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Opel Astra

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3,9/5

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Opel Astra

Opel Astra - Lifting für zwei Jahre
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Lifting für zwei Jahre Opel Astra

SP-X/Rüsselsheim. Rund zwei Jahre vor dem Modellwechsel überarbeitet Opel den Astra noch einmal gründlich. Mit mehr Ausstattungsoptionen, geändertem Fahrwerk und neuen Motoren überbrückt der Kompakte die Wartezeit, bis er 2021 auf die Plattform des Peugeot 308 wechselt. Die wichtigste Neuerung betrifft die Motorenpalette, in der Dreizylinder die bisher eingesetzten Vierzylinder ablösen - beide Motorenfamilien stammen noch aus der General-Motors-Ära, Triebwerke der neuen Konzernmutter PSA gibt es frühestens im Nachfolger. Die drei Benziner und zwei Diesel mit 1,2 bis 1,5 Litern Hubraum und einem Leistungsspektrum von 77 kW/105 PS bis 107 kW/145 PS senken den Kraftstoffverbrauch von Fünftürer und Kombi in Kombination mit aerodynamischen Optimierungen um bis zu 19 Prozent. Alle Motoren erfüllen die Kriterien der Abgasnorm Euro 6d. Passend zu den neuen Dreizylindern gibt es neue Getriebe. Bei den kleineren Motoren werden die sechs Gänge per Hand geschaltet, der stärkste Diesel (90 kW/122 PS) ist optional mit einer Achtgangautomatik zu haben. Ungewöhnlich: Einzige Automatikoption bei den Benzinern ist ein stufenloses Getriebe für den 1,4-Liter-Motor mit 107 kW/145 PS. Das Fahrwerk soll künftig komfortabler ausfallen, wofür unter anderem neue Stoßdämpfer sorgen sollen. Ebenfalls neu abgestimmt ist das optionale Sportfahrwerk. Nachgelegt hat Opel bei der Elektronik. So gibt es eine neue kleinere Frontkamera, die die Assistenzsysteme mit Informationen versorgt und nun auch Fußgänger auf der Fahrbahn erkennt. Die Heckkamera wurde ebenfalls durch ein neueres Modell ersetzt, das auch eine bessere Auflösung bieten soll. Darüber hinaus ist auf Wunsch erstmals ein digitaler Tacho an Stelle der analogen Uhr zu haben. Dazu kommen neue Extras wie eine beheizbare Windschutzscheibe und ein neues E-Call-System.Bestellbar ist der geliftete Astra in einigen Wochen. Preise nennt der Hersteller noch nicht, das aktuelle Modell startet in vergleichbarer Motorisierung bei knapp 21.000 Euro.Vom gefeierten Neustartmodell ist der aktuelle Opel Astra zur Übergangslösung geworden. Mit neuen Motoren und leichtem Technik-Upgrade soll er nun die zwei Jahre bis zur Pensionierung durchstehen.

Fazit

Vom gefeierten Neustartmodell ist der aktuelle Opel Astra zur Übergangslösung geworden. Mit neuen Motoren und leichtem Technik-Upgrade soll er nun die zwei Jahre bis zur Pensionierung durchstehen.

Test: Opel Astra - Kompletter Allrounder ohne Anschluss
Autoplenum

Kompletter Allrounder ohne Anschluss Test: Opel Astra

SP-X/Köln. Das Beste kommt zum Schluss: Zum Ende der General-Motors-Ära ist der Opel Astra wieder zum ernstzunehmenden Gegner des VW Golf geworden. Gerade in der mittleren Dieselvariante ist der Fünftürer ein extrem ausgewogenes Auto mit wenig Schwächen.

Dass man es bei Opel noch einmal wissen wollte, zeigt schon der erste Blick auf das elfte Kompaktauto der Marke. Äußerlich setzt er mit aufwändig modellierten Blechteilen und der durch einen optischen Trick filigran wirkenden C-Säule Akzente, im Cockpit sorgen breit geschwungene Chromspangen und jede Menge aufpolierte Kunststoffe für Glanz. Dass die Materialien nicht immer und an jeder Stelle erste Klasse sind verzeiht man angesichts des Formwillens und der peniblen Verarbeitung gerne. Auch, weil die Bedienung weitgehend logisch ist und leicht von der Hand geht.

Das Platzangebot wirkt vorne großzügig, was nicht zuletzt an der weit vorgezogenen Frontscheibe liegt. Werden die optionalen, 18-fach verstellbaren Ergonomie-Sitze geordert, fühlt sich der Astra direkt zwei Klassen größer und teurer an als er ist. Einen wirklich großen Sprung hat der Opel aber im Fond gemacht, wo nun auch zwei Großgewachsene vernünftig sitzen – und zumindest ein Kind in ihre Mitte nehmen können. Der Gepäckraum fällt immerhin durchschnittlich aus, Punktabzug gibt es für die Kopfstoßgefahr durch das aus der Klappe herausragende Schloss. Auch ein paar Ablagen für kleinere Utensilien hätten dem Astra-Kofferraum gut gestanden. Immerhin gibt es mittlerweile eine Durchladeklappe zwischen Fond und Gepäckraum, die im Paket mit der asymmetrisch klappenden Rückbank angeboten wird. Eine umklappbare Beifahrersitzlehne, die die das Transportpotenzial nochmals erhöhen würde, fehlt jedoch auf der Optionsliste.

Eine ordentliche Auswahl hat der Kunde bei den Dieselmotoren. Drei Stück gibt es, jeweils mit 1,6 Litern Hubraum und in den Leistungsstufen 81 kW/110 PS, 100 kW/136 PS und 110 kW/150 PS. Nach oben hin wäre auf dem Leistungsband zwar noch Platz, allerdings ist schon der mittlere Diesel in jeder Lebenslage ausreichend motorisiert. Nach einer kurzen Anfahrschwäche bietet der Vierzylinder souveränen Durchzug und beschleunigt den Opel gefühlt schneller auf Tempo 100, als es die 9,4 Sekunden aus dem Datenblatt vermuten lassen. Dabei bleibt er relativ genügsam, was den Kraftstoffkonsum angeht: Im Schnitt schluckt er 5,5 Liter, wer sich bemüht, erreicht auch eine 4 vor dem Komma. Der Normverbrauch (WLTP) liegt bei 4,8 bis 5,4 Litern, was wohl etwas näher an der Realität ist als der alte NEFZ-Wert von 4,4 Litern. Einziger kleiner Kritikpunkt: Der Motor verkneift sich zwar spezielles Brummen bei niedrigen Touren und hoher Last, ist aber über das gesamte Drehzahlband akustisch präsent. Nicht wirklich störend, aber auch nicht wie man es von einem als „Flüsterdiesel“ beworbenen Aggregat erhoffen würde.

