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Opel Cascada Cabrio (seit 2013)

Alle Motoren

1.6 DI Turbo (136 PS)

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Leistung: 136 PS
Neupreis ab: 33.995 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 7,2 l/100 km (komb.)

1.4 Turbo (120 PS)

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Leistung: 120 PS
Neupreis ab: 27.545 €
Hubraum ab: 1.364 ccm
Verbrauch: 6,6 l/100 km (komb.)

1.4 Turbo ecoFLEX (140 PS)

3,7/5 aus 3 Erfahrungen
Leistung: 140 PS
Neupreis ab: 28.600 €
Hubraum ab: 1.364 ccm
Verbrauch: 6,4 l/100 km (komb.)

1.6 Turbo (170 PS)

4,5/5 aus 2 Erfahrungen
Leistung: 170 PS
Neupreis ab: 28.245 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 6,3 l/100 km (komb.)

1.6 SIDI (170 PS)

3,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 170 PS
Neupreis ab: 29.540 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 7,2 l/100 km (komb.)

1.6 DIT (170 PS)

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Leistung: 170 PS
Neupreis ab: 31.795 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 7,3 l/100 km (komb.)

1.6 SIDI (200 PS)

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Leistung: 200 PS
Neupreis ab: 31.745 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 6,8 l/100 km (komb.)

2.0 CDTI (165 PS)

4,5/5 aus 3 Erfahrungen
Leistung: 165 PS
Neupreis ab: 30.180 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 5,2 l/100 km (komb.)

2.0 CDTI (170 PS)

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Leistung: 170 PS
Neupreis ab: 31.725 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 4,9 l/100 km (komb.)

2.0 BiTurbo CDTI (195 PS)

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Leistung: 195 PS
Neupreis ab: 32.930 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 5,2 l/100 km (komb.)
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Alle Tests

Opel Cascada Cabrio (seit 2013)

Opel Cascada 1.6 Sidi Turbo im Fahrbericht: Mit einer Extraportion Leistung
auto-motor-und-sport

Opel Cascada 1.6 Sidi Turbo im Fahrbericht: Mit einer Extraportion Leistung

Wer die Preisliste des Opel Cascada studiert, findet dort viele Möglichkeiten, die das Fahren mit dem offenen Viersitzer noch angenehmer machen. Etwa sehr gute Ergonomiesitze (685 Euro) oder das Komfort-Paket (650 Euro) mit Lenkrad- und Sitzheizung, Windschott und Parksensoren – speziell bei geschlossenem Verdeck ist die rückwärtige Sicht sehr eingeschränkt.

Opel Cascada mit zusätzlichem AutomatikgetriebeFür eine ähnliche Summe (1.245 Euro) gibt es aber auch die 200-PS-Version des 1.6 Turbo mit 30PS Mehrleistung und 20Nm höherem Drehmoment. Da der solide Cascada mit 1,7 Tonnen kein Leichtgewicht ist, kann diese Reserve nicht schaden, oder? Das stimmt schon, doch der Effekt gegenüber der 170-PS-Version hält sich in Grenzen. Am ehesten kann sich der stärkste Opel Cascada in der Durchzugsmessung absetzen, doch ein echter Sprinter ist auch die Topversion nicht. Sobald das Verdeck im 380-Liter-Gepäckraum verschwindet, wodurch sich dessen Volumen auf 280 Liter reduziert, spielt Tempo ohnehin keine Rolle mehr. Sonst beklagen sich die Fondinsassen neben der knappen Beinfreiheit auch über heftige Windböen. Cruisen passt zu dem kultiviert angetriebenen Opel Cascada besser. Ein Automatikgetriebe kostet übrigens auch nur 1.295 Euro – ist aber lediglich für die 170-PS-Version zu haben.

Opel Cascada - Neue Stärke unter der Wintersonne
Autoplenum

Neue Stärke unter der Wintersonne Opel Cascada

Der Opel Cascada ist ab sofort mit der stärksten Ausbaustufe des neu entwickelten 1,6-Liter-Benziners bestellbar. Der Turbo-Direkteinspritzer leistet 147 kW/200 PS und liefert  ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmetern. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 235 km/h erreicht. Als Verbrauch gibt der Hersteller 6,7 Liter auf 100 Kilometer an. Der Preis für die neue Spitzenversion des viersitzigen Stoffdach-Cabrios beträgt mindestens 29.490 Euro. Damit ist die Top-Version rund 3.500 Euro teurer als das Basismodell.

Die Motoren-Palette des Cabrios besteht damit nun aus sechs Triebwerken. Den Einstieg markiert ein 1,4-Liter-Benziner mit 88 kW/120 PS, darüber befinden sich die Versionen mit 103 kW/140 PS sowie eine 125 kW/170 PS starke Ausbaustufe des 1,6-Liter-Turbos. Als Selbstzünder stehen zwei Zweiliter-Turbodiesel mit 121 kW/165 PS und 143 kW/195 PS zur Wahl.

Neuerungen gibt es aber nicht nur unter der Motorhaube. Zu den bisher erhältlichen zehn Farben kommen nun Grün und Blau hinzu. Auch die Farbpalette für das Stoffdach wurde um die vierte Verdeckfarbe Beige ergänzt. Im Innenraum ist der Cascada jetzt wie der Kleinstwagen Adam mit dem Infotainment-System „Intelli Link“ zu haben, das die Integration des Smartphones und bestimmter Apps in die Bordelektronik ermöglicht.

Die kalte Jahreszeit ist nicht unbedingt die beste für Cabrios, denn offen fahren will jetzt fast niemand. Damit Frischluftfanatiker nicht in den Winterschlaf fallen, sorgt Opel beim Cascada jetzt für eine leistungsstarke Neuerung.

