Toyota Yaris - Weniger Grinsen, mehr Platz (Kurzfassung)
Testbericht
Außen klein und innen groß, gibt sich der neue Toyota Yaris. Am 15. Oktober bringen die Japaner die dritte Generation des meistverkauften Autos im Portfolio auf den Markt. Neben den kompakten Maßen mit dem üppigen Innenraum ist vor allem der Preis eine Überraschung: Mit 11.675 Euro für den Drei- und 12.395 Euro für den Fünftürer kostet der neue Yaris in der Basisversion genau so viel wie der alte.
Neu ist das Design. Das Gesicht wirkt deutlich forscher als früher und hat sein niedliches Grinsen abgelegt. An den Flanken trägt der Yaris eine stärker herausgearbeitete Schulterlinie, die ihm einen muskulöseren Charakter gibt. Die Silhouette ist etwas flacher und wirkt damit flotter. Und das Heck bekommt mehr Ecken und Kanten.
Der Yaris, beim Radstand um 5 und in der Länge um 10 Zentimeter gewachsen, bleibt mit jetzt 3,89 Metern weiterhin einer der kürzesten Kleinwagen in der Vier-Meter-Klasse und erhält dadurch einen kleinen Wendekreis von 9,40 Metern. Trotzdem bietet er spürbar mehr Platz auf allen Plätzen: Knie- und Schulterfreiheit steigen um mehrere Zentimeter, die Sitze haben größere Verstellwege und der Kofferraum wächst kräftig mit: Er misst künftig 286 Liter und lässt sich auf 768 Liter erweitern.
Dazu gibt es ein neues, stärker auf den Fahrer zugeschnittenes Cockpit, in dem die Instrumente wieder hinters Lenkrad rücken. Alle Bedienelemente liegen gut zur Hand, außerdem gibt es eine ganze Reihe Ablagen. Der ganze Stolz der Entwickler ist allerdings das neue Navigations- und Multimediasystem Toyota Touch. Mit dem 6,1 Zoll großen Touchscreen kann man über die Bluetooth-Schnittstelle nicht nur telefonieren, sondern auch Musik abspielen und ins Internet gehen. Preis: 550 Euro in den gehobenen Ausstattungen.
Dafür hat der neue Yaris unter der Haube kaum Neues zu bieten. Es bleibt bei den bekannten Motoren, die lediglich ein wenig verfeinert und deshalb ein bisschen sparsamer wurden.
Zum Verkaufsstart stehen drei Motoren zur Verfügung, im Mai 2012 folgt der Yaris Hybrid. Basisaggregat ist der 1,0-Liter-Dreizylinder mit 50 kW/69 PS, mit dem der Yaris 155 km/h erreicht und künftig nur noch 4,8 Liter verbraucht. Darüber rangiert ein 1,3-Liter mit 73 kW/99 PS, den es auch mit einem CVT-Automatikgetriebe gibt. Der 66 kW/90 PS starke 1,4-Liter-Diesel ist serienmäßig wie der stärkere Benziner an ein Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Mit seinen 205 Nm hat er den besten Antritt in der Yaris-Familie, gehört mit 175 km/h zu den schnellsten Varianten und ist mit 3,9 Litern obendrein die sparsamste Alternative.
Toyota erneuert den mit dem Yaris sein bestes Pferd im Stall. Während das Platzangebot wächst, bleiben allerdings die Motoren die alten. Auch beim Preis gibt man sich traditionell.
Toyota erneuert den mit dem Yaris sein bestes Pferd im Stall. Während das Platzangebot wächst, bleiben allerdings die Motoren die alten. Auch beim Preis gibt man sich traditionell.





