Immer auf der Höhe präsentiert sich das Fahrwerk. Eher straff als komfortabel abgestimmt, findet der Astra jedoch einen guten Kompromiss aus Agilität und Sanftheit, der sowohl zu langen Autobahnetappen als auch zu kurvigen Strecken passt. Die sehr natürlich wirkende Lenkung tut das Ihrige zu einem stimmigen Fahrgefühl, bei dem sich der Fahrer immer eingebunden, aber nie vereinnahmt fühlt. Einen Eindruck, den die mechanisch präzise und leicht durch die Gassen führbare Sechsgang-Handschaltung unterstreicht. Alternativ ist für den mittleren Diesel eine Sechsgangautomatik zu haben, bei den beiden anderen Leistungsstufen fehlt diese Option, was vor allem bei der Top-Variante bedauerlich ist.

Von der Automatik-Lücke abgesehen bietet die Optionsliste des Opel alles, was man sich in dieser Klasse wünschen kann. Dazu kommen Besonderheiten wie das LED-Matrixlicht, ein breites Angebot an sehr guten Sitzen und ein umfassendes Assistenten-Programm zu fairen Preisen. Eine klaffende Lücke gibt es allerdings beim Trend-Thema Konnektivität: Das noch unter GM-Regie entwickelte OnStar-System ist zwar gegen Aufpreis verfügbar, wird aber wegen des Wechsels zu PSA Ende 2020 eingestellt. Besonders bedauernswert, da Opel mit der Technik einstmals zu den Connectivity-Vorreitern zählte. Das Nachfolgesystem, das man sich mit Peugeot und Citroen teilen wird, ist noch nicht verfügbar.

Der Astra ist vor allem als Diesel kein Schnäppchen. Für die mittlere Leistungsstufe werden mindestens 25.820 Euro fällig, bei eher durchschnittlicher Ausstattung. Da lohnt es sich, gleich das Sondermodell „120 Jahre“ für 900 Euro Aufpreis zu wählen, das einige nette Details wie Leichtmetallräder und Sitzheizung ergänzt. So bestückt ist der Astra ein stimmiger Allrounder mit hohen Langstreckenqualitäten - dank toller Sitze und niedrigen Verbrauchs.

Opel Astra – Technische Daten:

Fünftüriges, fünfsitziges Schrägheck-Kompaktauto, Länge: 4,37 Meter, Breite: 1,87 Meter (mit Außenspiegeln 2,04 Meter), Höhe: 1,49 Meter, Radstand: 2,66 Meter, Kofferraumvolumen: 370 – 1.210 Liter1,6-Liter-Diesel, 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 320 Nm bei 2.000 – 2.250 U/min, 0-100 km/h: 9,4 s, Vmax: 213 km/h, Durchschnittsverbrauch nach WLTP: 4,8 Liter, CO2-Ausstoß: 126 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-TEMP, Effizienzklasse: B-A, Testverbrauch: 5,5 Liter, Preis: ab 25.820 Euro [Edition], Testwagenpreis: ab 28.410 Euro

Kurzcharakteristik:

Warum: sparsamer Diesel, schickes Ambiente, tolle Sitze

Warum nicht: Konnektivität mit begrenzter Haltbarkeit

Was sonst: VW Golf, Ford Focus, Hyundai i30

Fazit

Gegen den Kauf des Opel Astra mit Dieselmotor spricht wenig. Es sei denn, man ist Tekkie.

Testwertung

4,0/5

Neue Opel-Motoren - Sauberer Schub
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Sauberer Schub Neue Opel-Motoren