Fazit

Die kalte Jahreszeit ist nicht unbedingt die beste für Cabrios, denn offen fahren will jetzt fast niemand. Damit Frischluftfanatiker nicht in den Winterschlaf fallen, sorgt Opel beim Cascada jetzt für eine leistungsstarke Neuerung.
Test: Opel Cascada – Frischluft-Vergnügen für Vier
auto-reporter.net

Test: Opel Cascada – Frischluft-Vergnügen für Vier

Nach langer, langer Zeit hat Opel in diesem Frühjahr mit dem Cascada wieder ein Mittelklasse-Cabrio auf den Markt gebracht. Der schnittige Open-Air-Viersitzer dürfte zwar keine voluminösen Verkaufszahlen bringen, doch wollen sich die Rüsselsheimer damit wieder einen verloren gegangenen Kundenkreis erschließen und ihr Image aufbessern. Das Urteil nach einem zweiwöchigen Test: Sollte gelingen.Der 4,70 Meter lange Cascada sieht nicht nur offen, sondern auch mit geschlossenem Verdeck elegant aus. Über dem tief liegenden Kühlergrill erstreckt sich eine stark akzentuierte Motorhaube mit hervortretendem Power-Dome. Eine horizontal um den Passagierraum verlaufende Chromleiste betont die sanft hochgezogene Taille und markiert den Übergang zwischen Karosserie und Stoffverdeck. Da gab es schon weniger attraktive Blechkleider.Stoffdach öffnet sich in 17 SekundenDas Stoffdach, in dem zwischen äußerer Dämmschicht und Innenraum-Verkleidung ein Polyester-Vlies zur Akustik- und Wärmedämmung verbaut wurde, öffnet und schließt sich per Knopfdruck durch einen elektrohydraulischen Mechanismus in 17 Sekunden bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h. Die Betätigung ist zudem auch im Stand via Fernbedienung per Fahrzeugschlüssel möglich. Das Cockpit und die Bedienelemente sind weitgehend mit dem Insignia identisch – also übersichtlich und intuitiv zu handhaben. Die Sitze sind bequem, wobei der Beifahrer sich etwas mehr Seitenhalt wünschte und die wertigen, sauber verarbeiteten Materialien sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre. Eine Sitzheizung ist für die Vordersitze immer erhältlich, die Ledersitze sind zusätzlich hitzereflektierend und bieten auf Wunsch eine Belüftungsfunktion.Recht geräumiges LadeabteilWie bei allen Cabrios gibt es Abstriche beim Ladevolumen. Doch bietet der Cascada mit 280 Litern bei geöffnetem und bis zu 380 Litern mit geschlossenem Verdeck einen der geräumigsten Kofferräume in diesem Segment. Zur Vergrößerung oder zum Transport besonders langer Gegenstände wie Skier gibt es das bekannte FlexFold-System, das die Rücksitzlehnen elektrisch fernentriegelt und im Verhältnis 50:50 umlegt. So lässt sich Gepäck bis zu einem Volumen von 750 Litern und Gegenstände bis zu 1,81 Meter Länge mitnehmen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche, geräumige Ablagefächer in der Tür, im und unter dem Instrumententräger und dank der elektrischen Parkbremse auch zwischen den Vordersitzen.Für den Vortrieb sorgte der neue 1,6-Liter SIDI-Turbomotor mit Direkteinspritzung. Er leistet 125 kW/170 PS und das maximale Drehmoment beträgt per Overboost 280 Newtonmeter. Kraft also satt, was sich auch aus den Technischen Daten (0 – 100 km/h: 9,6 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 222 km/h) ablesen lässt. Neben der üppigen Kraftentfaltung beeindruckt der Cascada zudem mit exzellenter Laufruhe. Ideal sowohl zum bei Frischluft-Freaks so beliebten Cruisen, als auch bei recht flotter Fahrt über kurvenreiche Landstraßen. Souveräne FahrleistungenDank einer steifen Karosserie, der ursprünglich für die Hochleistungsversion Insignia OPC entwickelten HiPer-Strut-Vorderachse und dem allerdings optionalen adaptiven mechatronischen FlexRide-Fahrwerkssystem absolvierte der Cascada auch anspruchsvolle, hügelige Strecken souverän. Allerdings erwies sich dabei der Normverbrauch von 6,3 Liter trotz serienmäßigem Start&Stop-System mehr als theoretisch. Knapp unter acht Liter zeigte der Bordcomputer an. Bleibt man beim Flanieren, nähert man sich dem Normverbrauch.Die Sicherheitsausstattung ist komplett und auch die wichtigsten Komfort-Features sind Standard. Da ist der Basispreis von 28.245 Euro zwar kein Schnäppchen, doch ein sehr faires Angebot. Wer weniger für das Frischluft-Vergnügen berappen will, muss auf den 1,4-Liter-Basismotor (ab 25.945 Euro) ausweichen, wer mehr will, kann sich für die höhere Ausstattungs-Linie Innovation entscheiden. In allen Fällen erhält man eine ganze Menge Auto, das nicht nur mit offenem Verdeck, sondern ganzjährig und mit Familie zu nutzen ist. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann).Daten Opel Cascada 1.6 SIDi Turbo ecoFlexLänge x Breite x Höhe (Meter):4,70 x 1,84 x 1,44Motor: Vierzylinder- Turbobenziner, 1,598 ccmMax. Leistung: 125 kW/170 PSMax. Drehmoment: 260 Nm ab 1.650 U/minDurchschnittsverbrauch: 6,3 Liter Super/100 kmCO2-Emission: 148 g/kmBeschleunigung von 0 auf 100 km/h: 9,6 SekundenHöchstgeschwindigkeit: 222 km/hKofferraum: 380 LiterVersicherung: HP: 17 / TK: 24 / VK: 24Basispreis: 28.245 Euro         

Neuer Top-Benziner für Opel Cascada - Schneller in den Frühling
Autoplenum

Schneller in den Frühling Neuer Top-Benziner für Opel Cascada

Opel bietet die Top-Variante seines neuen 1,6-Liter-Benziners ab Herbst für das Cabrio Cascada an. Die stärkste Ausbaustufe des Turbo-Direkteinspritzers leistet 147 kW/200 PS und liefert ein maximales Drehmoment von 300 Nm, das über ein manuelles Sechsganggetriebe an die Vorderachse geleitet wird. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 235 km/h erreicht. Als Verbrauch gibt der Hersteller 6,7 Liter auf 100 Kilometern an. Der Preis für die neue Spitzenversion des fünfsitzigen Stoffdach-Cabrios ist noch nicht bekannt, wird aber mindestens bei 30.000 Euro liegen.

Die Motoren-Palette des Cascada besteht damit nun aus sechs Triebwerken, den Einstieg markiert ein 1,4-Liter-Turbo mit 88 kW/120 PS, der mit 25.945 Euro in der Preisliste steht. Darüber rangieren eine 103 kW/140 PS starke Variante sowie eine 125 kW/170 PS starke Ausbaustufe des neuen 1,6-Liter-Turbos. Zudem stehen zwei 2,0-Liter-Diesel mit 121 kW/165 PS und 143 kW/195 PS zur Wahl.

