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AUDI A7 2010

Die Zukunft, aber schon hautnah: Das von Audi auf der Detroit Auto Show präsentierte Sportback Concept, der früh geborene Audi A7, wirft einen Blick in die schöne Zukunft, aber auch ganz seriennah auf das, was schon in sehr naher Zukunft folgt.

Etwa ein Saubermann von Motor. Audi wird den 225 PS und 550 Nm produzierenden 3,0 Liter-V6 TDI clean diesel, der die Stickoxide mit AdBlue-Zusatz um bis zu 90 Prozent reduziert und schon heute die 2014 gültige EU-6-Norm erfüllt, noch in diesem Jahr in Europa anbieten. Das Piezo-Common-Rail-System mit 2.000 bar Einspritzdruck, die effiziente Abgasrückführung sowie die optimierte Aufladung sorgen für deutlich gesenkten Schadstoffausstoß. Ein Highlight sind dabei die weltweit erstmals eingesetzten Brennraumsensoren, die eine noch präzisere Regelung der Verbrennungsvorgänge im Motor ermöglichen. Das Resultat ist trotz hoher Überholpotenz (0 auf 100 km/h: unter 7s, Höchstgeschwindigkeit: 245 km/h) ein Normverbrauch von nur 5,9 Liter Diesel/100 km und ein CO2-Ausstoß von lediglich 156 g/km ein für ein Oberklassefahrzeug enorm niedriger Wert.
Der sich mit Hilfe von viel Sparfinesse realisieren ließ: Die Start-Stop-Automatik, eine durchschnittlich 0,2 l/100 km einsparende elektromechanische Servolenkung (erstmals in einem Audi mit längs eingebautem Motor) und die Kraftstoffpumpe arbeiten bedarfsgeregelt und benötigen so weniger Energie. Im Schiebebetrieb holt sich die auf rollwiderstandsoptimierten Reifen rollende Studie wie schon bei Audi A4 und Q5 der Fall die Energie wieder zurück. Damit wird die Batterie nachgeladen und die Energie wieder ins Bordnetz eingespeist. Darüber hinaus verfügt das TDI-Aggregat über ein innovatives Temperaturmanagement, bei dem in der Warmlaufphase ein Teil des Kühlkreislaufs abgekoppelt wird, was die Effizienz weiter verbessert, weil der Motor schneller warm wird.
Auch sehr real, hat das seriennahe Konzeptfahrzeug sowohl die neue 7-Gang-S-tronic, den permanenten Quattro-Allradantrieb als auch zahlreiche Fahrwerkskomponenten von den Audi-Baureihen A4 und A5 übernommen. Etwa das Dynamikfahrwerk, die neue Fünflenker-Vorderachse und viel Aluminium im Unterbau. Die so genannten CDC-Dämpfer (CDC = continuous damping control) wurden ähnlich bereits im Q7 mit Luftfederung eingesetzt. Der neu interpretierte Singleframe-Grill (Verzicht auf vertikale Streben) zeigte schon das A1 Sportback Showcar. Die Verarbeitung und Güte der Materialien fast das gesamte Interieur ist mit Leder bezogen und die großen Applikationsleisten an Schalttafel, Mittelkonsole und Türen sind aus einem Eiche-Schichtholzblock herausgearbeitet offenbaren wie der eindrucksvoll Luftdüsen, Kombiinstrument und MMI-Monitor einbindende Aluminiumträger, wo der zwischen A6 und A8 positionierte Audi A7-Zuvorkömmling sehr selbstbewusst hinzielt: auf das Segment der sportiven Oberklasse.
Die markant flache Fensterlinie und den großen Kofferraum (500 l) wird die bullig proportionierte Coupé-Limousine (4,95 m lang, 1,93 breit, 1,40 hoch) dabei in die Serie retten, manchen Show-Schmuck, wie die teuren Keramikbremsen hinter den 21-Zöllern (vorne 380, hinten 356 mm) oder die vierflutige Abgasanlage mit einem Luftleitblech als Diffusoreinsatz eher nicht. Klar scheint nur das: Der nächste Sportback nach dem erfolgreichen A3 startet als Audi A7 attraktive Aussichten: auf 2010. -le-