SP-X/Zagreb. Oft steht Opel ja im Schatten von Volkswagen und empfindet das als ungerecht. Beim Thema Diesel können sich die Rüsselsheimer allerdings derzeit nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen. Freude kommt darüber dennoch nicht auf. Denn die Schlagzeilen beherrschen Opels Selbstzünder nur wegen der Schummeleien beim Zweiliter-Diesel älterer Baujahre, die das Kraftfahrtbundesamt dem Hersteller vorwirft – und die Opel bestreitet. Vom runderneuerten 1,6-Liter-Diesel im Astra (ab 27.720 Euro) und dem gleich großen, aufgefrischten Insignia-Turbo-Benziner  (ab 35.195 Euro) mit der aktuellsten Norm Euro 6d-Temp ist dagegen kaum die Rede. Zunächst auf 600 Kilometer Testfahrt mit dem Diesel: Ein SCR-Kat mit Harnstoff-Einspritzung, die stets und auch außerhalb des Teststandes ein gutes Umweltgewissen garantiert, das verspricht Opel für den Reihenvierzylinder. Sicher darf sich der Käufer sein, dass der 150-PS-Diesel im Astra eine unbegrenzte Spaßgarantie bietet. Die Maschine legt gleich nach dem Start fast ohne Verzögerung los, als ob ein E-Motor für den Vortrieb sorgen würde. Die maximal 350 Newtonmeter Drehmoment stehen früh und ohne Durchhänger zur Verfügung, die Turbo-Unterstützung ist maßgeschneidert für dieses Antriebspaket. Wer Diesel mag – ja, das gibt’s zurecht noch –, der wird auch das dezente Brummen des Motors als angenehm empfinden. Der Sechsgang-Schalter steigert die Freude am Vortrieb noch. Fleißig schaltend durch das kroatische Hinterland und auf Küstenstraßen stehen immer die passenden Gänge für dynamisches Vorankommen bereit. Lediglich bei Geschwindigkeiten jenseits der 170 km/h geht es auf der Autobahn etwas zäher voran. Aber wer will schon die maximalen 225 km/h ausreizen? Wichtiger ist da schon, dass der Astra stets satt, treu und problemlos auf der Straße liegt und untadelig geradeaus läuft. Eine Sänfte ist der Diesel-Astra nicht – aber dafür gibt es im PSA-Konzern ja auch andere Marken. Und auch beim Bremsen geht es sehr deutsch-direkt zur Sache. Was auch bei diesem Opel begeistert: Trotz Kurvenräubern an der Küste knausert der neue Motor unter der Sechsliter-Schwelle. Bei zurückhaltender Fahrweise geht auf Dauer sicher auch weniger. An diese Verbrauchs- und damit Emissions-Askese sollten sich die vielen Totengräber des Selbstzünders ab und zu auch mal wieder erinnern. Beim zweiten runderneuerten Motor, dem 1,6 Liter-Benziner mit 147 kW/200 PS, sind solche Verbrauchswerte naturgemäß nicht ganz zu erreichen. An der Dynamikfront allerdings kommt der Turbo-Benzindirekteinspritzer dem Biturbo-Diesel schon nahe. Das maximale Drehmoment von 280 Newtonmetern liegt schon ab 1.650 und bis zu 4.500 Umdrehungen an und den Zug spürt man auch im größeren Aggregat-Träger Insignia. Lediglich beim schnellen Zwischenbeschleunigen von 60 auf 100 merkt der Fahrer gewisse Mühe mit dem 1,8-Tonnen-Gefährt. Die Limousine sprintet aber in 7,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und auch die  Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h wird zügig erreicht. Klar, dass bei schnellen Sprints durch das Sechsgang-Schaltgetriebe oder die Sechsstufen-Automatik der Normverbrauch von 6,6 Litern illusorisch bleibt. Es geht aber auch sanft gleitend. Dann ist zumindest eine sieben vor dem Komma drin. So motorisiert begeistert der Insignia auch als Benziner (übrigens mit Partikelfilter) dank seines bestens austarierten und behänden Fahrwerks auch bei Kurven- und Kehrenorgien – der Fast-Fünfmeter-Klotz fährt sich deutlich kompakter. Er bietet auch als Benziner ein rundum vollwertiges Angebot. Da ist es eigentlich nur schade, dass die beiden neuen Motoren mit dem absehbaren Abschied von den GM-Plattformen für Astra und Insignia ebenfalls beerdigt werden. Bis dahin dürften sie Käufern mit Spaß an Preis-/Leistungsriesen aber noch viel Freude bereiten.Zwei neue Motoren der Rüsselsheimer sollen die Schadstoffdiskussionen vergessen machen. Diesel und Benziner machen eine gute Figur. Die Zukunft der Antriebe ist dennoch überschaubar.

Fazit

Zwei neue Motoren der Rüsselsheimer sollen die Schadstoffdiskussionen vergessen machen. Diesel und Benziner machen eine gute Figur. Die Zukunft der Antriebe ist dennoch überschaubar.

Testwertung

3,5/5

Test: Opel Astra 1.6 Diesel - Ausgewogene Mischung
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Ausgewogene Mischung Test: Opel Astra 1.6 Diesel