Opel baut sein Motorenprogramm weiter aus. Die nächste Neuerung kommt dem Cabrio Cascada zugute – und macht den Fünfsitzer zum schnellen Cruiser.

Fazit

Opel baut sein Motorenprogramm weiter aus. Die nächste Neuerung kommt dem Cabrio Cascada zugute – und macht den Fünfsitzer zum schnellen Cruiser.
Opel Cascada 1.6 Turbo - Klasse übersprungen
Autoplenum

Opel Cascada 1.6 Turbo - Klasse übersprungen

Der Opel Astra ist zu groß und zu schwer. Das hat ausnahmsweise auch sein Gutes. Sonst hätte es wohl keine solch sehenswerte Cabrioversion gegeben. Opel nennt sie Cascada.

Der Opel Astra hat sich längst davon verabschiedet, dem Klassenprimus VW Golf ernsthaft die Stirn zu bieten. Doch immerhin mit Kombiversion und Cabrio kann man sich gekonnt in Szene setzen. Besonders der offene Opel Cascada gefällt; wird er aufgrund von Namen, Design und Größe nicht direkt mit dem Astra in Verbindung gebracht. Dass das alles andere als ein Nachteil ist, zeigt ein Zufallsstopp an einer Tankstelle im österreichischen Ennstal. "Was ist das denn für einer? Ein Opel?", schleicht der betont sportlich gekleidete Wandervogel um den Cascada herum, "sieht ja schick aus. Ein Insignia?" Nicht ganz; aber fast. Denn der Opel Cascada zeigt sich schon durch seinen Namen betont eigenständig und wird so von vielen Betrachtern nicht nur wegen seiner opulenten Gesamtlänge von 4,70 Metern mindestens eine Klasse höher eingeordnet, wo er an den Basismodellen von Audi A5 Cabrio und BMW 4er Cabrio kratzt.

Während Konkurrenzmodelle wie VW Golf Cabrio und Audi A3 Cabrio auf einer kurzen Schrägheckversion aufsetzen, was elegante Formen weitgehend erfolgreich verhindert, ist der Cascada mit seinem Radstand von 2,70 Metern ein echter Hingucker - offen wie geschlossen. Das Heck wirkt mit der großen Chromspange etwas übertrieben und allzu üppig ausgeformt; aber sonst haben die Opel-Designer hier wieder einmal ein sehenswertes Vehikel auf die bis zu 20 Zoll großen Räder gestellt. Weniger chic als das Äußere präsentiert sich der Innenraum. Hier ist es mit dem Pseudo-Premiumanspruch schneller als erwartet vorbei. Die Sitze sind abgesehen von der zu hohen Sitzposition ordentlich, doch Instrumente und Bedienmodule wirken bereits kurz nach dem Marktstart mächtig in die Jahre gekommen. So gibt es dröge Runduhren und Plastikoberflächen, die auch in der Kompaktklasse - aus der der Cascada eigentlich stammt - viele Wünsche offen lassen. Die Schalterwüste an der Mittelkonsole ist genauso bitter wie das Navigationssystem, das allenfalls Mitte der 90er Jahre noch einen zeitgemäßen Eindruck gemacht hätte.

Besser gefallen kann das Platzangebot, denn im Fond können zumindest Kinder reisen und der Laderaum von 280 Litern bei geöffnetem Dach lässt sich durch Umklappen der getrennt umlegbaren Rückbank auf bis zu 750 Litern erweitern. Mehr muss ein Cabriolet nicht bieten. Gelungen auch die Entscheidung von Opel, den Cascada mit einem vollelektrischen Stoffdach zu bauen, das bis Tempo 50 in etwas mühsamen 17 Sekunden öffnet und schließt. Ähnlich wie beim klassenhöheren Audi A5 wirkt das Cascada-Stoffdach wertiger und edler als vergleichbare Klappdach-Konstruktionen. Noch schicker wäre der Cascada, wenn die Designer das Dach ein Stück früher hätten enden lassen und dem Viersitzer optisch somit mehr Heckklappe geschenkt hätten. Praktisch und sehenswert ist er jedoch trotz Sonnenanbeter-Attribute allemal.

Dabei gaukelt einem der Opel Cascada gar nicht vor, sportliche Kernwerte in sich zu tragen. Er ist ein mehr als komfortabel abgestimmter Cruiser, den man lässig laufen lässt. Enge Kurven oder die flotte Gangart mag er nicht. Allzu schnell wankt die Karosserie und bremst den engagierten Piloten stark untersteuernd ein. In dieser Klasse möchte man lieber mit Hinterradantrieb unterwegs sein oder sich ggf. mit einem Allradler behelfen. Also wieder Fuß vom Gas und die seichten Landstraßenkurven im südlichen Salzburger Land weicher ausfahren. Die Sonne strahlt und mit hoch gefahrenen Scheiben kommt bis Tempo 100 nur ein seichtes Lüftchen in den Innenraum. Wer noch weniger Durchzug will, ordert das 290 Euro teure Windschott. Der nächste Herbst kommt bestimmt.

Der Motor im Opel Cascada 1.6 Turbo dürfte angesichts seiner Dimensionen schwächer nicht sein, denn die über 1,7 Tonnen Leergewicht sind eine Ansage, die sich in fast jedem Fahrbetrieb negativ bemerkbar macht. Denn mit seinen 125 kW / 170 PS und 260 Nm maximalem Drehmoment zwischen 1.650 und 4.250 U/min wirkt der Rüsselsheimer schwerfällig und alles andere als dynamisch motorisiert. Die manuelle Schaltung arbeitet ordentlich, jedoch genauso wenig sportlich ambitioniert wie Lenkung und Fahrwerk. Nervig bleiben bei flotter Gangart die Antriebskräfte, die sich über das griffige Lenkrad an den Piloten übertragen. Als offener Cruiser ist der mit diesem Motor mindestens 28.245 Euro teure Cascada ein ausgewogenes Paket. Der aufgeladene Vierzylinder zeigt sich im normalen Fahrbetrieb betont unaufgeregt. Locker, aber etwas zugeschnürt dreht das neue Triebwerk hoch und beschleunigt den Opel bestenfalls in wenig dynamischen 9,6 Sekunden auf Tempo 100. Der Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h steht dabei ein Normverbrauch von 6,3 Litern gegenüber, der sich im Praxistest nicht annährend realisieren ließ. In der Praxis verbrauchte der Opel Cascada 1.6 Turbo im allerdings bevorzugt offenen Fahrbetrieb 9,3 Liter. Nicht überraschend für einen kleinen Motor in einem großen Auto. Etwas mehr Hubraum und mehr Leistung bietet nur der 195 PS starke Zweiliter-Diesel.

