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WHEELS-Ratgeber: So klappt es mit dem Fahrradträger

Man könnte meinen, dass Fußball die beliebteste Sportart der Deutschen ist. Im Fernsehen schon, im echten Leben ist es tatsächlich das Fahrradfahren. Deshalb existieren im Angebot der Sportgeschäfte Fahrräder für jeden Geldbeutel und Geschmack. Alleine in der Wikipedia werden etwa 50 verschiedene Fahrradtypen gelistet. Zu den beliebtesten Rädern gehören in Deutschland das Trekkingrad, das Rennrad, das Mountainbike/All-Terrain-Bike und das E-Bike. Seit 2014 sind die Fatbikes im Trend.

Das Verhältnis zum Fahrrad ist in Deutschland ein Besonderes. Manche, wie Felix Starck, machen mit dem Fahrrad eine Weltreise. Er legte in 365 Tagen 18.000 Kilometer auf seinem Bike zurück. Andere nehmen die Räder lieber mit, um von einem A zu einem weit entfernten B zu kommen und dort die Gegend zu erkunden. So werden zwei Räder erstmal auf vier durch die Gegend kutschiert, wobei regelmäßig das eine oder andere Fahrrad auf der Autobahn verlorengeht. Solche kostspieligen Missgeschicke passieren dann, wenn das Fahrrad auf dem Fahrradträger falsch befestigt wurde. Den Fahrradverlust vermeidet man, wenn man sich an einfache Regeln hält. Folgende Tipps zum Transport der Räder auf dem Fahrradträger sollte man daher beherzigen:

Richtiger Fahrradträger ist das A

Je nach Fahrrad- und Fahrzeugtyp sollte ein passender Träger gewählt werden. Denn es ist ein Unterschied, ob ein E-Bike oder ein Rennrad auf den Fahrradträger soll. Nicht nur sind die Reifen unterschiedlich breit, die Gewichtsunterschiede kommen auch hinzu. Ein Fahrraddachträger setzt zum Beispiel voraus, dass das Auto über eine Dachreling verfügt. Für E-Bikes sollte der Dachträger nicht benutzt werden, da diese schwer sind und dadurch das Fahrverhalten des Fahrzeugs stark beeinflussen können. Auch ein Fahrradheckträger ist nicht mit allen Fahrzeugtypen vereinbar. Fahrzeuge mit Fließheck sowie Vans oder Kombis eignen sich für diesen Trägertypen am besten. Bei den Kupplungsträgern müssen die Herstellerinformationen zur Anhängerkupplung am Auto berücksichtigt werden. Das zulässige Maximalgewicht darf nicht überschritten werden. Hinzu kommt, dass solche Träger über eigene Nummernschilder mit integrierter Beleuchtung sowie Rückleuchten verfügen müssen. Es ist verboten, die Schilder und Leuchten selbst im Nachhinein anzubringen. Überdies sollte man immer prüfen, ob das Fahrzeug für die gewünschte Trägerart zugelassen ist.

Je nach dem, für welche Art Fahrradträger man sich entscheidet, gibt es entsprechende Vor- und Nachteile. Werden die Fahrräder auf dem Dach verladen, muss man mit geändertem Fahrverhalten sowie erhöhtem Spritverbrauch rechnen. Einfache Handhabung ist dagegen der größte Vorteil des Dachträgers. Zudem ist er sehr gut zum Transport von Fatbikes geeignet. In den einschlägigen Foren geben Nutzer Tipps, wie man einen Dachträger entsprechend umbaut. Fahrradträger, die an den Heckklappen befestigt werden, setzen eben diesen stark zu – es kann zur Materialermüdung der Türscharniere kommen. Zudem versperrt so ein Heckträger den Zugang zum Kofferraum. Bei einem Kupplungsträger ist Letzteres nicht der Fall – der Kofferraum bleibt frei zugänglich. Auch steigt der Spritverbrauch, im Vergleich zu beiden anderen Varianten, nur minimal an. Sein größter Nachteil ist seine Sperrigkeit, sowohl beim Lagern als auch bei Transport, denn die Sicht nach Hinten wird durch ihn eingeschränkt. Beim Heckträger ist dies natürlich auch der Fall. Dennoch raten die meisten Experten, die Kupplungsträger zu benutzen, da sie zum einen den Kraftstoffverbrauch nur minimal steigern und zum anderen die sicherste Variante für den Transport von Fahrrädern am Fahrzeug darstellen. Wer hundertprozentig sichergehen will, baut die Bikes auseinander und verlädt sie im Kofferraum.

Saubere und sichere Ladung ist das O

Für den sicheren Transport der Fahrräder ist es wichtig, sie sauber zu verladen. Es kommt dem Fahrrad selbst zugute, da es nicht zerkratzt wird. Saubere Fracht hat zudem besseren Kontakt zu Halterungen und verrutscht nicht. Weiter ist es wichtig, das Gewicht möglichst zu reduzieren. Bei den ohnehin schweren E-Bikes sollten die Akkus abmontiert werden. Körbe, Getränkeflaschen und sonstige potentiell lose Gegenstände haben auf den Fahrrädern ebenfalls nichts verloren. Natürlich müssen die Trägerschienen zum Bike passen. Die Laufräder sollten nicht im Bereich der Schlauchventile befestigt werden und Fahrradrahmen aus empfindlichen Materialen können durch Rohrisolierschalen geschützt werden. Zusätzliche, über Kreuz gespannte Spanngurte sorgen für mehr Stabilität auf dem Heckträger. Nutzt man den Kupplungsträger, so sollte der Kupplungskopf am Fahrzeug sauber und ölfrei sein, sonst besteht die Gefahr von seitlichen Schwenkungen des Trägers. Durch richtige Gurtbefestigung kann man zudem für mehr Diebstahlschutz sorgen. Hier gibt es weitere sinnvolle Tipps zur richtigen Anbringung der Fahrräder auf dem Fahrradträger.

Generell sollte man sich beim Transport von Fahrrädern am Fahrzeug an folgende Regeln halten:

  • Tempolimit einhalten – max. 120 Stundenkilometer
  • Vorausschauende Fahrweise
  • Regelmäßige Pausen zur Überprüfung der Ladung
  • Zuladung/Höchstgewicht/Dachlast/Stützlast nicht überschreiten
  • Beim Verlust der Räder die Polizei rufen und auf keinen Fall selbstständig agieren