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Testbericht

9. Juni 2015

Der erste Eindruck vom neuen Passat: Wow! Innen und außen ist alles top. Natürlich hat Volkswagen nicht irgendeinen Passat ins Rennen um die Gunst der Redakteure geschickt. Statt dem einfachen Modell Trendline mit 125 PS TSI (startet ab 25.875 Euro) steht der Passat als Highline 4MOTION BlueMotion Technology 2,0 l TDI SCR mit 240 PS und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf dem Hof – zu haben ab 45.125 Euro. An Bord sind fast alle Extras wie ergoComfort Sitz mit elektrischer 14-Wege-Einstellung mit Memory-Funktion und Massagefunktion auf der Fahrerseite (1.180 Euro), Fahrerassistenz-Paket (1.150 Euro), Navigationssystem "Discover Pro" (2.180 Euro), Soundsystem "DYNAUDIO Confidence" mit 700 Watt Gesamtleistung, digitaler 16-Kanal-Verstärker und Subwoofer (1.300 Euro), Automatische Distanzregelung ACC bis 210 km/h und Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion (955 Euro). Damit wurden nur die wichtigsten und teuersten aufgezählt. Am Ende kostet der Wagen fast 60.000 Euro (58.619 Euro). Das ist dann doch nicht gerade wenig.

Der VW Passat als Highline mit 240 PS-Diesel, Allrad und Siebengang-DSG.

Flott kommt der Passat zur Sache. Die 240 PS mit zwei Abgasturboladern stemmen 500 Nm (1.750 - 2.500 1/min) auf die Kurbelwelle und für den Sprint von 0-100 km/h braucht der Diesel nur 6,1 Sekunden. Erst bei 240 km/h ist Schluss.

Im Alltag fährt sich der Passat völlig unspektakulär. Im Modus Eco ist die Gaspedalkennlinie so eingestellt, dass man gemütlich durch die Stadt fahren kann und auch auf Landstraßen sparsam unterwegs ist. Der Kofferraum ist Passat-typisch groß.

Der neue Volkswagen Passat hat eine starke Ähnlichkeit mit dem CC.

Long-Run
Auf der Langstrecke spielt der VW Passat sein ganzes Potential aus. Das Siebengang-DSG-Getriebe schaltet so sanft, dass man genau hinschauen muss, um zu merken, ob ein Gangwechsel stattgefunden hat. Natürlich gibt es auch einen S-Mode (sportlich): Dann verlagern sich die Schaltzeitpunkte entsprechend nach hinten. Richtig viel Spaß kommt auf, wenn über die Schaltpaddel selbst eingegriffen wird. Ohne Tempomat kuppelt das DSG aus, wenn man Gas wegnimmt, und man segelt dahin.

Die automatische Distanzregelung ACC bis 210 km/h sorgt für entspanntes Fahren auch bei Geschwindigkeiten jenseits von 160 km/h. 255 km/h (gem. Tacho) sind auf der Autobahn kein Problem.

Wichtiger Hinweis: Um die strenge EU6-Norm zu erfüllen, muss dem Kraftstoff AdBlue zugemischt werden. Laut Bedienungsanleitung ist der 17 Liter Tank so dimensioniert, dass eine Füllung für 30.000 Kilometer reicht und AdBlue beim Service nachgefüllt wird. Das hängt aber wohl stark vom Fahrstil ab. Der Hinweis für das Auffüllen sollte allerdings nicht ignoriert werden. Wenn der AdBlue-Füllstand zu niedrig ist, kann das Fahrzeug nicht mehr gestartet werden.

Verbrauch
Der von VW angegebene Gesamtverbrauchswert von 5,4 l/100 km ist in der Praxis nicht zu erreichen, da immerhin 240 Pferde gefüttert und etwa 1,7 Tonnen bewegt werden. Der zukünftige Passatfahrer sollte sich auf Verbrauchswerte zwischen 6,5 und 7 l/100 km einstellen.

Modus  Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-
Vergleichsrunde
55 72 5,5
Super-Spar 14 61 4,5
Landstraße sparsam 67 82 5,0
BAB sparsam 93 96 4,6
BAB normal 91 116 5,9
BAB schnell 22 180 13,6
1. Tankstopp 542 76 6,5

Testverbrauch nach 2.296 km, 80 km/h, 6,9 l/100km

Fazit
Der VW Passat ist ein sensationell gutes Auto. Mit VW-typisch guter Verarbeitung und in der Top-Ausstattung ist er eine echte Oberklasse-Limousine. Qualität hat allerdings seinen Preis. Wer es günstiger möchte, sollte sich bei den Konzernmitbewerbern Seat und Skoda umsehen.

 

 

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Testwertung
4.0 von 5
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