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AUDI R8 2010

23 gewonnene Rennläufe gleich in der ersten Saison und sogleich drei Meistertitel – diese gewinnenden Gene der Rennversion R8 LMS werden nun, aufgewertet durch den erstarkten V10-Motor von Lamborghini und konsequenten Leichtbau in Form des neuen R8 GT auf die Straße gebracht. Schon der R8 5.2 FSI Quattro ist mit einem Leergewicht von 1.625 kg ziemlich leicht. Schwierig, da noch einmal im großen Stil Gewicht zu sparen.
Schwierig, aber machbar: Die Windschutzscheibe des R8 GT besteht nun aus dünnerem Glas, die Trennscheibe zwischen Passagierzelle und Motorraum sowie die Scheibe in der Heckklappe aus leichtem Polycarbonat (Effekt: - 9 kg). Der starre Heckflügel spart 1,2 kg, ausgedünntes Alu an der Klappe des 100 Liter-Gepäckbehelfs nochmals 2,6 kg. Die Heckklappe (- 6,6 kg), der Heckstoßfänger (- 5,2 kg) und die Sideblades (- 1,5 kg) sind nun aus Kohlefaser-verstärktem Kunststoff gefertigt (CFK), und auch den Technik-Komponenten des R8 wurde wirkungsvoll mit Diät gedroht: dem Bremskraftverstärker (- 1 kg), den Aluminium-Töpfen der Bremsscheiben (- 4 kg), der Batterie (- 9,4 kg) und der Motorraumdämmung (- 2,8 kg). Der leichtere Bodenteppich verantwortet überraschende 7,9 kg, die neuen Schalensitze, deren Chassis ebenfalls aus GFK gefertigt ist, gar 31,5 kg. Am Ende dieser Brutal-Diät pendelte sich der Zeiger der Waage bei nur 1.525 Kilogramm ein – exakt 100 kg weniger als der reguläre R8 mit dem 5,2-Liter-Zehnzylinder. Respekt.
Respekt den der Motor noch verstärkt, indem er erstarkte. Der überarbeitete V10 mit seinen rot lackierten Zylinderkopfhauben verleiht dem 4,43 m langen, 1,93 breiten und 1,24 flachen GT mit einem Leistungsgewicht von 2,72 kg pro PS noch mehr Flügel. Die Performance ist nicht mehr oder weniger als brutal: 0 – 100 km/h in 3,6 s, 0 – 200 in 10,8. Ende Gelände ist erst bei 320 km/h. Mit 5.204 cm3 Hubraum steht der V10 prächtig unterfüttert im Futter. Das spät abrufbare maximale Drehmoment (bei 6.500 U/min) und die Höchstdrehzahl bei 8.700 U/min enttarnen das Aggregat als Rennmotor. Die 560 PS (vorher 520) verdankt das heißblütige Aggregat hauptsächlich den Änderungen in der Motorelektronik. Die Trockensumpfschmierung des Motors sorgt dazu für einen tiefen Schwerpunkt, den der GT auch gebrauchen kann, wenn die sequentielle R tronic ihre sechs Gänge ballert, und die Kräfte via Viskokupplung und Allradantrieb, und überwacht von einer Launch Control auf die Straße getackert werden. Eine direkte Servolenkung (16,3 : 1), das um 10 mm absenkbare Gewindefahrwerk und äußert taffe Bremsen (380er-Scheiben vorn, 356er hinten) verstehen sich da beinahe von selbst. Ein ESP, welches sich in den Sportmodus schalten lässt ebenso. Fast alles am R8 GT riecht nach einem: nach Racing, Rennstrecke und nach hochprozentigem Gummiabrieb der 19 Zöller (235/35 und 295/30). Ran lässt der R8 GT aber leider nicht jeden. Dafür sorgt nicht nur der Preis, 193.000 Euro, sondern auch der wohl einzige Mangel des Audi R8 GT: Die Serie ist auf 333 Exemplare limitiert. (le)