Das Basismodell Opel Cascada Edition sollte man sich mit seinem kargen Ausstattungspaket gar nicht erst anschauen. Dann ist es mit Reisespaß und Eindruck schinden beim Nachbarn schneller als gewünscht vorbei. Bleibt nur die Ausstattungsvariante Cascada Innovation, die beim 1,6er für mindestens 31.845 Euro zumindest Klimaautomatik, Xenonlicht, elektrische Parkbremse, und 18-Zoll-Alufelgen bietet. Fair gepreist, aber trotz 1.300 Euro extra nicht überzeugen kann das Navigationssystem, das ebenso wie Bluetooth-Schnittstelle (ab 300 Euro), Ledersitze (ab 1.550 Euro) und Einparkhilfe (140 Euro) in keinem Cabrio fehlen sollte. Auf den Herbst kann man sich schon einmal freuen. Denn auch hier macht der Cascada einen sonnigen Eindruck.

Opel Cascada 2.0 BiTurbo CDTi im Fahrbericht: Mit der Kraft der zwei Lader
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Opel Cascada 2.0 BiTurbo CDTi im Fahrbericht: Mit der Kraft der zwei Lader

Vorbei die Zeiten, da Cabrio und Diesel als unvereinbar galten. Aktuelles Beispiel: Der ambitionierte Opel Cascada fuhr zum ersten Test mit dem brandneuen 170-PS-Benziner vor, das Topmodell wird aber vom 195PS starken Turbodiesel mit Doppelaufladung befeuert. Ab 1.750 Umdrehungen schickt er beachtliche 400 Newtonmeter Drehmoment ans Getriebe (1.6 SIDI: 260Nm). Damit ist der 1,7-Tonner für die Duelle mit der anvisierten Premium-Konkurrenz bestens gerüstet. Einziges Manko des Opel Cascada: Den Top-Diesel gibt es nicht in Verbindung mit dem in dieser Klasse gerne georderten Automatikgetriebe. Diese Option bleibt vorerst der 165-PS-Variante des Selbstzünders sowie dem 1.6 SIDI im Opel Cascada vorbehalten.

Opel Cascada Biturbo mit jeder Menge Kraft Was den Opel Cascada-Biturbo-Kunden aber herzlich egal sein kann, da ihr Aggregat mehr als genug Kraft für jede Beschleunigungsaufgabe bietet und so auch sehr schaltfaules Fahren ermöglicht. Egal ob sanftes Anziehen im großen Gang oder das forcierte Vergnügen in den Schaltstufen darunter – der Opel Cascada mit Doppelturbo beherrscht beide Spielarten, ohne dadurch zum Krawallo oder Säufer zu werden. Sein Fahrwerk macht selbst mit den optionalen 19-Zoll-Rädern einen ausgewogen-komfortablen Eindruck, und der ermittelte Verbrauch ist mit 7,8 Litern angesichts der Leistungsdaten akzeptabel.

Testwertung

2,5/5

Audi A5 Cabrio, BMW 320i Cabrio, Opel Cascada: Ein Cabrio will nach oben
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Audi A5 Cabrio, BMW 320i Cabrio, Opel Cascada: Ein Cabrio will nach oben

Dass so manche Erscheinung schneller aus der Mode kommt als gedacht, weiß man nicht erst, seit Discopalmen, Legwarmer und Karottenjeans passé sind. Nun scheint es, als könnte dem Hardtop-Cabrio ein ähnliches Schicksal bevorstehen. Besonders noble Cabrios tragen ohnehin traditionell lieber Schiebermütze als Klapphelm, da liegt Opel mit dem stoffbedachten Cascada genau im Trend. Zumal der knapp 4,7 Meter lange Viersitzer Opel Cascada ja nicht in der Kompakt-, sondern in der feinen Mittelklasse sein Glück versuchen soll. Also etwa gegen Audi A5 Cabrio und den offenen BMW 3er. Hier vertraut nur noch der BMW als Ältester im Vergleich (Debüt 2007) auf ein festes Klappdach. Der jüngere Audi (2009) kommt ebenfalls mit Stoffverdeck.

BMW-Handikap ist der Saugmotor Dabei hat das feste Dach des BMW auf den ersten Blick durchaus Vorteile: Die Übersichtlichkeit ist wegen der größeren Heckscheibe deutlich besser, und mit dem Hardtop taugt der 3er durchaus als Ganzjahres-Automobil. Allerdings dürfte der Anteil der Laternenparker in dieser Preisklasse eher gering sein, und das Klappdach lässt sich nur im Stand öffnen und schließen. Nicht weil es technisch problematisch wäre, sondern weil es gestrenge Zulassungsbehörden so wollen: Während der Öffnungsprozedur sind Kennzeichen und teilweise die Rückleuchten kurzzeitig verdeckt. Das Alter des 3er ist auch beim Antrieb nicht zu übersehen, denn in ihm arbeitet noch ein traditioneller Vierzylinder-Sauger mit 170PS, der gegen die gleich starken, aber durchweg moderneren Triebwerke des A5 und des Opel Cascada wenig Punkte verbuchen kann. Zieht er sich bei Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit noch achtbar aus der Affäre, zeigt er sich bei den Elastizitätsmessungen den modernen Turbo-Direkteinspritzern im Alltagsbetrieb unterlegen. Von 80 auf 120km/h im sechsten Gang benötigt er rund fünf Sekunden mehr Zeit – das sind Welten. Ein Blick auf die Drehmomentwerte der drei Motoren macht es deutlich: Das BMW-Triebwerk liefert bei 4.250 Umdrehungen 210Nm, die Turbos kommen auf 320 (Audi) und 280Nm mit Overboost im Opel Cascada, und das bei jeweils nur etwa 1.500 Umdrehungen. Da hilft es auch nicht mehr viel, dass der 3er ein exakt schaltbares, passend gestuftes Sechsgang-Getriebe mitbringt und die Verbrauchswerte kaum schlechter sind – der 320i reicht nicht an die Antriebsqualitäten des A5 1.8 TFSI und des Opel Cascada 1.6 Turbo heran. Besser überzeugen kann das BMW-Cabrio beim Fahrkomfort, obwohl es als einziges des Trios ohne Adaptivfahrwerk auskommen muss. Doch da der 3er mit seinem engen Innenraum und dem höchsten Grundpreis sowie einer recht mageren Ausstattung wenig Glanzlichter setzt, kommt er hier nicht an Opel Cascada und A5 vorbei.