SP-X/Köln. SUV wohin man blickt und fährt. Gefühlt ist man fast nur von dieser Fahrzeuggattung umgeben. Dass es auch andere Möglichkeiten gibt von A nach B zu kommen und dass dabei B durchaus weiter weg sein darf, zeigt der Opel Astra, eine Schräghecklimousine im klassischen Kompaktklasseformat in Kombination mit einem 136 PS Diesel und AGR-Sitzen. Die aktuelle Generation des Astra debütierte Ende 2015, ist also rund drei Jahre auf dem Markt. Der Kompakte sieht auch im Vergleich zu seinen jüngeren Wettbewerbern immer noch gut aus. Sein Design verzichtet auf extravagante Zutaten, wirkt eher zeitlos. Keine Frage, die Opel-Designer haben hier vom Vorbild VW Golf gelernt. Auch wenn der Ein- und Ausstieg natürlich nicht ganz so hüft- und gelenkschonend erfolgt wie bei einem der angesagten Kompakt-SUV, gelingt er bei Astra selbst bei nicht mehr ganz so juvenilen Menschen ohne Verrenkungen. Man „fällt“ nicht zu tief und kommt auch ohne Probleme wieder raus. Geht doch! Der Fahrer nimmt in der von uns gefahrenen Ausstattungsversion Innovation auf einem AGR-Sitz Platz. Dieses von der Aktion Gesunder Rücken zertifiziertes ergonomische Gestühl ist vielfach in Höhe, Länge und Neigung verstellbar, so dass sowohl kurz- als auch langbeinige Fahrer eine bequeme und aktive Position einnehmen können. Besonders bei längeren Touren macht sich die Lendenwirbelstütze positiv bemerkbar. Beine, Becken und Bandscheiben verlangen keine Aufmerksamkeit. Das Platzangebot im 4,37 Meter langen Fahrzeug geht in Ordnung. Das Kofferraumvolumen beträgt 370 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf bis zu 1.210 Liter. Das ist ordentlicher Durchschnitt. Die Ladekante des Gepäckteils ist leider recht hoch. Apropos Ergonomie: Diese ist nicht nur auf die Sitzposition beschränkt. Die klassische Tachoanzeige und das digitale Tachodisplay sind gut ablesbar, die Handhabung der wenigen Funktionsknöpfe und Schalter erfolgt fast intuitiv. Die meisten Funktionen werden über einen großen Touchscreen ausgeführt. Über ihn werden unter anderem die Integration für Apple- und Android-Smartphones gesteuert oder die Daten des Bordcomputer abgerufen. Die Bedienung des Navigationssystems (Aufpreis: 990 Euro) erfolgt ebenfalls über den Bildschirm. Das System arbeitet schnell, die Navigationssoftware ist aktuell. Zu mäkeln gibt es allenfalls an der Qualität des Telefonempfangs. Bei Geschwindigkeiten über 140 km/h steigen die Nebengeräusche doch so stark an, dass der Gesprächsteilnehmer weniger gut zu verstehen ist. Wer täglich pendelt und dabei weite Wegstrecken zurückliegt, beschäftigt sich natürlich mit dem Thema Verbrauch und kommt vermutlich an einem sparsamen Diesel nicht vorbei. Der 1,6-Liter-Selbstzünder in unserem Testwagen leistet 100 kW/136 PS und markiert die goldene Mitte des Astra-Dieselangebots. Wenn es etwas weniger sein soll: Opel offeriert auch einen 81 kW/110 PS Diesel. Wenn es dagegen etwas mehr sein soll: Der 1.6 Biturbo kommt auf 110 kW/150 PS. Alle Diesel sowie die Benziner erfüllen bereits die erst im September 2019 gültige Euro 6d-TEMP-Norm. Das mittlere Aggregat macht seine Sache gut. 136 PS hören sich für Vielfahrer, die oft auf der Autobahn unterwegs sind, vielleicht nicht nach besonders üppiger Leistungsstärke an. Doch das Triebwerk überrascht positiv. Es tritt kernig an und wirkt vor allem auf Landstraßen durchaus stärker als es die Papierwerte suggerieren. Die PS werden über ein leicht und exakt handhabbares Sechsganggetriebe an die Vorderräder weitergegeben. Sieht man den Astra nicht als Sportlimousine, gibt also nur soviel Gas, wie es die handelsübliche Fortbewegung im Rahmen der Verkehrsregeln erlaubt, ist der Motor angenehm leise. Wird Leistung verlangt, kommt ein etwas knurriger Unterton hinzu. Im Sparmodus stellen sich Verbrauchswerte um 5 Liter ein, auch eine 4 vor dem Komma ist machbar. Der Normwert nach neuem WLTP-System liegt bei 4,6 Litern. Im Schnitt kamen wir mit 5,6 Litern aus, was durchaus in Ordnung geht, für eine reisetaugliche Limousine dieses Kalibers. Reisetauglich ist auch das Fahrwerk. Die Opel-Techniker haben einen soliden Kompromiss zwischen handlicher Agilität und rückenschonendem Komfort gefunden. Der Astra lenkt exakt ein und verzichtet zugleich darauf, jedes Schlagloch detailliert zu melden. Damit kann man im Alltag prima leben. Schließlich sitzt man in einer Kompaktklasse und weder in einem Sportwagen noch in einer großen Reiselimousine. Das merkt man nicht zuletzt an den Kosten. 25.770 Euro werden für den Astra mit dieser Motorisierung fällig, als „Innovation“ sind es 28.360 Euro. Hier gehören nicht nur der AGR-Fahrersitz zum Serienumfang, sondern unter anderem auch eine Zweizonenklimaanlage, 16-Zöller und Rückfahr- und Frontkamera. Dazu gibt es noch Assistenten zur Verkehrsschilderkennung, zum Spurhalten und zur Abstandsanzeige auf den Vordermann. Wer als Vielfahrer die elektronischen Helfer etwas ausgefuchster möchte, muss zum Assistenten-Paket greifen (Aufpreis 800 Euro bei Innovation). Hier ergänzt ein adaptiver Geschwindigkeitsregler die Helferschar. Für Vielfahrer besonders empfehlenswert ist das LED-Matrixlicht (Aufpreis 1.450 Euro). Außerhalb von Ortschaften schaltet sich immer das Fernlicht an. Erkennt die Kamera entgegenkommende oder vorausfahrende Autos, werden einzelne LED gezielt deaktiviert und die betroffenen Fahrzeuge ausgeblendet. Man sieht also nachts richtig gut. Und nicht vergessen die Lenkradheizung, die im Verbund mit Sitzheizung für die Vordersitze und die äußeren Plätze im Fond (Aufpreis 610 Euro) angeboten wird. Alles in allem ist der Opel Astra mit dem mittleren Dieselmotor ein guter Kompromiss im besten Sinne des Wortes. Opel Astra – Technische Daten: Fünftüriges, fünfsitziges Schrägheck-Kompaktauto, Länge: 4,37 Meter, Breite: 1,87 Meter (mit Außenspiegeln 2,04 Meter), Höhe: 1,49 Meter, Radstand: 2,66 Meter, Kofferraumvolumen: 370 – 1.210 Liter 1,6-Liter-Diesel, 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 320 Nm bei 2.000 – 2.250 U/min, 0-100 km/h: 9,4 s, Vmax: 213 km/h, Durchschnittsverbrauch nach WLTP: 4,6 Liter, CO2-Ausstoß: 121 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-TEMP, Effizienzklasse: B, Testverbrauch: 5,6 Liter, Preis: ab 25.770 Euro [Edition] Testwagenpreis: ab 28.360 Euro [Innovation] Kurzcharakteristik: Warum: weil es nicht immer ein Golf sein muss Warum nicht: weil es schöne kompakte SUV gibt Was sonst: VW Golf, VW Tiguan, Opel Grandland X, Peugeot 308Es muss nicht immer ein SUV sein. Auch in der Kompaktklasse gibt es noch schöne Fahrzeuge. Der Opel Astra gehört dazu, auch wenn er insgesamt zu den unauffälligen Vertretern zählt.

Fazit

Es muss nicht immer ein SUV sein. Auch in der Kompaktklasse gibt es noch schöne Fahrzeuge. Der Opel Astra gehört dazu, auch wenn er insgesamt zu den unauffälligen Vertretern zählt.

Testwertung

3,5/5

Gebrauchtwagen-Check: Opel Astra H  - Geduldiger Golf-Gegner
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Geduldiger Golf-Gegner Gebrauchtwagen-Check: Opel Astra H

Fünf Jahre (2004 bis 2009) lief der Astra H bei Opel vom Band. Angetreten als Golf-Konkurrent macht der Rüsselsheimer viel richtig und nur wenig falsch. 14 Jahre nach Markteinführung konkurriert der Astra noch immer mit dem Wolfsburger Klassenprimus. Heute allerdings auf dem Gebrauchtmarkt, wo man mit ein bisschen Geduld immer ein gutes Exemplar finden kann.

