. mit der automatischen Distanzregelung ACC und dem Spurhalteassistenten Lane Assist ausgestattet. Das Ergebnis von EuroFOT ist für VW Bestätigung, dass die Strategie der Demokratisierung von Innovationen aufgeht: „Unser erklärtes Ziel ist, Fahrerassistenzsysteme, die bislang nur der Oberklasse vorbehalten waren, auch in Volumenmodellen anbieten zu können,“ so der Chef der VW-Konzernforschung Prof. Jürgen Leohold. Diese Strategie soll künftig durch die Einführung des modularen Querbaukasten (MQB) verstärkt umgesetzt werden.In die langjährige Studie waren neben Fahrzeugherstellern und Zulieferern auch renommierte europäische Forschungsinstitute involviert. (Auto-Reporter.NET/sr)



