Kultiviertes Fahren im Opel Cascada Im Opel Cascada wirkt nicht nur der Motor eine ganze Auto-Generation jünger. Die überaus funktionale sowie perfekt arbeitende und gut dämmende Dachkonstruktion wurde ja schon allenthalben gelobt. Daher hier nur so viel: Das können sie auch bei Audi nicht besser. Dass der im polnischen Gliwice gebaute Opel Cascada beim Cabrio-Feeling einen Windhauch schlechter abschneidet als der teurere Audi, liegt an der hohen Sitzposition und der sehr flachen, nach hinten gezogenen Frontscheibe. Da sitzt es sich zwar wohl behütet hinter Glas, doch der massive Scheibenrahmen beeinträchtigt die Sicht und das Wohlbefinden im Opel Cascada. Sitz- und Federungskomfort im Opel Cascada sind dagegen durchaus auf Augenhöhe mit der Premium-Konkurrenz – dann jedenfalls, wenn das Flexride-Fahrwerk (980 Euro) und die Ergonomie-Sitze (685 Euro) mitbestellt wurden. Beides wohlfeile Ausgaben, denn die in drei Stufen verstellbaren Adaptivdämpfer und die ausgezeichneten Sitze verleihen dem Opel Cascada premiumtaugliches Wohlfühlaroma. Doch auch wegen seines hochmodernen Direkteinspritz-Turbobenziners verweist der Opel Casacda den viel teureren 320i so deutlich auf Platz drei. Der 170PS starke Vierzylinder setzt zwar keine Bestmarken bei Verbrauch und Durchzug – da liegt das Audi-Triebwerk jeweils leicht vorn, doch er ist sehr kultiviert und leise. Die etwas rückmeldungsarme Lenkung und das im direkten Vergleich trägere Handling des Opel Cascada verhindern, dass der Abstand zum 320i noch größer wird. Bei rund 10.000 Euro Preisunterschied sollte dieses Manko gleichwohl leicht zu verschmerzen sein.

Audi A5 Cabrio gibt den Musterschüler Fast genau so groß ist die Differenz zwischen dem Kaufpreis des A5 Cabrios und dem Opel Cascada. Doch dafür hat der Audi einiges mehr zu bieten. Etwa ein kaum langsameres und nur unwesentlich geräuschintensiveres Stoffverdeck, das sich ebenfalls bis 50km/h öffnen und schließen lässt. Bereits im Preis inbegriffen ist ebenso die Klimaautomatik, die nur beim 3er 770 Euro Aufpreis kostet. Für wetterempfindliche Offenfahrer ist zudem ein Warmluftgebläse in den Kopfstützen (460 Euro) erhältlich, das bei Audi den schönen Namen Kopfraumheizung trägt, aber nur in Kombination mit den exzellenten Klimakomfortsitzen (880 Euro) zu haben ist. Während allein bei ihm die Xenon-Scheinwerfer einen runden Tausender extra kosten, verfügt der Audi serienmäßig über ein sehr effektives serienmäßiges Windschott (BMW 330 Euro, Opel Cascada 290 Euro). Bei allen dreien muss zur Montage Hand angelegt werden, am einfachsten klappt das beim A5. Überhaupt zählen gute Bedienbarkeit und durchdachte Ergonomie zu den Vorzügen des Audi, wie die sehr gute Verarbeitungsqualität, der beste Federungskomfort im Vergleich (mit Adaptivfahrwerk für 1.100 Euro), der kräftige, sparsame Motor und das sehr feinfühlige Handling sowie die ausgesprochen hohe Fahrsicherheit mit sensibel eingreifendem ESP. Dass er zudem sehr gute Sitze hat, das beste Platzangebot, die vollständigste Sicherheitsausstattung und die besten Bremsen, komplettiert das Bild eines rundum gelungenen Cabrios, das zwar nicht billig, aber ausgesprochen preiswert im Wortsinne ist. So geht Premium. Das muss auch der Opel Cascada einsehen, der mit dem A5 jedoch mehr gemeinsam hat als nur die schöne Stoffmütze.

Opel Cascada 1.6 Turbo SIDI im Test: Bei Opel klappt es wieder
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Opel Cascada 1.6 Turbo SIDI im Test: Bei Opel klappt es wieder