Karosserie und Innenraum: Der Astra H ist ein wahrer Verwandlungskünstler. Neben dem klassischen Fünftürer gab es ein Coupé mit drei Türen, einen Kombi namens „Caravan“ und ein Cabrio. Die Stufenheckvariante erschien 2008, fand aber kaum Abnehmer und ist daher auf dem Gebrauchtmarkt nahezu nicht vorhanden. 2007 gab es ein Facelift, bei dem die Optik marginal aufgefrischt wurde. Der Innenraum ist typisch für die Kompaktklasse Anfang der 2000er und mit heute aktuellen Nachfolgemodellen nicht mehr zu vergleichen. Wer keinen besonderen Wert auf edle Materialien und modernes Infotainment setzt, findet sich im geräumigen und komfortablen Interieur aber sicherlich zurecht. Hervorzuheben sind die bequemen Sitze, die auch auf langen Strecken guten Halt bieten.

Motor: So vielfältig wie die Auswahl an Karosserievarianten ist auch das breit gefächerte Portfolio der Motorisierungen. Insgesamt zehn Diesel und elf Benziner waren über die fünfjährige Bauzeit im Astra H zu haben. Los ging es mit einem 1,4 Liter großen Ottomotor, der 66 kW/90 PS leistet. Dieser ist allerdings allerhöchstens für reine Stadtfahrer zu empfehlen. Am anderen Ende der Skala zeigt der Astra OPC seine Muskeln, der aus zwei Liter Hubraum auch nach heutigen Maßstäben ordentliche 177 kW/240 PS schöpft. Wer sich für einen Selbstzünder interessiert, sollte beachten, dass es einen Rußpartikelfilter bis 2007 nur gegen Aufpreis gab.

Fahrwerk: Chassis und Aufhängung des Astra H lassen sich getrost als sicher und komfortabel bezeichnen. Der OPC war seinerzeit außerdem einer der spaßigsten Hothatches – Rennprofi und OPC-Chef Volker Strycek sei Dank. Wer mit dem Astra einen treuen Begleiter fürs tägliche Pendeln sucht, der ist mit den bequemen Federn gut bedient. Allerdings sollten diese regelmäßig überprüft werden, da der TÜV hier überdurchschnittlich viele Brüche vermeldet.

Ausstattung und Sicherheit: Zum Serienumfang des Astra H gehören neben sechs Airbags auch der Schleuderschutz ESP und ein Bremsassistent. 2004 gab es beim Euro-NCAP-Crashtest die volle Punktzahl von fünf Sternen. Wer etwas mehr Geld in die Hand nehmen möchte als für einen „nackten“ Astra nötig, findet Modelle mit adaptivem Xenon-Licht oder elektronisch gesteuerten Dämpfern – überraschend in einem bis zu 14 Jahre alten Auto.

Qualität: Solide. Wer sich als Gegner den scheinbar übermächtigen VW Golf aussucht, sollte besonders im Kapitel „Qualität“ seine sieben Sinne beisammen halten. Der Astra H hat zwar ein paar Kinderkrankheiten wie undichte Klimaanlagen oder ruckelnde Benzinmotoren (per Software-Update zu beheben), im Großen und Ganzen ist der Rüsselsheimer aber ein treuer Begleiter über viele Jahre. Rückrufe gab es wegen Defekten an der Hupe und am Öldruckschalter. Mit dem Facelift 2007 wurde es besser. Der TÜV moniert an viel gefahrenen Exemplaren gerne die bereits erwähnten Federn und einen erhöhten Ölverlust. Dafür gibt es sehr wenig Rost und gute Bremsen. Im Dauertest der Auto Bild lief ein Astra H mit 1,9-Liter-Diesel über 200.000 Kilometer ohne größere Probleme.

Fazit: Mit dem Astra H hat Opel vor anderthalb Jahrzehnten einen soliden Dauerläufer auf die Räder gestellt, der noch heute ein guter Fang sein kann. Wer ein wenig auf die neuralgischen Stellen achtet und sich mit der in die Jahre gekommenen Optik abfinden kann, wird auf dem Gebrauchtmarkt mit Sicherheit fündig werden. Ordentliche Exemplare mit vertretbaren Kilometerständen finden sich in den einschlägigen Börsen schon ab 2.800 Euro.   

 Zwar ist der Astra H von Opel optisch schon etwas in die Jahre gekommen, für den schmalen Geldbeutel kann der Kompakte aber durchaus die richtige Wahl und zudem ein zuverlässiger Begleiter sein – wenn man ein paar Dinge beachtet.

Fazit

Zwar ist der Astra H von Opel optisch schon etwas in die Jahre gekommen, für den schmalen Geldbeutel kann der Kompakte aber durchaus die richtige Wahl und zudem ein zuverlässiger Begleiter sein – wenn man ein paar Dinge beachtet.

Testwertung

4,0/5

Gebrauchtwagen-Check: Opel Astra J - Ein zuverlässiger Begleiter
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Ein zuverlässiger Begleiter Gebrauchtwagen-Check: Opel Astra J

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der Opel Astra der Generation J (2009 bis 2015) eine sichere Wahl. Mängelfrei ist aber auch der Kompakte aus Rüsselsheim nicht.
 
Karosserie und Innenraum: Zwar tangiert der Astra J mit seiner Länge von 4,42 Metern schon die Mittelklasse, trotzdem geht es innen eher beengt zu. Der Knieraum vor den Rücksitzen ist ebenso wie das Kofferraumvolumen von 370 Litern knapp bemessen. Auch der alternativ zum Fünftürer angeboten Kombi „Sports Tourer“ ist alles andere als ein Raumwunder, 500 Liter packt er hinter die Rückbank. Vorn nimmt man hingegen bequem auf rückenfreundlichen Sitzen Platz, die Verarbeitung ist sehr solide. Das Cockpit mit seinem wenig intuitiven Bediensystem wirkt allerdings überladen. Als weitere Karosserievarianten sind der flott geschnittene Dreitürer GTC (seit 2012) und das bis heute erhältliche Cabrio Cascada zu nennen. Ab dem Facelift 2012 war auch ein Stufenheck bestellbar, das aber hierzulande kaum verbreitet ist.
 
Motoren: Über sechs Jahre Bauzeit umfasst die Motorenpalette des Astra J knapp 20 verschiedene Triebwerke beziehungsweise Versionen. Die schwächeren Benziner fallen durch ihre Durchzugsschwäche auf, eine bessere Wahl sind die Turbomotoren ab 88 kW/120 PS. Nach oben schließt der wenig verbreitete Astra OPC mit 2,0-Liter-Aggregat und 206 kW/280 PS den Spaßbereich ab. Das Diesel-Angebot ist sehr breit gefächert, beginnend mit dem agilen und sparsamen 1,3-Liter Aggregat (70 kW/95 PS). Weit verbreitet sind die etwas rauen 1,7-Liter-Diesel, darüber rangieren die 2,0-Liter-Triebwerke mit bis zu 143 kW/195 PS.