Namen sind – anders als Goethes Faust es im theologischen Disput mit Gretchen behauptet – mehr als Schall und Rauch. Beim Auto etwa können sie den Unterschied zwischen coolem Trendsetter und unscheinbarem Mitläufer ausmachen. Weshalb das neue Opel-Cabriolet nicht wie seine sämtlichen Vorgänger den Namen seiner Kompaktklasse-Basis aufträgt, sondern einen ganz eigenen für sich allein erhielt. Opel Cascada also, das passt. Zumal sich der neue Opel Cascada mit dynamischer Seitenlinie, ernstem Blick und vielen Chromapplikationen sehr um fließende Eleganz bemüht. Opel Cascada ginge auch als Insignia Cabrio durch Und allzuviel Astra steckt ohnehin nicht im Opel Cascada. Mit knapp 4,7 Meter Außenlänge und beinahe 2,7 Meter Radstand ginge er locker als Insignia Cabrio durch. Die innere Größe korrespondiert freilich nicht so ganz mit den stattlichen Außenmaßen des offenen Opel Cascada, wie sich beim ersten Probesitzen bereits feststellen lässt. Denn auf beiden Fondplätzen mangelt es den Insassen an Knieraum und Innenbreite, sodass die optionale Einstiegshilfe (Easy-Entry) der beiden Vordersessel fast unnötig erscheint. Man wird sie wohl nicht sonderlich häufig benötigen. Vorne sitzt es sich ohnehin besser, in ergonomisch korrekten AGR-Sitzen, die für 2.500 Euro Aufpreis mit ziergenähtem Nappaleder in den Farbton "Brandy" gehüllt sind. Weshalb das hier erwähnt wird? Weil der Opel Cascada in der getesteten Motorisierung und Ausstattung schon recht weit vom gern zitierten Viersitzer-Cabrio für wohlfeile 25.000 Euro entfernt ist. Immer noch günstiger als ein gleich starkes Audi A5 Cabrio Mit dem 170PS starken Turbobenziner werden mindestens 28.245 Euro fällig, mit der Innovation-Ausstattung wie beim Opel Cascada-Testwagen beginnt der Konfigurator ab 31.845 Euro zu rattern. Dann sind zwar bereits die Klimaautomatik, das sehr empfehlenswerte Xenon-Adaptivlicht AFL sowie 18-Zoll-Bereifung an Bord, doch mit ein paar Feinheiten wie dem erwähnten Nappaleder, dem großen Navigationssystem, dem Flex-Ride-Fahrwerk und der Frontkamera stehen schnell deutlich mehr als 35.000 Euro für den Opel Cascada auf dem Zähler. Damit ist er allerdings immer noch billiger als ein gleich starkes und ähnlich opulent ausstaffiertes Audi A5 Cabrio, das locker auf 48.000 Euro käme. Der noble Audi ist der erklärte Lieblingskonkurrent, so will es das Marketing. Doch damit sich die anspruchsvolle Premiumkundschaft für einen offenen Opel entscheidet, muss der einiges mehr können, als nur groß und hübsch zu sein. Losfahren also. Bevor das Triebwerk gestartet und das Verdeck zusammengefaltet wird, gilt es noch eines festzustellen: Wie in einigen anderen Opel-Modellen ist auch im Opel Cascada die Sitzposition für den Fahrer viel zu hoch. Selbst wenn die Sessel in die tiefstmögliche Position gefahren werden, haben die Insassen das Gefühl, mehr über als im Wagen zu thronen. Der Effekt verstärkt sich bei geöffnetem Verdeck sogar, da der voluminöse schwarze Querbalken des Scheibenrahmens direkt vor der Stirn zu sitzen scheint und so die Aussicht versperrt und das Cabrio-Feeling beeinträchtigt. Opel Cascada öffnet sich bis Tempo 50 Genug der Mäkelei, der Opel Cascada hat auch viel angenehmere Seiten – das serienmäßig elektrohydraulische Verdeck etwa. Es öffnet oder schließt sogar während der Fahrt, bis zu 50km/h funktioniert das. So reicht eine langsame Ortsdurchfahrt, um den Opel Cascada offenzulegen. Die Prozedur dauert gefühlte zehn Sekunden, auf der Stoppuhr sollen es 17 sein – wir glauben es gern. Die Montage des Windschotts (290 Euro Aufpreis) können sich die Insassen des Opel Cascada dagegen sparen. Bei hochgefahrenen Seitenscheiben und Tempo 130 verwirbelt kaum mehr als eine sanfte Brise die Frisuren der Besatzung. Und da wir schon dabei sind, die Qualitäten der Opel Cascada-Stoffmütze mit optionaler Akustikdämmung (ab 100 Euro) zu loben: Sie sitzt so passgenau und straff, dass selbst bei 180km/h auf der Autobahn Gespräche mit fast normaler Lautstärke möglich sind. Wer braucht da ein festes Klappdach à la Twin Top? 170 Turbo-PS agieren nur sanft Eine wahre Neuheit verbirgt sich sehr unaufgeregt im Motorraum des Opel Cascada: der neue 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit der Bezeichnung 1.6 SIDI Turbo (Spark Ignition Direct Injection), der 170PS und 280Nm entwickelt. Der aufgeladene Vierzylinder läuft kultiviert und leise, lässt allerdings auch ein wenig das Feuer vermissen. Einen richtigen Punch hat er in keinem Drehzahlbereich, jubelt sich dafür gleichförmig hoch, ohne einen Hehl daraus zu machen, dass er mit 1,8 Tonnen plus Besatzung etwas Mühe hat. Immerhin ist er relativ sparsam, kommt auf der ams-Verbrauchsrunde mit 6,4 Liter Super Plus aus – kaum mehr als der NEFZ-Wert von 6,3 L/100 km. Rund neun Liter pro 100 km können es bei zügiger Fahrt werden, und wenn es mal richtig pressiert, gurgeln sogar bisweilen über elf Liter durch die Direkteinspritzdüsen des Opel Cascada. So unwahrscheinlich ist das nicht, denn das Fahrwerk mit den vom Astra OPC übernommenen, so genannten Hiperstrut-Federbeinen und dem Watt-Gestänge an der Hinterachse verträgt noch deutlich mehr Leistung. So lenkt der Opel Cascada sehr zackig ein, bleibt in Kurven lange neutral, zeigt keine Lastwechsel-Zicken und bremst zudem noch ordentlich. Das übervorsichtige ESP wirkt zwar mitunter als Spaßbremse, doch ansonsten arbeitet das optionale Adaptiv-Fahrwerk namens Flexride (980 Euro) hervorragend. Es federt in allen drei Positionen angenehm, ohne übertrieben hart oder zu knautschig zu werden. Auch das passt zum eleganten Auftritt des neuen Opel. Was ihm noch fehlt, ist etwas Feinschliff: ein Hauch mehr Temperament im Antrieb, etwas mehr Detailverliebtheit. Dann wird der Opel Cascada selbst gegen die Premium-Konkurrenten gut aussehen.

Testwertung

4,0/5

Opel Cascada im Innenraumcheck: Viel Astra und große Premium-Ambitionen
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Opel Cascada im Innenraumcheck: Viel Astra und große Premium-Ambitionen

Damit hatte man bei Audi, BMW und Mercedes wahrscheinlich nicht gerechnet: Ab sofort wildert auch Opel mit dem Cascada im Revier der viersitzigen Premium-Cabrios. Das Stoffdachcabrio basiert zwar auf dem kompakten Astra, pirscht sich aber mit Größe, Ausstattung und Verarbeitung in die nächsthöhere Klasse vor und setzt gleichzeitig auf einen gehörigen Preisabstand zu den Derivaten der eben genannten Wettbewerber. Das Basismodell ist bereits ab 25.945 Euro zu haben. "Unser" Opel Cascada lässt sich mit der Innovation-Ausstattung und 170-PS-Turbobenziner zum Innenraumcheck blicken. Preis: 39.935 Euro. Einstieg und Sitzkomfort im Opel Cascada Wenn das Verdeck des Opel Cascada kauernd im Heckabteil schlummert, fällt der Einstieg natürlich besonders leicht: Tür auf, erstes Bein rein, auf den Sitz fallen lassen, zweites Bein nachziehen, Tür zu, fertig. Nackenschonender geht es nicht. Selbst das flach geneigte Windschutzscheiben-Konstrukt, das sich von der Seite betrachtet beinahe über die Hälfte der Tür spannt, kommt den vorderen Passagieren beim Einstieg nicht in die Quere. Und ist das Verdeck des Opel Cascada geschlossen, na dann ist es eben, als würde man ein Coupé entern, das üblicherweise mit zwei Türen versehen ist, die im Falle des Opel Cascada weit öffnen und eine sehr breite Einstiegsöffnung freigeben. Ihren Platz nehmen die beiden vorderen Passagiere auf AGR-Sitzen (Aktion Gesunder Rücken) ein. Neben ihren besonders rückenschonenden Eigenschaften sind sie gleichzeitg auch sehr bequem, das hellbraune Nappaleder schmeichelt Augen und Fingern. Ein Wermutstropfen ist die elektrische Verstellfunktion, die die Sitze zwar fein dosierbar aber auch sehr langsam in die gewünschte Position rückt. Besonders nervig ist das, wenn die Einstiegshilfe für einen einfacheren Zustieg zum Fond genutzt wird. Dann gehen schon einige Sekunden ins Land, ehe der Sitz erst nach vorne und anschließend wieder zurück in die Ursprungsposition fährt. Handfeste Kritik muss sich der Opel Cascada aber wegen seiner zu hohen Sitzposition gefallen lassen. Selbst in der tiefstmöglichen Position werden sich besonders Großgewachsene vom schwarzen Balken des Scheibenrahmens bei der Sicht nach vorne beeinträchtigt fühlen. Da könnte man glatt auf die Idee kommen, den Sitz ganz nach oben zu fahren um über die Scheibe hinwegzuschauen. Die Technik würde es erlauben, trotzdem vergessen wir das lieber ganz schnell wieder. Materialauswahl und Verarbeitung Besonders in diesem Kapitel unterstreicht der Opel Cascada seine Premium-Ambitionen. Leder ist das beherschende Material im Innenraum, sogar die Türverkleidungen sind damit bezogen. Mit chromfarbenen Applikationen und schwarz hochglänzenden Blenden hält sich das Cascada-Interieur dagegen vornehm zurück und wahrt damit ein gewisses Understatement. Gespart hat Opel allerdings auch an unterschäumten Flächen. Vor allem unterhalb des Armaturenträgers aber auch um ihn herum, also überall dort wo kein Leder ist, kommt harter Kunststoff zum Einsatz. Sei es drum, den insgesamt hochwertigen Eindruck, der auch dank der guten und robust wirkenden Verarbeitung (gilt natürlich auch für das passgenaue und straff sitzende Stoffverdeck) entsteht, bringt das auch nicht mehr aus dem Gleichgewicht. Design und Ergonomie im Opel Cascada Lenkrad, Instrumente, Schalthebel, Lüftungsdüsen, die Infotainment-Einheit und die Tür-Cockpit-Verbindung - was von aussen nur vermutet werden kann, wird im Innenraum bestätigt: viel Astra im Opel Cascada. Schlimm ist das zunächst nicht, denn was im Kompaktmodell funktioniert, klappt auch im Cascada. Die Instrumente sind simpel gestaltet (zwei Rundinstrumente, ein Zusatzdiplay) und jederzeit gut sichtbar. Der Infotainment-Bildschirm ist optimal platziert, auch die Schalter und Drehregler für sämtliche Elektronik-Komponenten sind jederzeit gut erreichbar. Der Haken: es gibt zu viel davon, und damit wären wir auch schon beim nächsten Kapitel. Bedienbarkeit der Technik Für jede Funktion ein Knöpfchen - meint man beim Blick auf die hemmungslos überfrachtete Mittelkonsole des Opel Cascada zu glauben. Tatsächlich bedarf es schon einiges an Übung bis auch mal während der Fahrt und ohne mit dem Blick von der Fahrbahn zu schweifen der korrekte Schalter für die gewünschte Funktion getroffen wird. Für Irritation sorgte auch der zentrale Dreh-Drücksteller für das Infotainmentsystem. Er lässt sich nicht als ganzes, sondern nur über den äußeren Chromrand betätigen. Direkt darüber hat ein weiterer Drehregler seinen Platz - für die Lautstärke. Verwechslungsgefahr: sehr hoch. Abhilfe schafft das Multifunktionslenkrad oder die Sprachsteuerung, die im Innenraumcheck zuverlässig Befehle entgegennahm, aber mit zu vielen Zwischenschritten nervte. Auch die Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone fuktioniert ohne Probleme, konnte aber nicht zu einer Musikübertragung überredet werden. Und jetzt zum Wichtigsten: dem Stoffverdeck. Dessen Faltmechanismus wird über einen kleinen Hebel in der Mittelkonsole eingeleitet. Zuvor muss man allerdings im Heckabteil eine Klappe umlegen und so den Weg für das eingeklappte Dach ebnen. Ist das geschehen kann das Dach bis zu einer Geschwindigkeit von 50km/h geöffnet oder geschlossen werden - und zwar binnen 17 Sekunden. Super! Raum- und Ablagenangebot im Opel Cascada Klar, so ein Stoffverdeck braucht natürlich seinen Platz. Der Kofferraum hinter dem recht bullig anmutenden Heck ist aber ausreichend groß dimensioniert, dass auch während dem Offenfahren noch ausreichend Stauraum für das Wochenendgepäck zu Verfügung steht. Die vom Heckabteil umlegbare Rückbank und die breite Durchreiche steigern zudem die Variabilität. Vorne ist in den Türablagen, den Fächern in der Mittelkonsole und dem Handschuhfach genügend Stauraum für Reiseproviant und sonstigen Kleinkram. Fahrer und Beifahrer genießen auch bei geschlossenem Dach ausreichend Bewegungsfreiheit. In Reihe zwei ist diese natürlich eingeschränkt, dennoch lässt es sich hinten auch auf längeren Fahrten gut aushalten. Weitere Details und Funktionen des Opel Cascada-Innenraums haben wir in unserer großen Fotoshow zusammengestellt.