Ausstattung und Sicherheit: Beim Euro-NCAP-Crashtest schnitt das Modell 2009 in Sachen Insassenschutz hervorragend ab, auch die Kindersicherheit überzeugte. Serienmäßig an Bord sind immer sechs Airbags und der Schleuderschutz ESP. Auch Klimaanlage und elektrische Fensterheber gehörten zum Basis-Ausstattungsumfang. Aufpreis kosteten moderne Assistenten wie der auf Kamerasensoren basierende Auffahrwarner und Spurhaltehelfer. Für Vielfahrer interessant sind beispielsweise das adaptive Xenon-Kurvenlicht oder die in den höheren Ausstattungslinien serienmäßigen „Ergonomiesitze“. Freizeitnutzer könnten an dem in die Heckstoßstange integrierten Fahrradträger Gefallen finden („Flex-Fix“). 
 
Qualität: Überdurchschnittlich viele mängelfreie Exemplare beim TÜV machen den Astra J zu einer echten Empfehlung in der Kompaktklasse. Mit Rost hat der Rüsselsheimer nicht zu kämpfen und auch das Fahrwerk ist solide. Lediglich die Mängelquote bei Federn und Dämpfern ist bei sieben Jahre alten Astra deutlich erhöht, schon der Vorgänger hatte mit häufig mit gebrochenen Federn zu kämpfen. Außerdem macht dem Astra J typischerweise Ölverlust zu schaffen. Häkchen machen die TÜV-Prüfer hinter die Kapitel Licht, Bremsen und Auspuffanlage.
 
Fazit: Seine konzeptionellen Schwächen gleicht der Astra J mit guter Langzeitqualität aus. Wer ein gepflegtes Exemplar mit angemessenem Kilometerstand findet, kann mit dem Kompakten nicht viel falsch machen. Die Auswahl an Astra J ist groß: Auf den Internetbörsen starten die Preise bei etwas unter 5.000 Euro. Für ein Exemplar mit weniger als 100.000 Kilometern muss man mindestens 7.000 Euro investieren.

Qualitätsprobleme hatte Opel beim Astra J längst überwunden. Als Gebrauchter punktet der Kompakte daher mit guter Haltbarkeit. Lediglich eine konzeptionelle Schwäche müssen Interessenten in Kauf nehmen.

Fazit

Qualitätsprobleme hatte Opel beim Astra J längst überwunden. Als Gebrauchter punktet der Kompakte daher mit guter Haltbarkeit. Lediglich eine konzeptionelle Schwäche müssen Interessenten in Kauf nehmen.

Testwertung

3,5/5

Opel Astra 1.4 Ecotec CNG - Spätes Sparpotenzial
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Spätes Sparpotenzial Opel Astra 1.4 Ecotec CNG

Opel erweitert das Motorenprogramm des Astra um eine Erdgasversion namens 1.4 Ecotec CNG. Die mindestens 23.000 Euro teure Motorisierung kann sowohl mit Erdgas als auch Benzin gefahren werden.

Angetrieben wird der Astra CNG von einem 81 kW/110 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment starken 1,4-Liter-Turbomotor. Die Sprintzeit der ausschließlich mit manuellem Sechsgang-Getriebe erhältlichen Variante gibt Opel mit 10,9 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Der Ottomotor verträgt neben Benzin auch Erdgas und Biogas oder eine beliebige Mischung daraus. Das Gas wird in zwei Tanks aus Kohlefaser-Verbundstoffen gespeichert, die insgesamt 19 Kilogramm des Kraftstoffs speichern können. Angesichts eines Normverbrauchs von 4,1 bis 4,3 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer sind Reichweiten von rund 450 Kilometer im reinen Gasbetrieb möglich. Zusätzlich ist eine Benzinreserve von 13,7 Liter an Bord, mit der man über 200 Kilometer weit kommen kann.

Den CNG-Astra gibt es ab der Ausstattung Business als Fünftürer für 23.020 Euro, die Kombiversion Sports Tourer kostet 1.100 Euro Aufpreis. Zur Basisausstattung gehören Parkpiepser hinten, Tempomat, Radio, Klimaanlage sowie Fensterheber vorne und hinten. Die Mehrinvestition für den CNG-Antrieb liegt im Vergleich zu einem ähnlich motorisierten Benziner bei gut 3.600 Euro. Angesichts der bis 2026 subventionierten Erdgaspreise dürfte sich die neue Astra-Motorisierung bei den aktuellen Benzinpreisen nach einer Fahrleistung von etwa 100.000 Kilometer amortisieren.  
 

 

Fazit

Opel bietet den Astra ab sofort in einer Erdgas-Version an, mit der sich die Spritkosten in etwa halbieren lassen. Man muss allerdings viel fahren.

Testwertung

4,0/5

Opel Astra 1.0 Fünftürer im Dauertest mit technischen Daten und Preis
auto-news

Reine Formsache?

Haar, 22. Dezember 2016

Meine Nachbarin ist begeistert: "So ein elegantes Auto!" sagt sie spontan beim Anblick unseres Dauertestwagens, einen aktuellen Opel Astra Fünftürer in Kokusnussbraun-Metallic. Die Dame muss es wissen, schließlich fährt sie das Vorgängermodell. Vor lauter Begeisterung hat sie ihr Auto gleich neben GG-BO 162 geparkt. Ideal also, um einen ersten direkten Vergleich anzustellen. Schließlich hat der neue Astra viele Vorschusslorbeeren geerntet, wurde gar zum Auto des Jahres 2016 gewählt.

Optische Evolution
Sofort fällt auf: Opel hat das bisherige Astra-Design geschickt weiterentwickelt. Gut so, denn im Gegensatz zum golfigen Erzfeind von VW war bislang jede Astra-Generation komplett anders gestaltet. Beim K-Modell sorgt eine im hinteren Bereich etwas flacher verlaufene Dachlinie für weniger Pummeligkeit. Gleichzeitig wirkt der Astra nun nicht mehr so beliebig. Denn ganz ehrlich: Die alte Ausgabe sah immer nach Mitsuyota-Hondabaru-Kiadai aus. Das Cockpit ist um Welten aufgeräumter als beim alten Astra, wenngleich auch hier etwas Eingewöhnung nicht schadet. Was allerdings bei Sonnenschein auffällt: Die an sich feinen Chromzierleisten blenden enorm, gleichzeitig leidet der Blick auf den Touchscreen. Kritikwürdig sind auch die recht klein geratenen Anzeigen von Tacho und Drehzahlmesser, sie sind etwa im Mokka X besser ablesbar.

Einmal mit allem, bitte!
#Apropos: Bei der Ausstattung hat sich Opel nicht lumpen lassen und uns die große Hafenrundfahrt spendiert, Kostenpunkt ab Werk 27.490 Euro. An Bord sind zum Beispiel das 900er-IntelliLink-Navi mit Acht-Zoll-Touchscreen sowie die feinen AGR-Sitze vorne inklusive Leder, Massagefunktion und Belüftung. Wohlgemerkt: Wir reden hier über einen Kompaktwagen! LED-Scheinwerfer und eine Frontkamera mit Verkehrszeichen-Erkennung plus Spurhalte-Assistent runden die Komplettheit ab. Halt! Fast hätte ich noch den Duftzerstäuber vergessen. 50 Euro kostet die Schnupperei für sensible Riechkolben. Eine Rückfahrkamera ist in der Topausstattung "Innovation" bereits serienmäßig. Diese ist auch deswegen empfehlenswert, weil der Aufpreis zum darunterliegenden Niveau nur 800 Euro beträgt. Bei unserem Astra würde man mit mindestens 18.360 Euro zur Kasse gebeten werden, denn er hat den Einliter-Turbobenziner mit 105 PS. Motto: Willkommen im Dreizylinder-Club. Doch statt der mageren Basisausstattung (immerhin mit Klimaanlage) sollte es schon mindestens der "Edition" für 20.180 Euro sein. Er bietet ein farbiges Touchscreen-Radio, Parksensoren hinten und einen Tempomat.


Bei denen piept es wohl

Autos, die über einen längeren Zeitraum zu uns kommen, haben Urlaub. Genauer gesagt, Teile der Redaktion, weshalb unsere im Parkhaus stationierten Lebensabschnittsgefährten auf vier Rädern die Kilometer verschlingen wie der unvergessene Bud Spencer seine Bohnen mit Speck. Beim Opel Astra 1.0 alias "Drei Töpfe für ein Halleluja" sorgte eine Tour in die Bretagne für erhöhten Autobahn-Appetit. Unsere französischen Freunde haben dort ein Tempolimit von 110 km/h festgelegt. Gut für den Verbrauch, schlecht für den ferienreifen Körper, AGR-Sitze hin oder her. Die Rettung (zumindest für den Fahrer) heißt Massagefunktion. Theoretisch jedenfalls. Praktisch ist der dazugehörige Knopf links am Fahrersitz so gut versteckt wie das Bernsteinzimmer. Während der Fahrt dort herumfummeln? Lieber nicht. Doch das ist der einzige gröbere Ergonomiepatzer im neuen Astra. Was uns alle freilich in den Wahnsinn trieb, waren die Parkpiepser vorne und hinten. Okay, Opels Kompakter ist mit 4,37 Meter Länge und 1,81 Meter Breite nicht überall der Tiefgaragen-Prinz. Gut also, wenn es Sensoren am Auto gibt. Aber die Dinger piepsen schon bei genügend Restabstand zum Hindernis so dermaßen penetrant wie das EKG eines Patienten mit fünf Kilo Ecstasy im Blut. Dieses Verhalten zieht sich seit Jahren durch alle Modelle der Marke, ob Insignia oder Mokka X. Ganz ehrlich: Das sorgt mehr für unnötige Panik, als das es hilft.

Drei gewinnt
Wie lebt es sich nun mit dem Dreizylinder-Turbobenziner? Die Maschine ist sehr gut gedämmt, nur beim Herausbeschleunigen rumort es mit typischer Klangnote. Einen Minuspunkt gibt es beim Ampelstart: Hier braucht der Astra etwas, um aus der Knete zu kommen. Hat man erst einmal Fahrt aufgenommen, geht es zwar nicht pfeilschnell, aber durchaus ordentlich vorwärts. Bis Tempo 160 läuft es flüssig, darüber wird es zäh. Aber unter uns: Wenn ich mit 200 über die Bahn prügeln will, nehme ich dafür keinen 105-PS-Kompakten. Eine Frage bleibt dennoch offen: Warum spendiert Opel dem Dreizylinder eigentlich keinen sechsten Gang? Umso überraschender ist der Verbrauch: Trotz wechselnder Fahrer blieb der Astra im Bereich mit einer Sechs vor dem Komma und lieferte fast konstant Schnitte zwischen 6,0 und 6,3 Liter. Respektabel, obwohl der Motor oft gefordert wurde. 4,4 Liter gibt Opel offiziell an, doch das ist so realistisch wie eine Prügelszene von Bud Spencer und Terence Hill. Auch bei strammem Autobahntempo von 160 bis 180 km/h ging der Verbrauch noch in Ordnung: 8,2 Liter.

Schalten und schalten lassen
Und was sagen die lieben Kollegen zum Astra? "Innen sehr appetitlich" - stimmt, hier hat Opel zweifelsohne den Anschluss an Golf und Co. geschafft. "Der Motor fühlt sich schwach an und grummelt wie ein alter Mixquirl." Der erste Punkt hängt davon ab, von welchem Motor man in den Astra umsteigt, der zweite Punkt ist nicht von der Hand zu weisen. Andere Dreizylinder sind leiser. Auch ein zusätzlicher Gang wurde diesbezüglich vermisst, zumal die Schaltung noch etwas geschmeidiger sein könnte. Schade: Eine richtige Automatik gibt es für den 1.0 Turbo nicht, stattdessen leider nur ein automatisiertes Schaltgetriebe. Ein weiterer Kommentar: "Die Hinterachse ist eine Spur zu ruppig": Um die Bandscheiben muss man sich zwar nicht sorgen, doch der alte Astra rollte geschmeidiger ab.