Testwertung

3,0/5

Opel Cascada im Fahrbericht: Auftritt mondän, Preis bodenständig
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Opel Cascada im Fahrbericht: Auftritt mondän, Preis bodenständig

Mehr als alle anderen Küstenstreifen Europas sonnt sich die Côte d’Azur im glamourösen Glanz des Luxus. Ihre milden Winter machen sie zum Sehnsuchtsziel vieler Deutscher – und das Wissen, dass Prominente bereits seit den Sechzigern die Outdoor-Saison bevorzugt zwischen Monaco und Saint Tropez beginnen. Hier darf der Opel Cascada zeigen, ob er sich ins mondäne Umfeld der Lebemänner einfügen kann. Er sollte kein Ableger des Astra werden, auch wenn er einige von dessen Komponenten nutzt. Mit seinem Stufenheck wirkt der Opel Cascada eher wie ein offener, zweitüriger Insignia. Auch Letzterer steuert viel bei, vor allem die Karosseriestruktur. Dank 4,7 Meter Länge ist die Erscheinung des Opel Cascada stattlich genug, um im luxusgeschwängerten Umfeld der Côte d’Azur wahrgenommen zu werden; die Größe soll den Anspruch des Cascada begründen, über den Kompakt-Cabrios zu stehen. Opel Cascada bietet viel Cabrio fürs Geld Nun verlässt das Oben-ohne-Segment der Mittelklasse preislich schnell den bürgerlichen Rahmen. Schon in ihren kleinsten Motorisierungen kosten die offenen Versionen des Audi A5, des BMW 3er oder der Mercedes E-Klasse mindestens so viel wie die teuerste Variante des Opel Cascada mit dem 195-PS-Turbodiesel in der hochwertigen Innovation-Ausstattung. Und selbst der deutlich kleinere VW Eos liegt preislich schon knapp über dem Opel Cascada. Mehr Auto fürs Geld bieten – mit dieser Taktik fuhr Opel schon in früheren Zeiten gut. Hingegen ist es unnötig, anhand der offenen Sondervarianten von Kapitän und Rekord eine Tradition herbeizureden: Schließlich benötigt ein stimmiges Cabrio keinen Stammbaum als Rechtfertigung. Um heute erfolgreich zu sein, muss es ein elektrisch betätigtes Faltdach, Ganzjahrestauglichkeit und Erstauto-Charakter besitzen.Und der Opel Cascada erfüllt genau diese Voraussetzungen. Nach einem Zug am Knopf öffnet sich das Stoffverdeck in 17 Sekunden elektrohydraulisch. Das funktioniert bis zu einem Tempo von 50km/h. Der Vorgang lässt sich serienmäßig auch per Druck auf die Fernbedienung initiieren. Vliese aus Polyester sollen den Opel Cascada winterfest machen, und der Platz reicht für eine Familie mit zwei Kindern, denn der Opel Cascada ist ein echter Viersitzer. Zumindest bei geschlossenem Dach passt auch genug Gepäck in den Kofferraum. Verwandlung bis Tempo 50 Weil es der Frühling derzeit mit der Côte d‘Azur besser meint als mit Süddeutschland, fahren wir natürlich offen. Sofort fällt auf, dass der Scheibenrahmen des Opel Cascada bis weit an die Stirn reicht, was leider das Gefühl vermissen lässt, direkt in der Landschaft statt hinter Glas zu sitzen. Doch Windgesichter bilden mittlerweile die Minderheit der Offen-Fahrer. Die Mehrheit wird dagegen zu schätzen wissen, dass bei hochgefahrenen Seitenscheiben nur noch ein Lüftchen den Weg in den Innenraum des Opel Cascada findet. So kann der Wind die Frisur nicht zerstören, was beim Posen an der auf Äußerlichkeiten bedachten Sonnenküste Pluspunkte bringt. Wir dagegen lechzen nach Frischluft, denn wir cruisen auf der Corniche de l‘Estérel. Der malerische Küstenabschnitt liegt auf halbem Wege zwischen Nizza und Saint Tropez. Längst ist er aus dem Winterschlaf erwacht, und einige Sträucher leuchten bereits in gelber Blütenpracht. Wir lassen die Seitenscheiben heruntersurren, und schon verdrängen neue Aromen den Lederduft des üppig ausgestatteten Opel Cascada. Von rechts weht die würzige Luft der Berge herein, von links eine salzige Seebrise. Opel Cascada kann Komfort und agil Der Opel Cascada strömt dahin, unaufgeregt und gelassen. Dabei ließ die Preisliste bereits Schlimmstes befürchten. Dort wird unter Serienausstattung auf ein sportlicheres Fahrwerk inklusive entsprechender Federung und Dämpfung verwiesen. Unser Testwagen lässt vom Sportlichkeits-Wahn glücklicherweise nichts spüren, ist mit der adaptiven Dämpferverstellung (980 Euro) ausgerüstet. Die weiche von drei Abstimmungen passt am besten zum Cabrio-Cruisen. Aufgeregtes Karosserie-Hoppeln würde sich auch nicht mit südfranzösischer Nonchalance vertragen. Dennoch bleibt der Opel Cascada präzise genug, um den sanften Schwüngen der Corniche entspannt zu folgen. Hier macht sich die Vorderachskonstruktion bemerkbar, die ursprünglich den scharfen OPC-Modellen vorbehalten war. Die Achsschenkel bestehen aus zwei Elementen: Das eine verbindet das Federbein mit den Querlenkern, das andere ist der Radträger, der mit zwei Kugelgelenken drehbar gelagert wird. Das funktioniert in der Praxis prima – der Opel Cascada ist, wenn man so will, komfortagil. Dank 170PS legt der Opel Cascada kraftvolle Zwischenspurts hin, will dabei aber fleißig gedreht werden – schließlich müssen über 1,7 Tonnen bewegt werden. Zwar fühlt sich der neue 1,6-Liter-Turbo nicht so zugeschnürt an wie andere Benziner der Marke, doch wirklich lustvoll hängt er nicht am Gas. Noch bleiben Motoren die Schwachstelle von Opel. An der bislang zweiten Schwachstelle, der Anmutung, lässt sich beim Opel Cascada einiges verbessern – etwa, indem man das Armaturenbrett optional beledert bestellt. Klimaanlage, Tempomat und Einparkhilfe hinten sind dagegen bereits beim 120-PS-Basismodell für 25.945 Euro serienmäßig. Ledersitze, Bixenon-Schweinwerfer, Infotainmentsysteme, Rückfahrkamera und weitere Assistenzsysteme aus der Optionsliste hauchen dem Cabrio ein im Luxus schwelgendes Lebensgefühl ein – und der Preis bleibt dennoch bodenständig. Anders als an der Côte dAzur ist der Luxus beim Opel Cascada einfach erfrischend volksnah.

Testwertung

4,0/5