Solide Mischung

Insgesamt entpuppt sich der Astra des Jahres 2016 aber als stimmiges Gesamtpaket, für das es je nach Gusto auch andere Motoren und auch einen Kombi gibt. Otto Durchschnittsfahrer ist mit dem Einliter-Dreizylinder aber sehr gut bedient, zumal es für den so motorisierten Fünftürer öfters günstige Angebote der Händler gibt. Auch der Blick auf die Opel-Seite im Internet fördert manchmal Rabattaktionen zu Tage. Doch egal, wie man sich entscheidet: Der aktuelle Astra ist jeden Cent wert.

Fazit

In seiner aktuellen Version muss sich der Opel Astra in keinster Weise vor dem VW Golf verstecken. Punkte sammelt er mit dem gut konstruierten Dreizylinder-Benziner und seinem großzügigen Platzangebot. Auch preislich bleibt der Astra im Rahmen. Optimierungsbedarf besteht beim Fahrwerk, hier würden wir uns mehr Komfort wünschen. Trotzdem: Opel ist zurück in der richtigen Spur und wieder eine nähere Überlegung wert. + viel Platz, ansprechende Materialien, sparsamer Motor - nervöse Parkpiepser, teilweise raues Laufgeräusch, gelegentlich zu harte Federung

Testwertung

4,5/5

Irmscher tunt den Opel Astra - Ein Hauch von OPC
Autoplenum

Ein Hauch von OPC Irmscher tunt den Opel Astra

Noch müssen Fans sich beim neuen Opel Astra gedulden, bis eine OPC-Version kommt. Wer schon jetzt ein wenig mehr Power-Feeling für seinen kompakten Blitzträger wünscht, kann beim Opel-Tuner Irmscher ein Tuningpaket ordern, welches optisch als auch fahrtechnisch für mehr Dynamik sorgt.

Wer es etwas zügiger unterwegs sein will, kann bei Irmscher für alle Astra-Motoren unter anderem eine Leistungssteigerung um 22 kW/30 PS bekommen. Im Fall der derzeitigen Topversion Turbo wächst damit die Leistung auf durchaus sportliche 170 kW/230 PS.

Für eine sportlichere Straßenlage bietet Irmscher zudem eine Fahrwerkstieferlegung um drei Zentimeter an. Zusätzlich kann der Kunde Leichtmetallräder in drei Designs und verschiedenen Größen ordern. Während ab Werk maximal 18 Zoll große Räder verfügbar sind, hat Irmscher auch Felgen mit 19 oder 20 Zoll Durchmesser im Portfolio. Besonders auffällig ist die Felge „Heli Star“ mit fünf verdrehten und sichelförmigen Speichen.

Außerdem bietet der Tuner Karosserieanbauteile an, mit denen der Astra bereits im Stand ein wenig mehr die Muskeln spielen lässt. Dazu gehören Seitenschweller, eine Frontspoilerlippe mit Lufteinlässen sowie ein Kühlergrillgitter im Wabendesign samt oberer Abschlussleiste aus Alu oder Carbon.

Bis eine OPC-Version des neuen Opel Astra kommt, wird es noch ein Weilchen dauern. Irmscher hat mit einem neuen Tuningpaket aber bereits eine Alternative im Programm.

Fazit

Bis eine OPC-Version des neuen Opel Astra kommt, wird es noch ein Weilchen dauern. Irmscher hat mit einem neuen Tuningpaket aber bereits eine Alternative im Programm.
Opel Astra mit OPC-Paket - Schaf im Wolfspelz
Autoplenum

Schaf im Wolfspelz Opel Astra mit OPC-Paket

OPC-Fans werden sich noch ein Weilchen gedulden müssen, bis vom neuen Astra eine Starkversion kommt. Vorläufig können sich Performance-Jünger jedoch mit dem OPC Line Sport-Paket trösten. Dieses verleiht für 1.150 Euro Aufpreis dem kompakten Fünftürer eine dynamischere Optik.
 
Auffälligste Komponente des Pakets ist die Frontschürze, die für einen etwas satteren Stand sorgt. Verantwortlich dafür sind vor allem die in den unteren seitlichen Ecken befindlichen Lufteinlässe mit Lamellengitterverkleidung. Zusätzlich sorgen Seitenschweller in den Flanken sowie die modifizierte Heckschürze mit vertikal angeordneten Zusatz-Rückleuchten für einen insgesamt bulligeren Auftritt.
 
Kombinierbar ist das OPC-Paket mit sechs Metallic- und zwei Brillant-Lackierungen sowie den Ausstattungs-Niveaus Active, Dynamic oder Innovation. Den sportlichen Eindruck kann der Kunde noch mit jeweils rund 100 Euro teuren Außenspiegelblenden in Carbon- oder Alu-Optik sowie mit Nebelscheinwerfereinfassungen verstärken.

Wem das Warten auf den neuen Astra OPC zu lange dauert, kann sich vorerst mit dem neuen OPC-Optikpaket trösten. Die Ausstattungsoption ist ab sofort bestellbar.

Fazit

Wem das Warten auf den neuen Astra OPC zu lange dauert, kann sich vorerst mit dem neuen OPC-Optikpaket trösten. Die Ausstattungsoption ist ab sofort bestellbar.

Über Opel Astra

Opel Astra

Der Opel Astra im Test. Auf dieser Seite findest Du alle Informationen zum erfolgreichen Kompaktklasse-Modell: Anschaffungspreise, Daten zum Verbrauch und andere Kosten. Lies Erfahrungsberichte zum Astra der ersten Generation und erfahre, warum er in den Verkaufszahlen dem Golf dicht auf den Fersen war. Bei uns findest Du Testberichte zum Opel Astra, Kaufberatungen und unabhängige Bewertungen von anderen Fahrern. Durchstöbere die Erfahrungsberichte und finde heraus, ob andere Fahrer mit Qualitätsproblemen zu kämpfen hatten, die den Erfolg des Astra ab der zweiten Generation dämpften. Im Check erfährst Du, ob der Astra ab der vierten Generation den schlechten Ruf überwinden kann. Überträgt der Wagen seine über die Generationen gewachsenen Außenmaße auch in den Innenraum?